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Groppe und Böttcher mit Medaillenchancen

Trainer Alwin Wagner mit Vivian Groppe (li.) und Ella Gleim. Foto: nh

Frankfurt. Vorschauen auf Leichtathletik-Veranstaltungen ähneln manchmal dem berühmten Lesen im Kaffeesatz. Man übt sich im Vorausblicken und wandelt in einer vermischten Grauzone aus Unsicherheit und Unwissenheit.

Die Hälfte der Schnellsten kommt aus Hessen

Wer wird starten? Wer ist fit? Gibt es durch Corona noch Absagen? Fragen über Fragen, die sich manchmal erst kurzfristig klären lassen. Nachdem vor einer Woche bei den hessischen Hallen-Meisterschaften der Männer, Frauen und U18 im Sportzentrum Frankfurt-Kalbach die ersten Titel der neuen Saison vergeben wurden, ermitteln am Wochenende die Jugendlichen der U20 ihre hessischen Hallenmeister.

Gute Leistungen verspricht das 60m-Finale der weiblichen Jugend, denn mit Holly Okuku (Baunatal, 3. mit 7,63), Josephine Otto (Wiesbaden, 7. mit 7,65), Vivian Groppe (Melsungen, 8. mit 7,68), Mira Baus (Schlüchtern, 9. mit 7,69), Sila Sönmezciecek (Viernheim, 11. mit 7,70) und Carolin Schlung (BSA, 12. mit 7,70) stellt der Hessische Leichtathletik-Verband fünfzig Prozent der aktuell zwölf schnellsten U20-Sprinterinnen in Deutschland.

Vivian Groppe und Holly Okuku. Foto: nh

Größter Trumpf im Ärmel

Obwohl diese Athletinnen nur 0,07 Sekunden voneinander getrennt sind, scheint sich alles auf einen Zweikampf Okuku gegen Otto zuzuspitzen. Aufgrund ihrer läuferischen Fähigkeiten und ihres starken Finishs hat die Jugendliche aus Baunatal den größten Trumpf im Ärmel. Aber Josephine Otto, die ihr vor einer Woche einen großen Kampf lieferte und 59 Meter in Führung lag, kann bei der Titelvergabe auch ein Wort mitreden. Schließlich steht die weltbeste U16-Weitspringerin des Jahres 2020 mit 7,65 Sekunden in der Meldeliste.

Carolin Schlung, die mit 7,52 Sekunden das 30-köpfige Teilnehmerfeld anführt und Mira Baus (Schlüchtern), die in Frankfurt mit 7,70 und 7,69 Sekunden zwei konstante Zeiten ablieferte, laufen ebenfalls um die Medaillen.

Die weitere Finalteilnahme ist völlig offen. Sila Sönmezcicek, die Anfang Januar in Frankfurt mit 7,70 vor Vivian Groppe (7,79) gewinnen konnte, verfehlte am letzten Wochenende das 60 m-Finale der Frauen, in dem die MT-Sprinterin mit 7,73 Sekunden Rang fünf belegte.

Ella Gleim seit zwei Wochen wieder dabei

Gespannt darf man auch auf Hawa Jalloh (Wiesbaden) sein, deren 60 m-Bestzeit bei 7,65 Sekunden steht. Auch Melina Höfer (Gelnhausen) und Amelie Wachsmuth (BSA) machen sich Hoffnungen auf einen Finalplatz. Für Ella Gleim, die zweite Melsunger Sprinterin, die sich vor zwei Wochen der Sprintgruppe von Alwin Wagner angeschlossen hat und nach 16 Monaten wieder einen Wettkampf bestreitet, sollte eine Zeit um 8,40 Sekunden im Bereich des Möglichen liegen.

Okuku klare 200 m-Favoritin

Über 200 Meter steht die Siegerin bereits fest. Es sei denn, Holly Okuku, die innerhalb einer Woche zweimal die Top-Zeit von 24,37 lief, verletzt sich. Die 15-Jährige, von den Fachleuten bereits als Ausnahmeläuferin beschrieben, steht mit ihrer brillanten Zeit, die sie noch nicht ausgereizt hat, allein auf weiter Flur.

Groppe trainiert ohne Spikes

Nur suboptimale Trainingsbedingungen hat zurzeit Vivian Groppe, da die Witterungsverhältnisse ein Schnelligkeitstraining im Melsunger Stadion nicht zulassen und in der Stadtsporthalle nur kurze Läufe ohne Spikes möglich sind.

Dennoch zeigt sie von Woche zu Woche eine aufsteigende Tendenz und sicherte sich letztes Wochenende mit 25,35 Sekunden über 200 Meter die Silbermedaille bei den Frauen. Wenn sie diese Zeit wiederholt, könnte es für eine Medaille reichen, doch sind der amtierenden deutschen U18-Meisterin Carolin Schlung und Nele Kühn (Frankfurt) dicht auf den Fersen. Die Geschwister-Scholl-Schülerin darf auch Mira Baus, Melina Höfer und Lena Sonnabend (Lorsch) nicht außer Acht lassen.

Maybritt Böttcher auf der Stadionbahn. Foto: nh

Gelingt erneut die Überraschung?

Maybritt Böttcher (MT) erschreckte vor einer Woche bei den hessischen Hallenmeisterschaften im 3000 m-Lauf der Frauen Sara Kiefer (Eintracht Frankfurt), die dem Bundes-Nachwuchskader NK1 angehört. Das Melsunger Langstrecken-Ass überholte die DLV-Kaderathletin auf den letzten 200 Metern und nahm ihr in der letzten Runde über fünf Sekunden ab.

Mit ihrem begeisternden Schlussspurt hätte Maybritt fast noch Lena Müller (10:38,38 min.) eingeholt, aber die Ausdauerspezialistin aus Melbach rettete sich mit 0,08 Sekunden Vorsprung als Dritte über die Ziellinie.

In Hanau scheint Maybritt gegen Carolina Schäfer (Schwalbach), gemeldet mit 10:16 und Maja Severloh (Hanau-Rodenbauch, 10:20 Min) chancenlos zu sein. Dennoch möchte die Landesmeisterin im 10 km-Straßenlauf der U18 ihre Zeit von Frankfurt bestätigen und den HLV-Landestrainer weiter auf ihr Talent aufmerksam machen.

Gut besetztes Staffelfeld

Zum ersten Mal tritt in einem Staffelwettbewerb die Startgemeinschaft Melsungen-Baunatal an. Nachdem es im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie nicht klappte, möchten es die Sportlerinnen in der Halle über 4 x 200 Meter versuchen. Auch ohne Wechseltraining wäre es keine Überraschung, wenn das Quartett mit Holly Ókuku, Vivan Groppe, Masha-Sol Gelitz und Ella Gleim vorne mitmischen würde.

Allerdings sind auch die Staffeln der Eintracht Frankfurt, LG Odenwald, LG Wettenberg, der LG Reinhardswald und der StG Frankenberg-Korbach gut besetzt. Sollte dieser Test mit einer Zeit unter 1:44 Minuten gelingen, wäre ein Start bei den deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen nicht ausgeschlossen.

(ajw)



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