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Hessische IHKs fordern: Städtebaufördermittel zukunftsorientiert einsetzen

Auch in Kassel Sorge über die Pläne aus Wiesbaden

Kassel. Die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern setzt sich für eine Stärkung von innovativen Städtebauförderungsprogrammen ein. „Nachdem die klassische Stadtsanierung auch aufgrund knapper öffentlicher Haushalte zunehmend schwieriger wird, sollte das unternehmensnahe Programm „Aktive Kernbereiche“ gestärkt werden“, sagte Frank Achenbach, Federführer Raumordnung und Stadtentwicklung der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern. Das Programm „Aktive Kernbereiche“ in Hessen sei 2008 mit 15 Einzelstandorten und zwei interkommunalen Kooperationen gestartet. Das Programm setze stark auf die Beteiligung der Akteure vor Ort und habe die Stärkung der Innenstädte zum Ziel.

Die „Aktive Kernbereiche“ verfolgt die Kooperation zwischen öffentlichen und privaten Partnern. An der Umsetzung sind auch die Einzelhändler und weitere Unternehmer beteiligt. „Damit können die Fördermittel nachhaltige Impulse zur Stärkung der Standorte setzen“, erläutert Achenbach den neuen Ansatz.

Die Landesregierung wolle offenbar Fördermittel des Bundes in Höhe von drei Millionen Euro in diesem Jahr nicht mehr einsetzen. In den hessischen Programmkommunen sei die Hoffnung groß, mit der „Aktive Kernbereiche“ gezielte Projekte zur Stärkung der Innenstädte umsetzen zu können. „Die Realisierung einer Vielzahl dieser Projekte wird durch die geplanten Einsparungen in Frage gestellt“, betont Achenbach.

Die Innenstadt von Offenbach ist eines der Projekte im Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“ Hessen. Über ein Jahr hätten viele private und öffentliche Akteure intensiv daran gearbeitet und über 30 konkrete Maßnahmenideen zur Stärkung der Offenbacher Innenstadt entwickelt. Ob nun der Umbau des Stadthofs, das Lichtkonzept oder das kommunale Kino realisiert werden können, hänge auch von der Förderpolitik des Landes Hessen und des Bundes ab. Die Stadt Offenbach müsse jedes Jahr Fördermittel für konkrete Projekte abrufen. „Wenn der Topf in Wiesbaden leer ist, bleiben einige Projekte auf der Strecke“, erläutert Achenbach.

Auch in Kassel ist man sehr besorgt über die Pläne in Wiesbaden, berichtet Christine Neumann von der IHK Kassel. Kernprojekt der „Aktive Kernbereich“ in Kassel ist die dringend notwendige Umgestaltung des Straßenraumes der Goethe- und Friedrich-Ebert-Straße. Weitere Maßnahmen, wie die Aufwertung von Innenhöfen und Freiflächen, Eigentümerberatung und eine professionelle Standortvermarktung sind wichtige Bausteine der Quartiersentwicklung. „Die umfangreichen Baumaßnahmen würden ohne diese begleitenden Aktivitäten keine Akzeptanz in der Bevölkerung finden. Doch gerade diese Maßnahmen sind durch Fördermittelkürzungen gefährdet“, betont Neumann. (red)



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