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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Abzocke: Wasserpreis soll Haushalt sanieren

Ein allzu verschwenderischer Umgang mit dem Wasser könnte in Bad Zwesten bald teuer zu stehen kommen. Innerhalb von zwei Jahren soll die Lebensgrundlage um 80% teurer werden. Das ist sogar den Grünen zu viel. Foto: congerdesign | Pixabay
Ein allzu verschwenderischer Umgang mit dem Wasser könnte in Bad Zwesten bald teuer zu stehen kommen. Innerhalb von zwei Jahren soll die Lebensgrundlage um 80% teurer werden. Das ist sogar den Grünen zu viel. Foto: congerdesign | Pixabay

Bad Zwesten. Die Grünen sind entsetzt, dass der Wasserpreis um fast 80% innerhalb von zwei Jahren steigen soll. Martin Häusling fordert: Keine Haushaltsanierung auf Kosten der Wasserkunden!

Einer der höchsten Wasserpreise der Region

Nachdem die Grüne Fraktion in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter eine Vertagung des Punktes erreichen konnte, hat sich die Fraktion nochmal intensiv mit den vorgelegten Kalkulationen auseinandergesetzt.

„Warum sollte Bad Zwesten mit 3,11 EUR einen der höchsten Wasserpreise in der Region bekommen? In der Rechnung, die dem Parlament vorgelegt wurde, sind einige Merkwürdigkeiten enthalten“, hinterfragt der Bündnisgrüne Häusling das Zahlenwerk.

Martin Häusling sieht im Bad Zwestener Haushaltszahlenwerk eine unseriöse Abzocke bezüglich Verzinsungen und Wasserpreis. Foto: B90/Die Grünen
Martin Häusling sieht im Bad Zwestener Haushaltszahlenwerk eine unseriöse Abzocke bezüglich Verzinsungen und Wasserpreis. Foto: B90/Die Grünen

Nicht nachvollziehbare Berechnung

Laut Pressemitteilung von Martin Häusling hatte der Bürgermeister Michael Köhler den erhöhten Wasserpreis mit gestiegenen Investitionen in das Wassernetz begründet. Diese können aber lediglich zu gesteigerten Abschreibung in Höhe von ca. 60.000 EUR führen. Jetzt tauchen aber zusätzliche interne Leistungsverrechnungen in Höhe von 80.000 EUR auf, deren Herleitung sich nicht nachvollziehen lassen.

Zudem wird im vorgelegten Haushaltsentwurf mit einer Verzinsung des Eigenkapitals von sage und schreibe 4,5 % gerechnet, was zu einer Erhöhung der Berechnungskosten von 220.000 EUR führt. In Zeiten einer Null-Zins-Politik muss man da schon von Abzocke sprechen.

Nachvollziehbare Neuberechnung gefordert

Die Grünen fordern jetzt eine Neuberechnung auf der Grundlage nachvollziehbarer Zahlen und eines angemessenen Zinssatzes. Als Grund für die Zahlen-Jonglage hegen sie den Verdacht, dass über einen erhöhten Wasserpreis der Haushalt saniert werden soll.

„Ohne die drastischen Wasserpreiserhöhungen, wäre der Haushalt schon im Ansatz defizitär und im Minus. Deshalb ist das ganze Rechenwerk von Bürgermeister Köhler im Zusammenhang mit dem Wasserpreis und des Haushalts eine völlig unseriöse und nicht haltbare Rechnung“, wettert Häusling.

(red)



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