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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Großhändler 2009 deutlich im Minus

Hessen. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz der Großhändler (einschließlich der Handelsvermittlung) in Hessen, verglichen mit 2008, nominal um 13,5 Prozent. Real, das heißt nach Ausschaltung der Preisveränderungen, betrug der Rückgang 9,5 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, schnitt der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren mit einem realen Wachstum von gut fünf Prozent bei einem nominalen Rückgang von 12,5 Prozent erheblich besser ab. Das enorme Auseinanderfallen der beiden Veränderungsraten zeigt den massiven Preisverfall in diesem Bereich.

Der Umsatz im Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren schrumpfte nominal um sieben Prozent, was einem realen Minus von gut fünf Prozent entsprach. Der Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern, also den Artikeln des täglichen Bedarfs, blieb dagegen nominal und real auf dem Niveau des Vorjahres. Mit annähernd 28 Prozent fiel der nominale Umsatzrückgang beim Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik besonders hoch aus, auch real war die Lage mit gut 15 Prozent Abnahme nicht wirklich besser. Noch ungünstiger war die Lage beim Großhandel mit sonstigen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör: Er büßte nominal 29,5 Prozent und real fast 31 Prozent seines Vorjahresumsatzes ein. Auch der sonstige Großhandel, zu dem beispielsweise der Großhandel mit Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen, mit Bau- und Installationsbedarf, mit chemischen Zwischenprodukten oder mit Altmaterial und Reststoffen gehören, hatte drastische Einbußen. Dort sank der nominale Umsatz im Jahresvergleich um gut 22 Prozent, real war dies ein Minus von 13,5 Prozent.

Die negative Umsatzentwicklung schlug voll auf die Beschäftigungssituation im Großhandel und in der Handelsvermittlung durch. Eine Abnahme der Zahl der Teilzeitbeschäftigten um gut fünf Prozent und der Vollbeschäftigten um gut zwei Prozent ließ die Beschäftigtenzahl insgesamt im Vergleichszeitraum um fast drei Prozent sinken. (red)



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