Startseite

Ihre Werbung hier!

SEK-News ist die unabhängige Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis. Täglich neu und kostenlos.

Erhalt ist besser als Neubau

Treysa. Derzeit präsentieren die Altenhilfe Treysa, das Evangelische Forum Schwalm-Eder und die LEADER-Region Schwalm-Aue gemeinsam die Ausstellung »Schön hier – Architektur auf dem Land«. Im Begleitprogramm wurde ein Fachvortrag angeboten mit dem Thema »energiesparend und schön – Bestandsgebäude zukunftsfähig sanieren«.

Sie werben für kostenlose unabhängige Energieberatung (v.li.): Pfarrer Dierk Glitzenhirn (Evang. Forum Schwalm-Eder), Regionalmanagerin Sonja Pauly (Leader-Region Schwalm-Aue) und Referent Dipl.-Ing. Jochen Steube. Foto: Ulrich Köster

Sie werben für kostenlose unabhängige Energieberatung (v.li.): Pfarrer Dierk Glitzenhirn (Evang. Forum Schwalm-Eder), Regionalmanagerin Sonja Pauly (Leader-Region Schwalm-Aue) und Referent Dipl.-Ing. Jochen Steube. Foto: Ulrich Köster

80 Prozent nicht sanierte Gebäude

Diplomingenieur Jochen Steube aus Malsfeld sprach vor 50 Personen im Treysaer RoSenhaus über seine Arbeit als Energieberater. Sonja Pauly, Geschäftsführerin der Leader-Region, wies darauf hin: „Bereits seit 2013 bietet die LEADER-Region Schwalm-Aue eine kostenlose unabhängige Erstberatung rund um Themen der energetischen Sanierung an Wohngebäuden an.“

„Energieberatung hat mal in Hessen angefangen“, eröffnete Steube seinem Vortrag, „mittlerweile gibt es deutschlandweit über 20.000 offiziell anerkannte Energieberater“, bezifferte er die Notwendigkeit. Statt mit Neubauten noch mehr Flächen zu versiegeln, sei Gebäudebestand mit entsprechender Sanierung zu erhalten, so Steube. 80 Prozent der älteren Gebäude seien in Hessen nicht saniert. „Zwei Fünftel des hessischen Endenergieverbrauchs entfallen auf die Gebäudeheizung – hier beträgt das Einsparpotenzial mindestens 50 Prozent“, machte er deutlich und verwies auf die guten Fördermöglichkeiten.

Wertsteigerung der Immobilie

Anhand von Beispielen zeigte der Ingenieur auf, wie man Bestandsgebäude energiesparend und schön sanieren kann. „Mit 16 Zentimetern Außenwand- und Dachdämmung, neuen Dreifach-Fenstern, einer zusätzlichen Dämmung der Kellerdecke, Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie einer Luft-Wasser Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser konnte die Energieeffizienz von einstmals Klasse H auf A verbessert werden“, machte er die Auswirkungen der Sanierung deutlich – gleichzeitig führe das zu einer Wertsteigerung der Immobilie.

„Bei der Dämmung der Gebäudehülle haben wir darauf geachtet, dass die neuen Fenster nicht zu tief in den etwas dickeren Wänden sitzen, sonst sehen sie aus wie Schießscharten“, hob der Architekt hervor, „zudem galt es vor allem bei älteren Objekten, den Charakter des Gebäudes zu erhalten“. Für den Laien seien die vielfältigen Fördertöpfe aber nicht leicht zu finden. „Kommen sie in unsere Beratungsstunde“, warb auch Sonja Pauly noch einmal für den niedrigschwelligen Einstieg. Die Beratungen finden in den sechs beteiligten Kommunen einmal pro Monat statt. Etliche Wortmeldungen zeigten, wie viele Menschen sich aktuell mit der Sanierung von Bestandsgebäuden beschäftigen.

»Alt und schön« am Mittwoch

Für kommenden Mittwoch, 25. Februar, steht um 18 Uhr erneut ein interessantes Thema auf dem Programm – diesmal spricht Architekt J. Michael Ruhl über »alt und schön – weshalb sich die Sanierung und der Ausbau von historischen Gebäuden lohnt«.

Ulrich Köster



Tags: , , , , , , , , , ,


Ähnliche Beiträge

Bisher keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

© 2006-2026 SEK-News • Powered by WordPress & Web, PR & Marketing• Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS)Kommentare (RSS)ImpressumDatenschutzAGB