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Melsunger Dreispringer setzten die Glanzlichter

Melsungen. Die Dreispringer der MT 1861 Melsungen mit Tobias Stang an der Spitze setzten die Glanzlichter beim diesjährigen Herbstsportfest im Melsunger Waldstadion. Aber auch in den Lauf-, Sprung und Wurfwettbewerben sahen die Zuschauer bei idealen spätsommerlichen Bedingungen ausgezeichnete Leistungen. Für die Dreispringer waren die Bedingungen zum Auftakt dieses Leichtathletik-Meetings ideal. Der Rückenwind bis maximal 1,8 m/sec half den jungen Athleten zu vorzüglichen Weiten, die auch in den Bestenlisten ihren Niederschlag finden werden.

Tobias Stang setzte eine Woche nach dem glänzenden 5,80m-Weitsprung von Felsberg mit der neuen hessischen Schüler-Jahresbestleistung im Dreisprung seinen Formanstieg weiter fort. Mit seiner neuen Bestweite von 12,43 m hätte der vielseitige Malsfelder im Vorjahr Rang zwölf in Deutschland belegt. „Ich wusste, dass ich heute weit springen konnte, denn ich war gut in Form, die Bedingungen waren ausgezeichnet und ich habe diese Voraussetzungen genutzt“,  sagte ein glücklicher Tobias Stang nach dem Wettkampf.

Sebastian Ludwig eröffnete den Wettbewerb mit einem Paukenschlag, denn er steigerte seine Bestmarke von 10,99 Meter von den nordhessischen Meisterschaften in Frankenberg auf vorzügliche 11,76 Meter. Henri Alter zeigte sich ein wenig geschockt von diesem Sprung, denn er hatte Sebastian nicht auf der Rechnung.  Dennoch erzielte er mit 11,49 Meter ebenfalls eine neue persönliche Bestweite.  Danach bereitete sich Tobias Stang ganz konzentriert auf seinen ersten Sprung vor. Bei den Landesmeisterschaften hatte er mit 11,94 Meter bei einem Gegenwind von 0,8 m/sec. die Vizemeisterschaft hinter G. Hembus aus Bad Vilbel gewonnen. Der Hessenmeistertitel ging mit einer Weite von 12,05 m an den Sieger, und genau diese Weite egalisierte der Malsfelder mit seinem ersten Sprung.  Im zweiten Durchgang verbesserte er sich auf 12,35 Meter und ließ im dritten Durchgang sogar 12,43 Meter folgen.

Karl Westphal, das große Mehrkampftalent aus Wanfried übertraf im zweiten Durchgang mit 12,03 m Sebastian Ludwig, der sich im vierten Versuch auf 11,91 Meter steigern konnte. Henri Alter schraubte seine Bestmarke auf gute 11,58 Meter und belegte damit nur Rang vier in diesem hochkarätigen Wettbewerb. Bei den Landesmeisterschaften in Neu-Isenburg hatte der Henri noch mit 11,24 Meter die Bronzemedaille gewonnen. Auch Jan Ullrich mit 10,72 m und Michael Hiob (10,51 m) zeigten sehr gute Leistungen und gehören ebenfalls zu den TOP-TEN in Hessen.

Tobias Stang war aber nicht zu bezwingen. Der Malsfelder ließ noch zweimal 12,22 Meter folgen und blieb so insgesamt fünfmal über seiner bisherigen Jahresbestweite von 11,94 Meter.
Dass jetzt bereits sechs Dreispringer aus Melsungen  zu den Top-Ten in Hessen gehören, passt ins Bild der Leistungsentwicklung der Melsunger Nachwuchsathleten. „Der Dreisprung durchläuft seit dem 13m-Sprung von Robin Kästner, der damit im Vorjahr den zweiten Platz in Deutschland belegen konnte, eine positive Entwicklung und hat in Melsungen trotz der sechs Fünf-Meter-Springer dem Weitsprung schon den Rang abgelaufen“, sagte nicht ohne Stolz Alwin J. Wagner. Konkurrenz belebt das Geschäft wird allgemein gesagt. Wenn es zutrifft, kann es den Melsunger Dreispringern insgesamt nur zugute kommen.

„Das ist ein Dreisprungergebnis, wie wir es noch nicht hatten“, schwärmte auch MT-Leichtathletik-Chef Hans-Jörg Engler. Es wird auch durch einen Blick in die aktuelle Landesbestenliste auf ganz ansehnliche Weise dokumentiert, so dass man dieser spannenden und vor allem leistungsstarken Konkurrenz nur Lob in jeder Beziehung zollen konnte.

Die aktuelle hessische Bestenliste im Dreisprung der A-Schüler hat folgendes Aussehen:

  1. 12,43 m    Stang, Tobias               95         Melsunger TG
  2. 12,05 m    Hembus, Gordon              95         TV Bad Vilbel
  3. 12,02 m    Westphal,  Karl        95        VfL  Wanfried
  4. 11,91 m    Ludwig, Sebastian           95         Melsunger TG
  5. 11,58 m    Alter, Henri                    95         Melsunger TG
  6. 11,21 m    Haus, Robert                96         TV Bad Vilbel
  7. 10,99 m    Hohmann, Robin        95         Melsunger TG
  8. 10,82 m    Klopp, Adrian               95         LG Bischofsheim
  9. 10,72 m    Ullrich,      Jan        96        Melsunger  TG
  10. 10,51 m    Hiob,    Michael        95        Melsunger  TG

Auch die weiblichen Teilnehmer beeindruckten beim Dreisprung. Katharina Wagner, die bisher mit 10,10 Meter auf Rang fünf zu finden war, verbesserte sich im Waldstadion auf 10,25 Meter und liegt in der HLV-Bestenliste auf Rang drei. Auch Stefanie Klein hatte Grund zur Freude, denn sie sprang mit 10,01 Meter zum ersten Mal über die begehrte 10m-Marke und nimmt nun Rang sechs in Hessen ein.

