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DHB-Pokal: MT will Lemgo bezwingen

Die MT Melsungen muss im Viertelfinalspiel im DHB-Pokal am Sonntag gegen den TBV Lemgo Lippe bestehen (06.03.2022, ab 18:30 Uhr). Julius Kühn ist einer der Hoffnungsträger. Foto: Alibek Käsler

Lemgo. Während mit Erlangen, Magdeburg und Kiel bereits drei der vier Teilnehmer am REWE Final4 feststehen, dürfen sich sowohl die MT Melsungen als auch der TBV Lemgo Lippe noch Teilnahme-Chancen ausrechnen.

Nachholspiel wegen Corona

Am Sonntag, also mit genau vierwöchiger Verspätung, ist es nun endlich soweit: In der Lemgoer Phoenix Contact Arena steigt um 18:30 Uhr das Viertelfinale im DHB-Pokal 2022. Und das weckt Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams in diesem Wettbewerb. Der TBV bietet einen Livestream an, da TV-Sender Sky nicht überträgt.

Die Nordhessen hatten vor vier Wochen um die Spielverlegung gebeten, weil sechs Akteure aus dem Lizenzkader an Corona erkrankt waren. Die HBL hatte nach der Europameisterschaft, die von unzähligen Coronafällen überschattet war und bei der allein bei der MT von den acht EM-Teilnehmern sieben erkrankt waren, eigens eine entsprechende Regelung zur Verlegung von Spielen in solchen Notsituationen getroffen.

Chance auf Viertelfinal-Revanche

Nun kommt es für die MT Melsungen und den TBV Lemgo Lippe zur Neuauflage des Pokalendspiels der Saison 2019/20, das coronabedingt am 4. Juni 2021 ausgetragen wurde. Damals unterlagen die Nordhessen in der Hamburger Barclay Card Arena den Lipperländern mit 24:28. Nun also gibt es für sie die Gelegenheit, im Viertelfinale Revanche zu nehmen.

„Diese Gelegenheit ist zweifellos ein zusätzlicher Anreiz“, meint Axel Geerken augenzwinkernd. „Aber“, so der MT-Vorstand weiter: „Lemgo, noch dazu in einem Auswärtsspiel, ist natürlich eine echte Herausforderung. Wobei wir uns allerdings eine reelle Chance ausrechnen. Schließlich konnte uns Lemgo in den beiden seit dem Pokalfinale ausgetragenen Ligaspielen nicht mehr schlagen.“ Womit er Recht hat. Denn die Rotweißen gewannen am drittletzten Spieltag der vergangenen Saison in Lemgo mit 30:28 und holten im September, zum Auftakt der aktuellen Saison, an gleicher Stelle ein 26:26-Remis.

Zurück ins internationale Geschäft

Julius Kühn blickt auf das bevorstehende Duell: „Wir haben beim Pokalspiel in Lemgo etwas gutzumachen. Das Zeug dazu und vor allem die Motivation haben wir. Ganz klar, wir wollen wieder zum Final 4 nach Hamburg. Es wäre super, wenn wir es schaffen würden, um den Pokal mitzuspielen. Und natürlich wollen wir zurück ins internationale Geschäft. Es kann doch nicht unser Anspruch in Melsungen sein, Jahr für Jahr auf Rang fünf oder sechs zu spekulieren und darauf zu hoffen, dass das für Europa reicht. Dafür muss aber jeder Einzelne noch etwas mehr machen“, sagte der MT-Nationalspieler im Interview mit der HandballWoche.

Rotweiße auf einem guten Weg

Die MT Melsungen, derzeit Tabellensechster, holte aus ihren letzten fünf Bundesligaspielen gegen Berlin, Balingen, Minden, Leipzig und Hamburg neun Punkte, gab lediglich in der vergangenen Woche einen Zähler gegen die Sachsen ab. Die Rotweißen sind also zweifellos unter Roberto Garcia Parrondo auf einem guten Weg, die langersehnte Stabilität zu erlangen.

Auffällig dabei: Das Team lässt sich auch durch schwächere Phasen im Laufe eines Spiels nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen, sondern behält die Köpfe oben und vertraut auf seine gewonnene Stärke. So sieht der MT-Coach auch den 26:22 (14:9)-Heimsieg am Donnerstag gegen die Hanseaten, in dem er mit Finn Lemke, Domagoj Pavlovic und Kai Häfner gleich auf drei Leistungsträger verzichten musste: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Dass es dann in der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so gut lief und uns Fehler unterlaufen sind, ist angesichts dieses Gegners nicht unnormal. Wichtig ist, dass wir uns mit diesem Sieg weiteres Selbstvertrauen für den Pokal in Lemgo geholt haben.“

Kräfteverschleiß macht sich bemerkbar

Der TBV Lemgo Lippe ist in dieser Saison in drei Wettbewerben vertreten, hatte in seinen letzten fünf Pflichteinsätzen nur ein echtes Erfolgserlebnis: Am Donnerstag rangen die Lipperländer mit einer „unglaublichen Willensleistung“, so Trainer Florian Kehrmann, die gastgebende TSV Hannover Burgdorf mit 31:27 (18:15) nieder. In der HBL-Tabelle markieren die Blauweißen mit dem derzeitigen neunten Platz genau die Mitte. In der EHF Handball League rangiert Lemgo in der Gruppe B vor dem letzten Spieltag der Gruppenphase auf Platz vier, der zum Weiterkommen in die Runde der letzten 16 Mannschaften reicht.

Dennoch scheint sich hier ein Kräfteverschleiß bemerkbar zu machen. Gegen den Gruppenletzten, die Cocks aus Finnland, reichte es zuletzt nur zu einem Remis, ebenso zuvor im Heimspiel gegen den Dritten, das französische Team HBC Nantes.

Nordhessen haben dazugelernt

Doch wie gerade die MT Melsungen aus eigener Erfahrung weiß: Der TBV Lemgo Lippe ist ein hochgefährlicher Gegner, kann sich in besonderen Spielen auch besonders motivieren. So wie am 4. Juni vorigen Jahres im REWE Final4. Seitdem haben die Nordhessen ganz sicher dazugelernt, agieren abgeklärter und haben den besonderen Anreiz Revanche zu nehmen auf ihrer Seite. Es wird spannend am Sonntagabend in der Phoenix Contact Arena.

Schiedsrichterinnen:
Tanja Kuttler (Meckenbeuren) / Maike Merz (Oberteuringen); DHB-Spielaufsicht: Kay Holm

Berichterstattung:
Livestream auf dem You Tube Kanal des TBV Lemgo Lippe

Zuschauersituation:
Die Phoenix Contact Arena darf bis zu 60 Prozent der Kapazität nutzen, was rund 3.000 Plätzen entspricht. Es sind noch Karten online buchbar (Stand Fr., 4. März) unter www.ticketmaster.de. Es gilt die 3-G-Regelung.

Bisherige Vergleiche MT Melsungen – TBV Lemgo Lippe:
32 HBL-Spiele, davon 15 Siege MT, 14 Siege TBV, 1 Remis
1 DHB-Spiel, 1 Sieg TBV (28:24 im REWE Final4 am 04.06.21)

Die letzten Begegnungen:
08.09.21, HBL, TBV Lemgo Lippe – MT Melsungen 26 : 26
20.06.21, HBL, TBV Lemgo Lippe – MT Melsungen 28 : 30

Nächster DHB-Termin:
REWE Final4 2022: 23./24. April 2022, Barclay Arena Hamburg

(red)



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