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Groppe & André sind im Nationalkader NK2

Vivian Groppe und Luis André wurden in den Nationalkader NK2 berufen. Fotomontage: gsk
Vivian Groppe und Luis André wurden in den Nationalkader NK2 berufen. Fotomontage: gsk

Melsungen. TEXT-UPDATE: Die Trainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erarbeiteten im Herbst einen Vorschlag für die Kaderberufung seiner Athleten für das Jahr 2021 und legten diesen den Bundesausschuss Leistungssport im DLV vor.

Unterstützung der sportlichen Entwicklung

Abschließend wurde dieser Vorschlag nach einer intensiven Prüfung mit dem Geschäftsbereich Leistungssport im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) abgestimmt.

Aus Nordhessen wurden vom 01. November 2020 bis zum 31. Oktober 2021 mit Vivian Groppe und Luis André (beide MT Melsungen), Sprinterin Holly Okuku (Eintracht Baunatal) und Weitspringerin Josephine Otto (LAV Kassel) vier besonders talentierte Nachwuchsathleten zur Unterstützung ihrer sportlichen Entwicklung in Abstimmung mit dem Hessischen Leichtathletik-Verband für die Saison 2021 in den Nachwuchskader 2 berufen. Insgesamt bilden 153 Athleten den Kern der U18-Nationalmannschaft mit dem Höhepunkt der Europameisterschaften im Sommer 2021 in Rieti.

Eindrucksvolle Leistungen

Die beiden Melsunger Asse konnten sich trotz der durch die Corona-Pandemie geprägten und auf vier Monate verkürzten Leichtathletiksaison 2020 bei den Landes- und deutschen Meisterschaften hervorragend in Szene setzen und durch Leistungsstärke, Fairness und Sympathie überzeugen und begeistern.

Vivian sicherte sich bei den U18-Landesmeisterschaften in Gelnhausen eindrucksvoll den Sprinttitel mit 12,01 Sekunden und holte sich auch überraschend den 200m-Sieg bei den hessischen Meisterschaften der Frauen mit 24,92 Sekunden in Friedberg. Im Vorjahr stand ihre Bestzeit noch bei 25,64 Sekunden. Der sportliche Höhepunkt für die Schülerin aus Beiseförth war aber ihr Auftritt bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Heilbronn, wo sie sich als jüngste Teilnehmerin für das 200m-Finale der U18 qualifizierte und im Endlauf die Konkurrenz und selbst den Bundestrainer mit der Bronzemedaille überraschte. Mit ihrer Zeit von 24,51 Sekunden wird sie in der Europa-Bestenliste 2020 auf Rang sieben geführt. Nächstes Jahr hat Vivian berechtigte Chancen, sich für die U18-EM in Rieti (Italien) zu qualifizieren. Voraussetzung ist allerdings eine 200m-Zeit unter 24,20 Sekunden.

Pandemie bremst Hoffnungen aus

Ihr Trainingspartner und Klassenkamerad Luis André, der seit seinem ersten Wettkampf vor drei Jahren im Kugelstoßen und Diskuswerfen in seiner Altersklasse noch immer unbesiegt ist, war der Pechvogel in der vergangenen Saison. Mit 18,08 m und 59,75 m führt er die deutsche U16-Bestenliste im Kugelstoßen und Diskuswerfen souverän an und eilte auch 2020 von Sieg zu Sieg. Mit vier Siegen bei den hessischen Meisterschaften gehörte er zu den erfolgreichsten Athleten des Hessischen Leichtathletik-Verbandes, aber er konnte seinen Traum vom zweifachen deutschen Schülermeister im Kugelstoßen und Diskuswerfen nicht erfüllen, weil die deutschen U16-Meisterschaften wegen der Corona-Pandemie gestrichen wurden.

Bereits im Juni konnte Luis bei der ersten wettkampfspezifischen Sichtungs- und Fördermaßnahme in Sachsen den Bundestrainer überzeugen, wo neben der Bewertung der Wettkampfleistung auch komplexe Parameter wie Wettkampfverhalten und mentale Eigenschaften als Aufnahmekriterien zur Anwendung kamen.

Umstellung auf Drehstoßtechnik

Seit einigen Wochen nimmt die Zahl der Corona-Infektionen wieder kontinuierlich zu. Diese Entwicklung machen Vivian Groppe, Luis André und Trainer Wagner nachdenklich. Sie denken positiv und hoffen, dass sie gut und sicher durch das Wintertraining kommen und im Jahr 2021 wieder starten können. Der 15-Jährige, der altersbedingt im kommenden Jahr in die U18-Klasse aufrückt, wo die Jahrgänge 2004 und 2005 zusammengefasst werden, wird in den Wintermonaten mit Trainer Wagner das Kugelstoßen auf die Drehstoßtechnik umstellen. Es wird einige Zeit dauern, bis sich seine Bewegungen automatisiert haben, aber dann dürfte Luis wieder ganz oben mitmischen.

Drei Trainings pro Woche

„Ich bin sicher, dass sich Vivian und Luis sportlich weiter entwickeln und 2021 in einer ‚Late Season‘ mit zahlreichen Meetings und Meisterschaften wieder für Erfolge auf Landes- und Bundesebene sorgen werden“, sagte Wagner, der das Traineramt und die sportliche Leitung der Melsunger Leichtathleten aus gesundheitlichen Gründen abgab und nur noch dreimal in der Woche mit Vivian und Luis trainieren wird.

(ajw)



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