Aufbruch und Krise – Mann trifft Reger
Homberg (Efze). Die LebensARTkonzerte laden am Freitag, 29. Mai, um 19 Uhr zu einer konzertanten Lesung unter dem Titel »Schwere Stunde« ins Glashaus, Welferoder Straße 23, ein. Im Mittelpunkt stehen Thomas Mann und Max Reger – zwei Künstler, die um 1905 ihren Weg zwischen Tradition und Aufbruch suchten.
1905 war ein Jahr des kulturellen Umbruchs: Der Fauvismus gewann an Kontur, der Expressionismus kündigte sich an, und viele Kunstschaffende fragten sich, wie sich das neue Jahrhundert entwickeln würde. In dieser spannungsgeladenen Zeit entstanden zwei Werke, die an diesem Abend miteinander in Beziehung gesetzt werden: Thomas Manns Erzählung »Schwere Stunde« und Max Regers Streichtrio a-Moll op. 77b.
Herausforderungen der neuen Epoche
Obwohl sich der Literaturnobelpreisträger und der eigenwillige Komponist vermutlich nie begegnet sind, verbindet sie die Suche nach Orientierung zwischen den großen Vorbildern der Weimarer und Wiener Klassik und den Herausforderungen einer neuen Epoche. Die Veranstaltung zeigt beide als nachdenkliche, ringende Künstler, die aus der Krise heraus ihren eigenen Weg fanden.
Für Einführung und Lesung sorgt Peter Will (Hofgeismar). Das Streichtrio mit Susanne Herrmann (Violine), Gottfried Elsas (Viola) und Berthold Mayrhofer (Kontrabass) bringt Regers Musik zum Klingen.
Am Ende steht eine Aussprache mit dem Publikum. Die Veranstaltung arbeitet mit einer sozialen Hutkasse.




