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André unzufrieden trotz guter Leistung

Auch die Gerätekontrolle lief „coronakonform“. Foto: nh
Auch die Gerätekontrolle lief „coronakonform“. Foto: nh

Frankenberg. Bei der unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen stehenden Abendveranstaltung „Wurf“ des TSV Frankenberg sorgte erneut Luis André für die herausragenden Leistungen im Kugelstoßen und Diskuswerfen.

Der Wind hat leider nicht mitgespielt

Der 15-Jährige, der Anfang September in Uslar mit 18,07 Meter im Kugelstoßen eine neue deutsche Jahresbestleistung aufgestellt hatte und in den vergangenen Wochen mit großartigen Weiten im Diskuswerfen überzeugte, wollte auf der vorzüglichen Wettkampfanlage in Frankenberg die 1kg-Scheibe über die 60m-Marke werfen. Leider spielte bei diesem Vorhaben der Wind, der einen entscheidenden Einfluss auf die Diskuswurfweite hat, nicht mit. Bei einem Gegenwind fliegt der Diskus deutlich weiter, weil das Wurfgerät durch die anströmende Luft stärker als Tragfläche funktioniert. Deshalb wurden die aktuellen Weltrekorde der Männer und Frauen folgerichtig auch auf sogenannten „Segelwiesen“ erzielt, auf der der Wind den Diskus besonders weit trug. Neben dem Wind aus der „richtigen“ Richtung spielen auch Abwurfgeschwindigkeit und Abwurfwinkel eine große Rolle. Bei Luis André stimmten diese beiden Faktoren an diesem Tag, aber gegen den Rückenwind war er machtlos.

Bei jedem Wurf zu früh am Boden

Der Melsunger Schüler hatte in der vorigen Woche zweimal bei Windstille die Scheibe an die 60m-Marke geworfen: In Bebra erreichte er 59,75 m und in Uslar hatte der Diskus wieder bei 59,50 m Bodenkontakt. Bei einem leichtem Rückenwind ließ er am 14. September den Diskus in Eppstein auf 58,50 m segeln. Nachdem er auch im Training mehrfach an die 60m-Marke warf, fuhr er voller Hoffnung mit seinem Trainer in die Philipp-Soldan-Stadt an der Eder, wo meistens der Wind für die Diskuswerfer optimal von vorn rechts kommt.

Im Vorjahr hatte der damals 14-Jährige auf dem Nebenplatz des Ederstadions seine deutsche Jahresbestleistung von 52,27 auf 54,34 Meter verbessert. In diesem Jahr wollte er den hessischen U16-Rekord angreifen, der schon seit 18 Jahren in den Büchern steht. Obwohl er technisch sauber warf und seinem Gerät eine starke Rotation für die Flugstabilität mitgab, drückte der Rückenwind den Diskus bei jedem Wurf frühzeitig nach unten.

Lang schaut Luis André dem Diskus nach. Foto: nh
Lang schaut Luis André dem Diskus nach. Foto: nh

Vorjahresleistung verbessert – aber unzufrieden

Bereits beim Einwerfen demonstrierte der Melsunger Schüler mit zwei Würfen über die 55m-Marke seine Klasse. Anschließend eröffnete er den Wettbewerb mit einem ungültigen Wurf und ließ im zweiten Durchgang 54,63 Meter folgen. Im dritten Versuch steigerte sich auf 56,38 Meter. Nach 55,08 und 55,50 Meter flog der Diskus beim letzten Durchgang auf 57,75 Meter. Damit übertraf er seine Frankenberger Vorjahresleistung um mehr als drei Meter, aber Luis war mit diesem Ergebnis nicht zufrieden. „Ich weiß, dass ich zurzeit bei Gegenwind über 60 Meter werfen kann“, sagte der 15-Jährige, der zuvor das Kugelstoßen mit 16,83 Meter – im Vorjahr 15,34 m – vor Yaffily Trawalley (Friedrichstein, 11,97 m) und Tom Hundertmark (Twiste, 11,50 m) gewonnen hatte.

Senior Gabel auf Platz 1 und 2

Bernd Gabel, der Senior der Melsunger Leichtathleten, gewann das Kugelstoßen der M60 mit 8,97 Meter und sicherte sich im Diskuswerfen hinter den früheren DLV-Seniorenmeister Hans-Jürgen Schomburg (Twiste, 38,48 m) mit 31,51 m den zweiten Platz. Seine Lebensgefährtin Monika Groh belegte im Kugelstoßen (6,62 m) und Diskuswerfen (17,88 m) hinter Eva-Maria Zürker und Diana Richter (beide TSV Korbach) den dritten Platz.

(ajw)



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