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André & Groppe im Meisterschaftskampf

Unter Leistungsdruck: Luis André sollte im Kugelstoßen bei den Jugendmeisterschaften wenigstens eine Silbermedaille holen. Foto: nh

Ulm. Während die weltbesten Leichtathleten vom 15. bis 24. Juli bei der WM in Eugene (USA) um Gold, Silber und Bronze kämpfen, ermitteln die besten Jugendlichen Deutschlands am Wochenende in Ulm ihre nationalen Meister.

Leistungssteigerungen und Überraschungen

Nach der Leistungsflut bei der U20-Gala in Mannheim und den imponierenden Leistungen bei der U18-EM in Israel wird es auch in der Donaustadt Leistungssteigerungen und Überraschungen geben, aber auch Enttäuschungen werden nicht ausbleiben. Ulm ist gleichzeitig die letzte Möglichkeit, sich für die U20-WM in Kolumbien zu qualifizieren, denn nur einen Tag nach diesen Titelkämpfen gibt der DLV sein WM-Team für Cali bekannt.

Melsungens sportliche Botschafter

Mit Vivian Groppe und Luis André starten in der Stadt mit dem höchsten Kirchturm der Welt zwei 17-jährige MT-Talente, die mit ihren Leistungen und Erfolgen in den vergangenen Jahren immer wieder für positive Schlagzeilen sorgten und als sportliche Botschafter der Stadt Melsungen begeisterten.

Vivian Groppe muss nun in der Altersklasse U20 antreten. Foto: nh

Vivian muss dieses Jahr altersbedingt in der U20 starten. Im Vorjahr holte sie in Rostock souverän über 200 Meter den nationalen U18-Titel vor Holly Okuku (Baunatal), die sich vorige Woche bei der U18-EM mit 24,03 Sekunden die Silbermedaille sicherte.

Enorm hohes Sprintniveau

Nachdem hochsommerlichen Temperaturen für Samstag vorhergesagt wurden, wird es an diesem Tag auch über 100 Meter der WU20 heiß hergehen, denn das Sprintniveau ist in diesem Jahr enorm hoch. 36 Jugendliche gaben für die 100m-Entscheidung ihre Meldung ab. Viola John (München, 11,57), Sina Kammerschmitt (Worms, 11,58) und der 200m-Spezialistin Marlene Körner (Halle, 11,60) sollten den Kampf um die Medaillen unter sich ausmachen. Mit Nele Jaworski (Wolfsburg, 11,63) und Rosina Schneider (Sulz, 11,66) folgen zwei weitere Jugendliche mit Zeiten unter 11,70.

Für die übrige Elite der DLV-Sprinterinnen wird es kaum möglich sein, einen der ersten fünf Plätze zu belegen. Am ehesten traut man es den startschnellen Laura Mier (Potsdam, 11,73) und Carolin Schlung (Bad Sooden-Allendorf, 11,76) zu, die in Mannheim mit Bestzeiten überzeugten und in der Meldeliste die Plätze sechs und sieben einnehmen. Nimmt man diese exzellenten Zeiten als Vorlage, so scheint nur noch ein Platz für das Finale frei zu sein. Erste Anwärterin auf den achten Finalplatz könnte Vivian Groppe zu sein, die am 11. Juni in Wetzlar exakt die WM-Norm von 11,80 Sekunden erfüllte. Aber auch Allegra Hildebrand (Leverkusen, 11,89) und Michelle Rädler (Leipzig, 11,91) haben gute Chancen, sich für das 100m-Finale am Samstagabend um 17.30 Uhr zu qualifizieren.

