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IHK-Präsident begrüßt das Konjunkturpaket

Durch das Konjunkturpaket soll es mit der Wirtschaft wieder bergauf gehen. Grafik: Altmann / Schmidtkunz
Durch das Konjunkturpaket soll es mit der Wirtschaft wieder bergauf gehen. Grafik: Altmann / Schmidtkunz

Region. „In unseren IHK-Blitzumfragen stellen wir fest, dass uns die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Pandemie wohl noch länger beschäftigen werden.“ So kommentiert IHK-Präsident Jordan das Konjunkturpaket.

Hebel für Wirtschaft und Verbraucher

Gemäß der jüngsten Mai-Umfrage rechnen 78,4 Prozent der 236 antwortenden Unternehmen aus Nordhessen und dem Altkreis Marburg in diesem Jahr mit zurückgehenden Umsätzen. Jedes dritte erwartet eine normale Geschäftslage erst wieder für Ende 2021.

IHK-Chef Jordan: „Vor diesem Hintergrund handelt es sich um einen wichtigen Impuls des Konjunkturpakets, dass die Mehrwertsteuer temporär von 19 auf 16 beziehungsweise von sieben auf fünf Prozent gesenkt wird. Das ist ein Hebel, der in voller Breite wirkt: Neben allen Wirtschaftszweigen profitieren auch alle Verbraucher. Gleiches gilt für die schrittweise Absenkung der EEG-Umlage – unser Wirtschaftsstandort schultert mit die höchsten Energiepreise in Europa.“

IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan. Foto: ihk
IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan. Foto: ihk

Firmen können liquide bleiben

Das Ausweiten des Verlustrücktrages und eine zusätzliche Überbrückungshilfe für besonders stark betroffene kleine und mittlere Unternehmen helfe eigentlich kerngesunden und unverschuldet in Not geratenen Firmen dabei, dass sie liquide bleiben. Sehr positiv sei es, dass auch Investitionsanreize für die Zukunft gesetzt würden wie durch die degressive Abschreibung und die ausgeweitete Forschungsförderung. Damit habe sich die Bundesregierung viele Forderungen der IHK-Organisation zu eigen gemacht.

Ziel aller Maßnahmen ist es laut IHK, Insolvenzen zu vermeiden und die Basis des Wirtschaftsstandortes zu bewahren, damit der erhoffte Aufschwung auch nachhaltig gelingt. Wir begrüßen auch sehr nachdrücklich, dass die Regierungskoalition die Europäische Ratspräsidentenschaft nutzen möchte, um ein Programm zur Entbürokatiserung anzustoßen sowie das Planungs- und das Vergaberecht zu vereinfachen. Eine Anpassung der Schwellenwerte für beschränkte Ausschreibungen und freihändige Vergaben fördere das Investitionsklima.

Fachkräfteausbildung fortsetzen

Ein wichtiges Signal für Ausbildungsbetriebe und Auszubildende ist die geplante Unterstützung der Ausbildungsaktivitäten. Das eröffnet auch Betrieben mit akuten Liquiditätsproblemen die Chance, die Ausbildung von jungen Fachkräften fortzusetzen.

Um die Situation auf dem regionalen Ausbildungsmarkt zu stabilisieren, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg ein umfangreiches Beratungs- und Informationsprogramm aufgebaut. Es trägt den Titel „Ausbildung 2020! Perfect Match #GemeinsamDurchstarten“.

Hotline zur Berufsorientierung

Um gezielt zu beraten und zu vermitteln, hat die IHK eine Berufsorientierungs-Hotline eingerichtet (Tel. 0561 7891-300), über die sich Eltern und Schüler täglich zwischen 9 und 17 Uhr beraten lassen können. Ebenfalls melden können sich Unternehmen, denen es Probleme bereitet, Vertragsverhältnisse mit Auszubildenden aufrecht zu erhalten, oder die sich unsicher sind, ob sie ab Sommer ausbilden sollen.

Parallel bietet die IHK virtuelle Lernangebote zum Thema Berufsorientierung an, unter anderem Webinare.

www.ihk-kassel.de/veranstaltungen

(red)



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