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Dezimierte MT unterliegt Favoriten

Das Heimspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt ging trotz einiger sehenswerter Aktionen von Julius Kühn verloren. Foto: Alibek Käsler

Kassel. Die Ausfälle von Elvar Örn Jönsson, Domagoj Pavlovic, Finn Lemke und André Gomes wogen schwer. Und sie waren am Sonntag gegen einen starken Gegner nicht zu kompensieren.

Dritte Pflichtspielniederlage in Folge

26:32 (12:18) unterlag die dezimierte MT Melsungen nach einem kapitalen Fehlstart der SG Flensburg/Handewitt vor 3323 Zuschauern (Saisonrekord) in der Kasseler Rothenbach-Halle und quittierte gegen den Ex-Champion trotz großen Kampfgeists die dritte Pflichtspiel-Niederlage in Folge.

Früh nach hinten abgefallen

Aufgrund der hochkarätigen Ausfälle war Trainer Roberto Parrondo zum Improvisieren gezwungen. Als erste Wahl im zentralen Rückraum gab prompt Paul Kompenhans sein Startsechsdebüt. Eine Viertelstunde lang ackerte der 19-Jährige, hatte Pech mit einem Dreher, der knapp das Ziel verfehlte. Doch die MT kam nicht auf Touren, sondern lag früh mit 2:7 (9.) hinten, als die Norddeutschen fast jeden Wurf im Kasten unterbrachten. Dann aber steigerte sich auch Silvio Heinevetter hinter einer nun kompakteren Abwehr, und allmählich trotzte die MT dem Favoriten. Als Kai Häfner mit seinem zweiten von schließlich sechs Treffern erfolgreich war zum 6:8 (14.), waren die Hausherren dran.

SG zieht davon, MT bleibt dran

Doch die Flensburger zehrten bis zum Ende von ihrem Blitzstart. Auch wenn im Rückraum der MT neben Häfner nun der gelernte Außen Yves Kunkel im Wechselspiel mit Kühn sehr couragiert die Fäden zog. Bis zu Häfners 11:14 (25.) blieb Melsungen in Reichweite, dann aber zog die SG auf 12:18 davon.

„Man kann verlieren, aber man muss 100 Prozent gegeben haben. Das dürfen die Fans von uns erwarten“, hatte Trainer Roberto Parrondo von seinen Mannen gefordert. Und tatsächlich stemmten sich die Hausherren vehement gegen die drohende Niederlage. Nach der Pause versuchten sie es mit Nebojsa Sonic im Tor und Kunkel als vorgezogenem Deckungsspieler.

Zwar zog die SG beim 23:15 (37.) auf acht Tore davon, doch mit einem 5:1-Lauf verkürzte die MT auf 20:24 (45.) und blieb fortan dran. Immer wieder getragen von den überragenden Häfner (6 Tore) und Julius Kühn, der nicht nur neun Buden „machte“, sondern auch als Anspieler und Abwehr vollends überzeugte. Die SG drückte bis zum Ende aufs Tempo, doch hätten die Melsunger nicht noch zu viele freie Würfe ausgelassen, es wäre auch ohne Vier ein etwas besseres Abschneiden möglich gewesen.

Stimmen zum Spiel

Maik Machulla: „Ich bin sehr zufrieden und glücklich über diese hart erkämpften Punkte. Obwohl die MT dezimiert war, kann sie jeden Gegner schlagen, wenn sie ihre Klasse auf die Platte bringt. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Vorsätze gut umgesetzt, waren aggressiv in der Abwehr und kreativ, effektiv im Angriff. Nach der Pause haben wir es unnötig spannend gemacht, weil wir bei Manndeckung gegen Gottfridsson die Freiräume nicht genutzt haben.“

Roberto Parrondo: „Die SG hat verdient gewonnen. Unser schlechter, zögerlicher Start hat mir natürlich überhaupt nicht gefallen. Aber danach haben die Jungs alles gegeben, was sie kämpferisch haben. Einige mussten ja sogar durchspielen. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf, sondern habe ihr Mut zugesprochen für die nächsten Aufgaben. Jetzt kommen Spiele, in denen wir punkten sollten.“

MT Melsungen – SG Flensburg/Handewitt 26:32 (12:18)

○ MT Melsungen: Heinevetter (5 Paraden / 18 Gegentore), ab 31. Simic (4 P. / 13 G.); Maric, Kühn 9, Kompenhans, Reichmann 3/3, Kunkel 1, Arnarsson 4, Allendorf, Kalarash 1, Häfner 6, Petersson, Fuchs, Kastening 2 – Trainer Roberto Garcia Parrondo.

○ SG Flensburg-Handewitt: Buric (10 Paraden / 21 Gegentore), ab 51. Möller (3 P. / 4 G.); Golla 5, Hald Jensen 2, Svan 2, Wanne 5/2, Steinhauser, Mensah Larsen 3, Sögard 6, Gottfridsson 4, Jacobsen, Mensing, Einarsson 5, Lindskog – Trainer Maik Machulla.

○ Schiedsrichter: Nils Blümel (Berlin) / Jörg Loppaschewski (Berlin)

○ Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Petersson 21:22; Häfner 46:20 – Gottfridsson 28:46, Hald 46:20)

○ Strafwürfe: 3/3 – 2/4 (Wanne trifft die Latte 42:36 Min. und scheitert an Simic 54:36 Min.)

○ Zuschauer: 3.323 in der Rothenbach-Halle, Kassel

Die nächsten Spiele:

• So., 03.04.22, 16:05 Uhr, TuS N-Lübbecke – MT Melsungen, Merkur Arena Lübbecke
• Do., 07.04.22, 19:05, MT Melsungen – Frisch Auf! Göppingen, Rothenbach-Halle Kassel

(red)



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