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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Hochqualifizierte Frauen bleiben häufiger kinderlos

Hessen. Frauen mit einem hohen beruflichen oder allgemeinen Bildungsabschluss sind deutlich seltener Mütter als Frauen mit mittlerer oder geringer Bildung. Wie das Hessische Statistische Landesamt aus den Ergebnissen des Mikrozensus 2008 mitteilt, hatten 26 Prozent der Frauen mit hoher Bildung im Alter zwischen 40 bis unter 75Jahren keine leiblichen Kinder. In dieser Altersgruppe gilt die Familienplanung weitestgehend als abgeschlossen. Besonders häufig kinderlos waren Akademikerinnen mit einem Anteil von 28 Prozent.

Kinderlosigkeit bei Frauen mit hoher Bildung war somit deutlich höher als bei den Frauen mit mittlerer Bildung, bei denen mit 16 Prozent jede sechste kinderlos war, und nahezu dreimal so hoch wie bei den Frauen mit niedriger Bildung, bei denen mit neun Prozent weniger als jede zehnte keine leiblichen Kinder hatte.

Die Beobachtung, dass Frauen mit hoher Bildung häufiger kinderlos sind, trifft auf alle Altersgruppen zu: Sie gilt sowohl für Frauen mittleren und höheren Alters, deren Familienplanung weitestgehend abgeschlossen ist, als auch für Frauen jüngeren Alters, deren berufliche und familiäre Planungen sich noch entwickeln.

Der Bildungsstand steht nicht nur im Zusammenhang mit der Entscheidung für ein Kind, sondern wirkt sich auch auf den Zeitpunkt der ersten Geburt eines Kindes aus. Frauen mit einem niedrigen Bildungsabschluss und damit einer kürzeren Ausbildungszeit werden häufig bereits in jüngeren Jahren Mutter als höher qualifizierte Frauen mit einer längeren Ausbildung.

So hatten von den 30- bis 34-Jährigen vier von fünf Frauen mit geringerer Bildung bereits ein Kind zur Welt gebracht. Von den Frauen mit mittlerer Bildung waren in dieser Altersgruppe zwei von drei mindestens einmal Mutter. Von den Hochqualifizierten war lediglich gut jede dritte Mutter. Unter diesen Frauen steigt der Anteil der Mütter erst nach Vollendung des 35. Lebensjahres deutlich an, nämlich auf 63 Prozent bei den 35- bis unter 40-Jährigen, um dann schließlich bei den 40- bis unter 75-Jährigen die unterdurchschnittliche Quote von 74 Prozent zu erreichen.

Niedrige Bildung umfasst Personen mit einem Haupt- oder Realschulabschluss, dem Abschluss einer Polytechnischen Oberschule und solche ohne beruflichen Abschluss bzw. ohne Bildungsabschluss. Personen mit einer mittleren Bildung haben einen berufsqualifizierenden Abschluss und/oder das Abitur bzw. die Fachhochschulreife. Zu den Hochqualifizierten bzw. Personen mit einem hohen Bildungsstand zählen jene mit einem akademischen Abschluss sowie einem Meister-/Techniker- bzw. Fachschulabschluss.

Zu den Akademikerinnen zählen Frauen mit Abschluss an einer Hochschule, einer Fachhochschule und einer Verwaltungsfachhochschule sowie Frauen mit Promotion.



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