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Silber für Groppe, Bronze für Berg

Nach Gold und Silber am Vortag sicherte sich die 15-jährige Vivian Groppe auch Silber über 400m der U20. Foto: nh
Nach Gold und Silber am Vortag sicherte sich die 15-jährige Vivian Groppe auch Silber über 400m der U20. Foto: nh

Gelnhausen. Nach den großartigen Erfolgen bei den hessischen U18-Meisterschaften durch Vivian Groppe – 1x Gold sowie 1x Silber – und der Bronzemedaille von Luis André im Kugelstoßen, gab es einen Tag später bei den U20-Titelkämpfen in Gelnhausen zwei weitere Medaillen für die MT-Leichtathleten.

Goldmädchen auf Langstrecke

Im 400m-Lauf der U20 ermittelten zehn Viertelmeilerinnen in zwei Zeitendläufen ihre Hessenmeisterin auf der Stadionrunde. Im ersten Lauf setzte sich Luise Jacobi (Gießen, 62,90 Sek.) vor Imke Hofmann (Hersfeld, 64,45) durch. Doch diese Leistungen reichten am Ende nur für die Ränge fünf und sieben.

Im zweiten Lauf starteten mit Nele Kühn (Frankfurt) und Vivian Groppe (Melsungen) die beiden „Goldmädchen“ vom Vortag. Kühn hatte sich den 400m-Titel in der U18 mit 57,84 Sekunden vor ihrer Trainingspartnerin Amelie Strack (60,28 sec.) geholt. Vivian setzte sich im 100m-Finale mit 12,01 Sekunden durch. Mit Kim Goldbach (LG Alheimer) und Maren Eberhard (Frankfurt) waren zwei weitere Langsprinterinnen am Start, die in diesem Jahr mit 400m-Zeiten unter einer Minute auffielen. Während Maren Eberhard, Silber in der Halle, auf Bahn zwei und Kim Goldbach auf Bahn drei starteten, lief Vivian Groppe auf Bahn vier, unmittelbar hinter Nele Kühn.

Eingangs der Zielgeraden kämpften Nele Kühn und Vivian Groppe um den Hessentitel. Foto: nh
Eingangs der Zielgeraden kämpften Nele Kühn und Vivian Groppe um den Hessentitel. Foto: nh

Neuer Fokus auf die Sprintstrecken

Nach der Hälfte der Strecke lag die U18- und U20-Hallenmeisterin knapp in Führung. Aber vor der letzten Kurve wurde sie von Vivian überholt und es sah für einen kurzen Augenblick so aus, als ob sich die Jugendliche aus Beiseförth absetzen könnte. Aber die erfahrene 400m-Läuferin aus der Main-Metropole ließ sich nicht abschütteln und forcierte ebenfalls ihr Tempo. Deshalb bogen beide auf gleicher Höhe auf die Zielgerade ein. Mehr als zehn Meter zurück lieferten sich Kim Goldbach und Maren Eberhard ebenfalls einen tollen Fight. Noch 60 Meter vor dem Ziel war die Entscheidung über Gold und Silber noch nicht gefallen. Als sich die Oberschenkel von Vivian bemerkbar machten, konnte sie mit Nele Kühn nicht mehr mithalten und musste sie laufen lassen. Mit 58,76 Sekunden holte sie sich in diesem Jahr ihren vierten 400m-Titel vor Vivian (59,66 sec).

Bei böigen Windverhältnissen kam Kim Goldbach noch mächtig auf und sicherte sich in 60,08 Sekunden die Bronzemedaille vor Maren Eberhard (61,41), die noch in der Halle mit Silber ausgezeichnet wurde. „Ich bin mit dem Resultat zufrieden, denn ich habe eine Medaille, mehr konnte ich nicht erwarten“, sagte Vivian, die bei den deutschen Meisterschaften auf den 400m-Lauf verzichten wird und den Focus auf die kurzen Sprintstrecken legt.

Erwartetes Diskus-Duell blieb aus

Im Kugelstoßen der MU20 wurde Jonathan Pflüger (Kassel) seiner Favoritenrolle gerecht und holte sich mit 15,22 Meter den Titel vor Jonas Schliffer (Weilmünster), der sich in diesem Finale auf 13,19 Meter steigerte. Aber auch Johannes Berg (MT) präsentierte sich in Gelnhausen in einer guten Verfassung und wuchtete im dritten Versuch die 12-Pfund schwere Eisenkugel auf 12,12 Meter. Damit hatte er die Bronzemedaille sicher. Ein schöner Erfolg für den Jugendlichen, der nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten von Hella Böker trainiert wird. Max Schmidt (Weilmünster) konnte mit 11,49 m nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Johannes Berg holte sich mit der Kugelstoß-Bestleistung von 12,12 m die Bronzemedaille. Foto: nh
Johannes Berg holte sich mit der Kugelstoß-Bestleistung von 12,12 m die Bronzemedaille. Foto: nh

Aus dem angekündigten Zweikampf im Diskuswerfen zwischen Jonathan Pflüger und Fabian Feldmann wurde nichts, weil der hessische Kugelstoßmeister, der im Diskuswerfen mit 54,98 m in der Meldeliste stand, völlig von der Rolle war und mehr als zehn Meter hinter dieser Leistung blieb. Somit war der Weg für den aufstrebenden Fabian Feldmann (Remsfeld) frei. Der Jugendliche aus Hausen blieb mit seinem besten Wurf nur 43 Zentimeter hinter seiner Bestleistung, mit der er den 17. Platz in Deutschland einnimmt und bestätigte erneut die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften in Heilbronn.

Der undankbare vierte Platz

Ob er zugelassen wird, hängt von den Meldungen der Konkurrenz ab, denn der Deutsche Leichtathletik-Verband lässt in den technischen Wettbewerben nur die besten 14 gemeldeten Athleten starten. Für Johannes Berg, der im Diskuswerfen ebenfalls die Bronzemedaille angestrebt hatte, weil er in der Meldeliste mit 40,00 Meter auf Rang drei geführt wurde, blieb mit 37,37 Meter nur der undankbare vierte Platz. Jonas Schliffer verdrängte mit 42,43 m den Jugendlichen aus Obermelsungen aus dem Medaillenrang.

(ajw)



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