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Etappenziel kommt in Sichtweite

HSG Gensungen/Felsberg  gegen TV Groß-Umstadt am 26. September um 19:30 Uhr in der Kreissporthalle Gensungen

Felsberg-Gensungen. Drei Spiele, drei Siege. Die HSG Gensungen/Felsberg tritt in die eigenen Fußstapfen, die sie in der vergangenen Saison gelegt hat. Spätestens seit dem überzeugenden Sieg beim HSV Bad Blankenburg stehen die Handballer wieder auf den Favoritenzetteln der Strategen, die Spieltag für Spieltag die Lage sondieren. Von der makellosen Hinrunde des letzten Jahres sind sie noch meilenweit entfernt, aber das erste Etappenziel kommt in Sichtweite. „Bis zum Spiel gegen den SVH wollen wir auf jeden Fall ungeschlagen bleiben“, hatte nämlich Rechtsaußen Jan-Hendrik Walther sich selbst und seine Kameraden vor dem Ligastart in die Pflicht genommen.


Was Anfang September noch großspurig klang, dass ist in seiner Erfüllung jetzt gerade noch sechzig Spielminuten entfernt. Denn alle bisherigen Hürden wurden genommen. Nicht mühsam oder mit zitternden Knien, sondern in einer Manier, die Respekt abnötigt. Beide Auswärtspartien (Pohlheim und Bad Blankenburg) fanden bei relativ hoch eingeschätzten Teams statt und wurden mit jeweils mehr als zehn Treffern Differenz gewonnen. Gegen den starken Aufsteiger Apolda bewies die Mannschaft, dass sie auch kämpfen und beißen kann, wenn es spielerisch nicht wie gewünscht läuft. Und nun kommt mit dem TV Groß-Umstadt der nächste Brocken. Denn der Turnverein ist wie die HSG noch ohne Verlustpunkt. Allerdings bei einer Partie weniger, weil das letzte Heimspiel gegen die VTZ Saarpfalz dem alljährlich gefeierten „Umstädter Winzerfest“ in seiner 63. Ausgabe zum Opfer fiel, und auf Ende Oktober verlegt wurde.

Zieht man für eine Spielprognose Vergleiche zu Rate, spricht eigentlich alles für einen Heimsieg unserer Handballer. Beide Teams haben die Hürde Bad Blankenburg hinter sich. Groß-Umstadt tat sich beim knappen 25:24 allerdings wesentlich schwerer als unsere Jungs bei ihrem 35:24-Kantersieg vor Wochenfrist. Und in der vergangenen Saison ließ die HSG zweimal nichts anbrennen gegen den TV: 28:23 an der Bergstraße sowie 37:25 daheim in Nordhessen. Da ist man geneigt, die Walther’schen Wünsche verfrüht als wohl erfüllt abzuhaken. Zumal das Verletzungspech unsere Gäste in dieser Saison in erheblichem Maße heimgesucht hat. Schon vor dem ersten Anwurf um Regionalligapunkte fingen die Sorgen für Trainer Ralf Ludwig an. Marcel Bolling, etatmäßige Nummer Eins, brach sich im Training die Mittelhand. Nur eine Woche später erwischte es beim Weininselturnier im Spiel um Platz drei gegen Ligakonkurrent Kirchzell, das mit 34:18 gewonnen wurde, Torjäger Christian Scholz (Patellasehnen-Anriss) und Linkshänder Tilman Werner (Knochenabsplitterung im Handgelenk). Aufgefangen wurden die Ausfälle durch eine Doppelspiel-Vereinbarung mit dem TV Hüttenberg für Torhüter Jan-Steffen Redwitz sowie das Einspringen von Linkshänder Florian See (aus der Oberliga von der SG Bruchköbel gekommen) in der Doppelrolle als Werner-Vertreter und gleichzeitig Goalgetter. In der Serie klappte es bei See aber nicht mehr so gut wie noch in der Vorbereitung. Zwar finden sich in der Statistik schon sechzehn Tore für Groß-Umstadts Nummer sieben, doch davon sind zehn von der Siebenmeterlinie gefallen. Top-Scorer aus dem Feld ist bisher Rechtsaußen Kai Krämer mit elf Treffern.

Pünktlich zum Spiel in Gensungen hat sich der TV Groß-Umstadt noch einmal verstärkt. Mit der Verpflichtung von Zweitligaspieler Tom Mauch (31, HSG Frankfurt-RheinMain; ehemals TSG Münster) ist ein echter Coup gelungen. Mauch ist variabel im Rückraum einsetzbar, soll aber vorrangig den mit 19 Jahren zuweilen noch überforderten Nico Büdel als Scholz-Vertreter auf Halblinks aus der Verantwortung nehmen. Zudem ist er abwehrstark und soll helfen, die ohnehin schon sehr starke TV-Defensive noch undurchdringlicher zu machen.
Mit seinen zwei Auftaktsiegen liegt Groß-Umstadt bisher absolut im Plan und kann die Aufgabe in der Kreissporthalle unverkrampft angehen. Sicher ein Vorteil für das Ludwig-Team. Wie sich Tom Mauch jedoch einpassen wird ist eine der spannenden Fragen im Vorfeld. Ebenso ob auf Gensunger Seite Steffen Ober seinen Höhenflug mit bisher 22 Feldtoren in drei Partien fortsetzen kann. Oder ob Jan-Hendrik Walther besonders motiviert auftreten wird, um seinen Teil zum Erreichen des selbst gesteckten Zieles der Unbesiegtheit bis zum SVH-Knaller am 03.Oktober beizusteuern.

Aber egal wie die Begegnung  enden wird, steht mit dem Spiel gegen die Kasseler Höhenflieger vom SVH schon nächste Woche ein weiteres echtes Highlight für die HSG Gensungen/Felsberg an. Die Halle wird wie schon letzte Saison vermutlich aus allen Nähten platzen und auch rund um das Derby ist die eine oder andere Aktion geplant. Wie zum Beispiel eine Trockenverkostung der Hessischen Löwenbier-Brauerei im Ausgangsbereich der Halle. Doch zuvor gilt es noch, den TV Groß-Umstadt seiner weißen Weste zu berauben – und die eigene zu behalten. (red)



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