Die altersbedingt in die B-Jugendklasse aufgestiegene Celine Kühnert verbesserte sich von 9,53 Meter auf gute 10,13 Meter und liegt damit in ihrer Altersklasse in Hessen auf Rang sieben.

Eine sehr gute Dreisprungleistung erzielte auch der mehrfache deutsche Seniorenmeister Martin Triebstein (TSV Kirchhain), der seine Jahresbestweite von 13,71 Meter nur um vier Zentimeter verfehlte.

Was gab es noch an Höhepunkten bei diesem Melsunger Herbstsportfest?  Da muss man an erster Stelle das Diskuswerfen und Kugelstoßen anführen. Nicht nur Tobias Reinhardt (LG Ohrahörselgas) hatte sich viel vorgenommen. Aber der fünfzehnjährige Schüler aus Thüringen überzeugte zunächst im Diskuswerfen mit der persönlichen Bestweite von 48,28 Meter. Karl Westphal, der frischgebackene nordhessische Vierkampfmeister, imponierte mit 46,40 Meter ebenfalls. Und auch Marco Laubach aus Spangenberg überzeugte mit seinen Standwürfen, dessen bester mit 41,02 Meter gemessen wurde.  Übertroffen wurden die Schüler aber durch den B-Jugendlichen Nils Kollmar aus Frankenberg, der mit 49,92 Meter nur um acht Zentimeter die 50m-Marke verfehlte.

Bei den Teilnehmerinnen setzten sich die Werferinnen aus Frankenberg souverän durch. Nora Hennrich gewann bei den Frauen mit 36,42 Meter vor Johanna Wagner (31,53 m).  Bei der weiblichen Jugend war Elenor Schwieder mit 35,30 Meter nicht zu bezwingen und bei den A-Schülerinnen war die hessische Schülermeisterin Lea Hennrich mit 34,10 m nicht zu schlagen.  Die B-Schülerin Janina Rohde blieb in ihrem Wettkampf dreimal über der 30m-Marke und verpasste mit 32,13 Meter nur um 0,32 Meter ihre eigene HLV-Jahresbestleistung.
Beim Kugelstoßen demonstrierte der hessische B-Jugendmeister Nils Kollmar mit vier Stößen über die 16m-Marke  –  16,28 – 16,20 – 16,11 und 16,03 –  seine Ausnahmestellung im Hessischen Landesverband.  Während Tobias Reinhardt auch in dieser Disziplin mit seiner Bestleistung von 14,94 Meter für das Glanzlicht bei den A-Schülern sorgte, gefiel bei den Schülerinnen Lea Hennrich mit vorzüglichen 12,78 Meter.  Auch Beate Wagner hatte allen Grund zur Freude, denn mit ihren 11,18 m gehört die Seniorin bereits nach ihrem zweiten Wettkampf zu den besten Kugelstoßerinnen Deutschlands in der Altersklasse W50.

In den Laufwettbewerben beeindruckte Judith Entzeroth (Spangenberg) im Sprint über 100 m.  Die hessische Vizemeisterin von Neu-Isenburg erzielte bei einem Gegenwind (1,7 m/sec.) gute 13,04 Sekunden. Schnellster männlicher Teilnehmer war der A-Jugendliche Kevin Heckmann mit 11,79 Sekunden. Aber auch der Frankenberger B-Schüler Matthis-Leon Wilhelm deutete mit 9,88 Sekunden über 75 Meter seine gute Veranlagung im Sprint an.

In den abschließenden Läufen auf der Mittelstrecke sorgte der gut aufgelegte Spangenberger Daniel Blumenstein für den Beifall im 1000m-Lauf der Männer. Der Wolfgang-Schönecker-Schützling, der für den TV Breitenbach startet, stellte mit 2:38,96 Minuten eine persönliche Bestzeit auf und unterstrich erneut sehr eindrucksvoll seine starke Form.
Bei den A-Schülern wurde Tobias Stang nach seinem Sieg im Dreisprung auch seiner Favoritenrolle über die zweieinhalb Runden gerecht und siegte in 2:59,91 Minuten vor Michael Hiob.  Der Spangenberger Patrick Hollstein erreichte als B-Schüler mit 3:09,37 Minuten ebenfalls eine ansprechende Zeit. Den größten Beifall erhielt aber der siebenjährige Alexander Ludwig, der mit seinem lockeren Laufstil die zweieinhalb Runden in 4:40,39 Minuten zurücklegte.

Am Ende dieser dreistündigen Veranstaltung waren auch die Melsunger Organisatoren zufrieden, denn dieses Herbstsportfest fand eine gute Resonanz und brachte ein erstaunliches Leistungsniveau auf breiter Front. Eines fiel aber auf: es fehlten viele Leichtathleten aus dem Schwalm-Eder-Kreis! Die Frage, ob sie in  konsequenter Vorbereitung für den 23. Kreissparkassen-Cup Zurückhaltung zeigten oder sich im Dornröschenschlaf befinden,  konnte dieses Melsunger Herbstsportfest auch nicht beantworten.  (ajw)



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