Landkreis zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen

Gudensberg. Jedes Jahr am 25. November wird weltweit der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen, so auch im Schwalm-Eder-Kreis. Die Botschaft bleibt, der Veranstaltungsort wechselt. Dieses Jahr ist die Feierstunde mit Hissen der Fahne „frei leben“ von terre des femmes um 14 Uhr vor dem Gudensberger Rathaus.
Es gibt einige Grußworte, unter anderen wird eine Ukrainerin über die Situation in ihrer Heimat sprechen. Der Aktionstag steht unter dem Motto „#StellDichNichtSoAn – steh auf gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen“.
Höchstes Risiko zu Hause
Veranstaltet wird die Aktion vom kreisweiten Büro für Frauen und Chancengleichheit, in Kooperation mit den Kommunen sowie zahlreichen Frauenorganisationen im Kreis wie dem Frauennetzwerk, dem Frauenhaus, der Gleichstellungskommission, den Landfrauen und weiteren Organisationen. Interessierte Menschen sind herzlich willkommen.
„Im eigenen Heim leben Frauen am gefährlichsten“, so Bärbel Spohr, Frauenbeauftragte des Schwalm-Eder-Kreises. Häusliche Gewalt sei die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen: häufiger als Verkehrsunfälle und Krebs zusammengenommen.
„Für Frauen ist das Risiko, durch einen Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, weitaus höher, als von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind dabei völlig bedeutungslos“, führt Spohr weiter aus.
Tatort eigene Wohnung
Frauen seien in ihrem Zuhause aber nicht nur von Häuslicher Gewalt betroffen, sondern häufig auch von sexualisierter Gewalt. „Die eigene Wohnung ist damit der häufigste Tatort für Frauen, die sexualisierte Gewalt erleben“, so die Frauenbeauftragte weiter.
(red)