Top-Anwärterinnen auf Medaillen

Am Sonntag haben für die doppelt so lange Strecke 29 Athletinnen gemeldet. Alles andere als ein Sieg von Marlene Körner (Halle) wäre eine Überraschung, denn ihre derzeitige Position ist zu sehr gefestigt. Bei der Junioren-Gala lief sie die 200 Meter in glänzenden 23,48 Sekunden und blieb damit fast eine halbe Sekunde unter der WM-Norm. Mit der Silbermedaille liebäugelt Nele Jaworski, die in diesem Jahr stark nach vorn gekommen ist. Die Sprinterin aus Wolfsburg überzeugte in Berlin im Halbfinale bei den deutschen Meisterschaften der Frauen, als sie sich mit 23,79 für das Finale qualifizierte dort mit 23,89 Sekunden Rang sechs belegte. Auch Viola John blieb mit 23,90 Sekunden unter der WM-Norm und sollte sich Bronze sichern. Unter der „Schallgrenze“ von 24 Sekunden möchten auch die beiden Hamburgerinnen Line Schröder (24,03) und Vanessa Baldé (24,07) bleiben.

Startschuss am Sonntagnachmittag

Dass in diesem Jahr über 200 Meter Fortschritte erkennbar sind, zeigt der Leistungsvergleich mit dem U20-Finale des Vorjahres. Damals setzte sich Lara Noelle Steinbrecher (Magdeburg, 24,11) vor Sabrina Hafner (Regensburg, 24,23) und Marlene Körner (24,35) durch. In Ulm ist ein weiterer Aufschwung zu erwarten, so dass man bereits im Vorlauf Zeiten unter 24,50 Sekunden laufen muss, um das Finale zu erreichen. Cora Kunze (Dresden), im Vorjahr mit 24,54 Sekunden hinter Vivian Groppe (24,12), Holly Okuku (24,40) und Annika Just (Passau, 24,47) auf Rang vier, hat mit ihren 24,42 Sekunden die besten Aussichten. Dahinter folgen mit Marie Dehning (Leverkusen) und Hannah Fleischmann (München) sowie Carolin Schlung und Vivian Groppe weitere Anwärterinnen für das Finale, das am Sonntagnachmittag um 16.30 Uhr gestartet wird.

André muss mindestens Silber holen

Im Kugelstoßen der U18 heißt der große Favorit Georg Harpf, dessen Bestleistung bei 20,66 m steht. Der Ingostädter, der für München startet, sicherte sich bei der EM in Jerusalem mit 20,16 Meter die Silbermedaille und lag fast dreieinhalb Meter vor Luis André, der in der größten Stadt Israels einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Der MT-Athlet erfüllte sich einen Traum, als er sich mit 18,76 m für die EM qualifizierte. Aber bei seinem ersten Wettkampf im Nationaltrikot blieb er mit 16,80 m weit hinter den Erwartungen zurück.

„Alles andere als Silber hinter Georg Harpf wäre eine weitere Enttäuschung“ betonte Alwin Wagner und wies darauf hin, dass Luis eine gute Ausgangsposition besitzt. „G. Harpf ist zu weit weg und seine Verfolger Theodor Eltz (Halle, 17,21 m), Maxi Neukirchen (Dormagen, 17,19 m) und Kelson De Carvalho (Steinlach-Zollern, 17,00 m) liegen mehr als anderthalb Meter hinter ihm zurück.“

Diskus-Werfertag verspricht Spannung

Acht Stunden später fällt die Entscheidung im Diskuswerfen. Wenn es gut läuft, kann sich Luis die zweite DM-Medaille abholen, da die beiden Favoriten William Wolzenburg (Georgsheil, 58,03 m) und Ole Mehlberg (Neubrandenburg, 56,42 m) nicht stabil solche Weiten werfen können. Bei ihrem enttäuschenden EM-Auftritt schieden beide mit 52m-Weiten bereits in der Qualifikation aus. Vielleicht ist Kelson de Carvalho der lachende Dritte, denn er schob sich bei einem Meeting in Walldorf mit 57,14 Meter zwischen die beiden Favoriten. Auf Rang vier folgt Luis mit 55,34 Meter. Wenn ihm seine Nerven keinen Streich spielen und er sauber in die Wurfauslage kommt, kann er im Kampf um die Medaillen mit eingreifen. Aber auch Louis Jäkel (Spremberg, 54,07 m), Jerome Schwager (Rheinzabern, 52,97 m) und der Winterwurfmeister Georg Harpf (51,89 m) möchten bei der Siegerehrung auf dem Treppchen stehen. Ein spannender Wettkampf ist zu erwarten.

(ajw)



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