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Nach der Fuchsjagd Eulen rupfen?

Stefan Salger, der bis zur vorigen Saison noch den Eulen-Dress trug, freut sich auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mannschaftskameraden. Foto: Heinz Hartung
Stefan Salger, der bis zur vorigen Saison noch den Eulen-Dress trug, freut sich auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mannschaftskameraden. Foto: Heinz Hartung

Kassel. Die MT Melsungen steht im Bundesliga-Handball vor dem Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen. Anpfiff ist am Donnerstag, 05.12.19, um 19:00 Uhr in der Rothenbach-Halle.

Es gibt noch Tickets

Zwei Pflichtspiele innerhalb von nur 48 Stunden – das gibt’s wohl nur im Handball. Die MT Melsungen empfängt nach dem begeisternden Pokalmatch am Dienstag gegen die Füchse Berlin bereits am Donnerstag die Eulen Ludwigshafen zum Duell in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 19:00 Uhr. Es gibt noch Tickets im Vorverkauf und am Spieltag an der ab 17:30 Uhr geöffneten Hallenkasse.

Eulen haben schon Federn gelassen

Zwei Spiele innerhalb von nur 48 Stunden, das betrifft in diesem Fall – ausgleichende Gerechtigkeit – beide Kontrahenten. Denn nicht nur die MT Melsungen war am Dienstag im Pokaleinsatz, sondern zur gleichen Stunde auch die Eulen in Ludwigshafen. Während sich die Nordhessen mit einem begeisternden Auftritt und einem 33:30-Sieg den Weg nach Hamburg zum Final Four erkämpften, haben die Eulen gegen den TBV Lemgo Lippe Federn gelassen und mussten den Ostwestfalen nach einer 23:26-Niederlage den Vortritt zum Endrundenturnier lassen. Insofern gehen die Pfälzer wie die Nordhessen am Donnerstag unter gleicher Belastung ins Duell des 16. Spieltages der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga.

Das ist aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden Teams, die in der Tabelle 10 Plätze voneinander getrennt sind. Die MT hat als Siebter aktuell nur drei Punkte Rückstand auf Rang drei. Hingegen sind die Eulen als Siebzehnter bereits jetzt arg gefährdet, wenngleich der Abstand zur rettenden Zone nur zwei Zähler beträgt. Schon in der vergangenen Saison ist die von Benjamin Matschke trainierte Mannschaft denkbar knapp dem Abstieg entgangen. Das letzte Tor im letzten Spiel zum 31:30-Sieg gegen Minden machte damals den Unterschied zu Platz 17 aus.

Auch im Keller sind Eulen nicht ungefährlich

Dem Gesetz der Serie folgend, müsste die MT, die bereits alle neun vorangegangenen Vergleiche zu ihren Gunsten entschieden hat, die Eulen auch im 10. Duell rupfen. Unter diesen besonderen Vorzeichen aber wird das Spiel am Donnerstag gewiss kein Selbstläufer. Der Pokalerfolg hievte das Grimm-Team nach dem Abpfiff flugs auf Wolke Sieben. Da runter zu kommen und sich wieder weltlichen Aufgaben zuzuwenden, fällt mitunter gar nicht so leicht. Was die siegreiche Fuchsjagd mit der Mannschaft um Kapitän Finn Lemke gemacht hat, wird sie also nur zwei Tage später zeigen können. Das Ziel dabei ist klar, sie will die Eulen „rupfen“.

Doch Achtung: Die Eulen sitzen zwar im (Tabellen-)Keller, aber sie haben bislang ausgerechnet den jeweils klar favorisierten Gegnern Angst eingejagt. Ob beim 23:26 gegen die Rhein-Neckar Löwen, beim 26:29 in Flensburg oder zuletzt in der Liga beim 17:20 gegen Magdeburg. Die Großen mussten sich also schon einigermaßen strecken, um nicht zu straucheln. Insofern sollte die MT gewarnt sein.

Salger hat sich prächtig eingelebt

Einer im MT-team freut sich besonders auf das Kräftemessen: Stefan Salger trug bis letzte Saison noch das Trikot des Gegners und war in jenem denkwürdigen Spiel um den Klassenerhalt mit vier Toren maßgeblich am „Wunder von Ludwigshafen“ beteiligt. Inzwischen hat sich der mit 207 cm nach Finn Lemke (210 cm) zweitlängste MT-Spieler prächtig bei den Nordhessen eingelebt. Immer wenn Kai Häfner im rechten Rückraum eine Verschnaufpause braucht, tritt der 23-jährige auf den Plan und rechtfertigt dabei stets das ihn gesetzte Vertrauen.

Mit Selbstvertrauen an die Aufgabe

„Was wir in der letzten Saison mit dem Klassenerhalt in letzter Minute geschafft haben, war schon etwas Einmaliges. Daran erinnert man sich immer wieder gern. Gleichwohl spiele ich jetzt mit Melsungen gegen diese Mannschaft und wir wollen am Donnerstag natürlich unbedingt gewinnen“, sagt Salger. Der Linkshänder befürchtet übrigens nicht, dass es nach dem Stimmungshoch nach dem Pokalsieg schwer ist, auf den Ligabetrieb umzuschalten: „Ich denke es ist eher positiv, wenn man nach einem so gewonnenen Spiel mit noch mehr Selbstvertrauen an die folgende Aufgabe herangehen kann“, so der Rückraumspieler.

Das Spiel gegen die Eulen ist übrigens das vorletzte MT-Heimspiel in diesem Jahr. Vor dem finalen Auftritt am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen den HBW Balingen-Weilstetten muss das Grimm-Team noch zweimal in Folge auf Reisen gehen, nämlich am 12. Dezember nach Stuttgart und am 22. Dezember nach Magdeburg. Danach geht es erst wieder nach der EM-Pause weiter – für die MT am ersten Februarwochenende mit einem Heimspiel gegen GWD Minden.

► Schiedsrichter in Kassel:
Steven Heine (Wendeburg)/ Sascha Standke (Göttingen); DHB-Spielaufsicht: Nils Szuka
► Bisherige Bundesligavergleiche MT – Eulen Ludwigshafen
9 Spiele, davon 9 Siege Melsungen
► Letzte Saison:
02.05.2019, Eulen Ludwigshafen – MT Melsungen 22:27
10.11.2018, MT Melsungen – Eulen Ludwigshafen 30:26

Gegnerinfos:
www.die-eulen.de

(red)



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