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Hinz sucht: 100 Wilde Bäche für Hessen

Für die Renaturierung von Wildbächen hat das Hessische Umweltministerium einen Teilnehmerwettbewerb ausgerufen. Foto: chrisbeez | Pixabay
Für die Renaturierung von Wildbächen hat das Hessische Umweltministerium einen Teilnehmerwettbewerb ausgerufen. Foto: chrisbeez | Pixabay

Region. „Ich freue mich, den Teilnahmewettbewerb für das Programm ›100 Wilde Bäche für Hessen‹ zu starten“, verkündete Umweltministerin Priska Hinz in Wiesbaden. Mit dem Programm sollen modellhaft 100 Bäche mit Unterstützung des Landes renaturiert werden.

Zurück zu Natur und Artenreichtum

Interessierte Kommunen und Wasserverbände können sich ab sofort für die Teilnahme am Programm bis zum 25. Oktober 2019 bewerben.

„Mit Hilfe des Programms werden Bäche in Hessen wieder natürlich und artenreich. Das dient der Artenvielfalt, dem Hochwasserschutz und hilft, die Folgen des Klimawandels abzumildern“, erklärte die Ministerin. Seltene Arten wie Groppe oder Bachneunauge bekommen im renaturierten Gewässer ihren Lebensraum zurück. Die Bäche bekommen mehr Platz, was dem Hochwasserschutz dient. Und in strukturreichen und durchgängigen Gewässern können sich Fische bei einer Erwärmung des Gewässers in kühlere und tiefere Gewässerzonen zurückziehen“, erläutert Priska Hinz die Idee hinter dem Wettbewerb.

Priska Hinz, Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Foto: Hessisches Umweltministerium/ S. Feige
Priska Hinz, Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Foto: Hessisches Umweltministerium/ S. Feige

Bewerbung mit geringem Aufwand

Die Bewerbung der Kommunen und Wasserverbände für das Programm erfolgt direkt über die Homepage www.wildebaechehessen.de. Dort finden Interessierte ausführliche Informationen über das Programm und die Bewerbungsmodalitäten.

„Die Kommunen und Wasserverbände müssen nichts weiter tun, als die Bewerbungsmaske auszufüllen. Es müssen keine zusätzlichen Unterlagen eingereicht werden. Damit wird der Aufwand für die Bewerber so gering wie möglich gehalten“, ermutigte die Ministerin am Wettbewerb teilzunehmen.

Kommunaler Schulterschluss erwünscht

Bei der Bewerbung werden alle benötigten Angaben abgefragt, die der anschließenden Auswahl der 100 Wilden Bäche dienen. Rund 500 hessische Bäche kommen für die Auswahl infrage. Von Interesse für die Bewerbung sind beispielsweise Aspekte wie Flächenverfügbarkeit, Nutzung von Synergien mit anderen Zielen der Landesregierung (Natura 2000, Biologische Vielfalt, Klimaschutz), oder bereits vorhandene Planungen. „Zudem würde ich es begrüßen, wenn sich mehrere Anliegerkommunen, durch die ein Bach fließt, zusammenschließen“, ergänzte Hinz.

Bekanntgabe der Bäche im Programm

Mit dem Programm »100 Wilde Bäche für Hessen« sollen modellhaft 100 Bäche mit Landesbeihilfe renaturiert werden. Foto: Norbert Graube | Pixabay
Mit dem Programm »100 Wilde Bäche für Hessen« sollen modellhaft 100 Bäche mit Landesbeihilfe renaturiert werden. Foto: Norbert Graube | Pixabay

Bis zum Jahresende 2019 erfolgt die Bekanntgabe der 100 teilnehmenden Bäche. Es ist vorgesehen, dass die Gewässerentwicklungsprojekte aus dem Programm schrittweise bis 2023 begonnen werden. Basis der Renaturierungen sind die Bewirtschaftungspläne und das Maßnahmenprogramm zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Hessen. Aber auch weitergehende zielführende Maßnahmen sind nicht ausgeschlossen.

Die am Programm teilnehmenden Kommunen und Wasserverbände werden dabei umfassend unterstützt. „Ein vom Land Hessen finanzierter Dienstleister wird die notwendigen Planungen, Genehmigungsverfahren, Bauausführungen und das Flächenmanagement steuern und koordinieren – eine große Entlastung für die Kommunen“, machte Hinz deutlich. Das Programm „100 Wilde Bäche für Hessen“ soll darüber hinaus dazu dienen, die Öffentlichkeit für das Thema Gewässerökologie und Gewässerschutz zu sensibilisieren.

Bis zu 95% Kostenübernahme

„Für die finanzielle Unterstützung der konkreten Maßnahmenumsetzung inklusive Planung ist ebenfalls gesorgt. Bis zu 95 Prozent der Kosten werden vom Land Hessen übernommen, gemäß der bestehenden Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Gewässerentwicklung und zum Hochwasserschutz“, versicherte die Ministerin. Der verbleibende Eigenanteil der Kommune kann nach Vorstellung von Priska Hinz z.B. über die Generierung von Ökopunkten refinanziert oder über die Einbringung von kommunalen Flächen in die Projekte verrechnet werden.

„Die Teilnahme am Programm bietet eine tolle Chance für die Renaturierung unserer Gewässer, auch um diese klimafest zu machen. Ich kann nur alle verantwortlichen Kommunen und Wasserverbände ermuntern, ihre Bewerbung einzureichen“, schloss Umweltministerin Priska Hinz.

(red)



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