7. Todestag von RP Dr. Walter Lübcke

Dr. Walter Lübcke (*22.08.1953 – 02.06.2019). Erschossen im Garten seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha. Foto: © Gerald Schmidtkunz | SEK-News
Region. In der Nacht zum 2. Juni 2019 wurde Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke aus rechtsextremem Hass vor seinem Wohnhaus in Wolfhagen-Istha ermordet. Anlässlich des Gedenkens zum 7. Todestag Walter Lübckes erinnert Regierungspräsident Mark Weinmeister an seinen Vorgänger.
Taten wie diese verhindern
„Walter Lübcke und seine Haltung fehlen. Sein Verlust schmerzt das Regierungspräsidium Kassel, die Mitarbeitenden und mich persönlich bis heute tief“, sagt Weinmeister. „Am 2. Juni gedenken wir eines Menschen, der die Region NordOstHessen und seine Behörde mit Humor, Menschlichkeit und einem klaren moralischen Kompass geprägt hat. Er hat sich nie gescheut, klar Stellung zu beziehen, für Werte einzutreten und diese von anderen einzufordern. Für seine demokratischen Prinzipien hat Walter Lübcke mit dem Leben bezahlt. Staat und Gesellschaft müssen alles daransetzen, Taten wie diese zu verhindern.
Demokratiefeinde wittern Morgenluft
Auch sieben Jahre nach seinem Tod bleibt es deshalb an uns, Walter Lübckes Vermächtnis zu bewahren und fortzutragen: Den Respekt vor demokratischen Grundwerten, den Zusammenhalt in einer pluralen Gesellschaft und den Mut, Hass und Menschenfeindlichkeit zu trotzen. Dies vielleicht mehr denn je, denn in politisch und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie gerade jetzt wittern Demokratiefeinde Morgenluft und versuchen, die Grenzen des Sagbaren und des gesellschaftlich Akzeptablen zu verschieben. Treten wir dem als Demokratinnen und Demokraten entschlossen entgegen und zeigen wir gemeinsam Haltung – wie Walter Lübcke es uns vorgelebt hat.“



