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Klimawandel bleibt Herausforderung

Welche Auswirkungen der Klimawandel auf den Wald hat, erfuhren die 15 Teilnehmenden von SCHULEWIRTSCHAFT Schwalm-Eder bei einer Exkursion ins Forstamt Jesberg. Organisiert hatte sie die Arbeitskreissprecherin Rosie Hetzler-Roggatz (2.v.li.). Foto: SW Schwalm-Eder

Jesberg. Am Waldrand bei Densberg trafen sich unter organisatorischer Leitung der Arbeitskreissprecherin Rosie Hetzler-Roggatz insgesamt 15 Mitglieder von SCHULEWIRTSCHAFT Schwalm-Eder, um sich über Prinzipien nachhaltiger Forstwirtschaft zu informieren.

Ausbildung für klassische Förster

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Hieronymus Pauli, im Forstamt Jesberg zuständig für Naturschutz und Waldpädagogik, die verschiedenen Berufsbilder und Werdegänge im Forst vor. Grundsätzlich zu unterscheiden sind die Laufbahnen im höheren und gehobenen Dienst. Der „klassische“ Förster hat einen Bachelor/Diplom-Abschluss in Forstwirtschaft (FH) und einen Vorbereitungsdienst für den gehobenen Forstdienst absolviert. Außerdem gibt es Forstwissenschaften als Bachelor-/Master Abschluss mit anschließendem Referendariat zur Befähigung im höheren Dienst für leitende Positionen. Zusätzlich gibt es den dreijährigen Ausbildungsberuf zum Forstwirt.

Prinzip nachhaltiger Forstwirtschaft

Im zweiten Teil der Exkursion brachte Pauli den Teilnehmenden die Prinzipien nachhaltiger Forstwirtschaft näher, die zunächst spielerisch an einem Modell ausprobiert werden konnten. Danach durfte jeder selbst in die Rolle eines Försters schlüpfen und waldbauliche Entscheidungen treffen, die im Anschluss mit dem Förster in der Gruppe diskutiert wurden. „Das Prinzip nachhaltiger Forstwirtschaft ist, dass nur so viel an Holz entnommen wird, wie im Wald im gleichen Zeitraum auch wieder nachwächst“, erklärt Förster Pauli.

Förster Pauli (li.) demonstrierte das Experiment „trinken wie ein Baum“. Foto: SW Schwalm-Eder

Mischwälder mit vielen Arten

„Der Wald hat neben der Holznutzung natürlich noch viele andere wichtige Funktionen“, erläutert Hieronymus Pauli und geht dabei auf Aspekte wie Natur- und Klimaschutz und Erholung ein. „Der Klimawandel stellt uns dabei vor eine große Herausforderung“. Wie Waldbäume mit der Trockenheit und sinkenden Grundwasserspiegeln zurechtkommen, konnten die Teilnehmenden selbst erfahren, als es galt, Apfelsaft durch einen überlangen Strohhalm zu trinken. „Die Baumartenzusammensetzung in unseren Wäldern wird sich ändern“, sagt Pauli. „Wir können dem Klimawandel nur begegnen, wenn wir auf stabile Mischwälder mit möglichst vielen Arten setzen.“

Rosie Hetzler-Roggatz bedankte sich abschließend für die gelungende und aufschlussreiche Exkursion und betonte: „Es bleibt zu hoffen, dass sich unsere heimischen Arten besser anpassen lernen und wir alle unseren Beitrag für einen gelebten Umweltschutz leisten.“

Der Übergang in die Berufswelt

SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen existiert seit 1959 und besteht aus sechs regionalen Arbeitskreisen, die ehrenamtlich von Pädagogen geleitet werden. SCHULEWIRTSCHAFT bringt Schulen und Unternehmen zusammen, damit Jugendlichen der Übergang in die Berufswelt und Unternehmen die Nachwuchssicherung gelingt. Organisatorisch ist SCHULEWIRTSCHAFT beim „Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen” sowie der „Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V. (VhU)” angesiedelt. Die hauptamtliche Geschäftsführung wird von der Pressestelle der Arbeitgeberverbände in Kassel wahrgenommen.

(red)



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