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André jetzt bei 17,24 m im Kugelstoßen

„Bleibt Luis locker, kann er beim internationalen Werfertag am Samstag in Halle an die 18 m-Marke herankommen“, prognostiziert Andrés Trainer Christian Sperling. Foto: N.N. | Alwin Wagner

Neubrandenburg. Die besten Leistungen gab es beim Deutschen Wurf-Cup 2024 am 22. Mai im Diskuswerfen. Zunächst verbesserte sich die 18-jährige Curly Brown (Eintracht Frankfurt) auf beeindruckende 57,66 Meter, anschließend sorgte Clemens Prüfer (SC Potsdam) im Wettbewerb der Männer mit 69,09 Meter für den nächsten Paukenschlag.

Beeindruckende Weiten erzielt

Der 27-Jährige, der bereits vor zwei Wochen in Wiesbaden bei ungünstigen Windbedingungen mit 66,02 Metern ein Ausrufezeichen für seine DLV-Konkurrenten setzte, erreichte auf der Segelwiese in Neubrandenburg im letzten Durchgang nach zwei 66-Meter-Weiten beeindruckende 69,09 Meter.

Den zweiten Platz sicherte sich Hendrik Janssen (Magdeburg) mit 67,43 Meter. Während im Kugelstoßen der Frauen Jiayuan Son aus China mit 18,86 Metern glänzte, überzeugte der Vorjahres-Jugendliche Lukas Schober (SG Weißig) bei den Männern mit einer Weite von 18,94 Metern. In den Jugendklassen sicherten sich Shaun-Paul Fritzsche (Zwickau, 17,80 m) und Chantal Rimke (Jena, 15,69 m) den Sieg.

Erfolgreich in Schule und Sport

Bemerkenswert war auch die Leistung von Luis André (MT Melsungen), der seinen knapp drei Wochen alten Kreisrekord von 16,62 Metern gleich dreimal übertraf. Der 19-Jährige begann mit 16,05 Metern und steigerte sich im zweiten Durchgang auf 16,99 Meter, womit er 37 Zentimeter über seinem Rekord von den Kreismeisterschaften am 4. Mai in Felsberg blieb. Zusätzlich egalisierte er mit dieser Weite die zweitbeste U20-Leistung in Nordhessen, die bisher von Wolfgang Uckert (ACT Kassel) gehalten wurde.

Uckert hatte am 8. April 1961 auf der Kasseler Hessenkampfbahn die damals noch 6,25 kg schwere Eisenkugel 16,99 Meter weit gestoßen und wurde in der deutschen Bestenliste 1961 hinter Peter Kersting (Menden, 17,24 m), Günther Tidow (Wilhelmshaven, 17,14 m) und Heinz May (Schalke, 17,06 m) auf Rang vier geführt. Unmittelbar dahinter folgte der spätere sechsfache DLV- Diskuswurfmeister Hein-Direck Neu (Bad Kreuznach) mit 16,18 m.

Die Abstimmung von harmonischer Drehung und explosivem Abstoß muss Luis André technisch noch verbessern. Foto: N.N. | Alwin Wagner

Als frischgebackener Abiturient hatte Luis André in der Vorwoche seine beiden letzten Prüfungen mit Bravour absolviert und dabei 14 Punkte in Englisch und 15 Punkte in Geschichte erzielt. Er beförderte im dritten Durchgang die 6kg-Kugel auf 17,06 Meter und kam damit bei einem Freiluftwettkampf zum ersten Mal über die 17m-Marke. „Im Training ließ ich schon mehrfach die Kugel jenseits der 17m-Marke landen“, erklärte Luis, der nach zwei ungültigen Versuchen zum Abschluss noch eine Rakete zündete und sich auf 17,24 m verbesserte.

Locker bleiben, weiter stoßen

Trotz dieser guten Leistungen ist es ihm noch nicht gelungen, seine technischen Fehler abzustellen und aus einer runden, harmonischen Drehstoßbewegung explosiv abzustoßen. Aber sein Trainer Christian Sperling (Chemnitz), der auch für den DLV-Nachwuchs als Bundestrainer verantwortlich ist, zeigte sich mit der Leistung seines Schützlings zufrieden. „Bleibt Luis locker, kann er beim internationalen Werfertag am Samstag in Halle an die 18m-Marke herankommen“.

Mit drei 47m-Würfen, wobei der weiteste Wurf mit 47,94 Meter gemessen wurde, blieb Luis André auf der Segelwiese des Neubrandenburger Jahnstadions hinter den Erwartungen zurück. „Ich hatte mir eine 50m-Weite vorgenommen, aber ich traf kein einziges Mal den Diskus beim Abwurf. Ich hatte stets eine starke Rückenlage, weil ich zu viel wollte“, sagte der 19-Jährige selbstkritisch.

(ajw | red)



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