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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Handball-Akademie Kassel löst sich auf

Kassel. Die Handball-Akademie Kassel (HAK), die Mitte 2008 gegründet worden war, löst sich auf. Die Verantwortlichen geben unter anderem fehlende Unterstützung von Seiten des Mitinitiators MT Melsungen als Grund für diesen Schritt an. Der sportliche Leiter des Bundesligisten, Alexander Fölker, habe in diversen Gesprächen „keine Notwendigkeit für die Akademie gesehen“ und eine Zusammenarbeit abgelehnt, heißt es in einer Stellungnahme der HAK. Der Vorsitzende der HAK, Dieter Wallbaum, der zum Liquidator gewählt wurde, bedauert die eingetretene Entwicklung. Er betont, dass die Philosophie der HAK „in dieser traditionellen Handballregion“ nach wie vor richtig sei, die gewollte und notwendige Förderung der Handballjugendtalente aber leider nicht in der erforderlichen Weise von einzelnen Vereinen unterstützt beziehungsweise sogar abgelehnt worden sei.

Wallbaum: „Wenn die Vereine der nordhessischen Region nicht zeitnah engstirniges Vereinsdenken zugunsten einer vereinsübergreifenden Jugendförderung aufgeben, wird eine große Chance und der Anschluss an das Spiel- und Leistungsniveau anderer Vereine und Regionen vertan.“ Der sportliche Leiter der HAK, Dr. Günter Böttcher, ehemaliger Nationalspieler, Trainer und Sportwissenschaftler an der Universität Kassel, erklärt: „Die Auflösung der HAK finde ich sehr schade und es tut mir sehr Leid für die Talente und den Nachwuchs in Nordhessen, die bis zum Schluss großes Interesse gezeigt haben. Traurig stimmt mich zum Teil die ablehnende und konfrontierende Stimmung einzelner – wenn auch nur weniger -Vereine, denn es ging nur um den Nachwuchs der Region.

Wie es gehen könnte, zeigen Vereine im mittelhessischen Raum, aber aktuell auch die Eintracht und HSG Baunatal und HSG Gensungen/Felsberg. Hoffentlich versiegen diese guten Nachwuchsquellen nicht, zum Beispiel durch die Schließung der HAK.“

Die Handball-Akademie Kassel hatte sich einst auf eine Initiative von Sportwissenschaftlern, lizenzierten Trainern und Unterstützern aus Wirtschaft und Verwaltung sowie der MT Melsungen gegründet. Sie hatte sich mit der systematischen Sichtung und Förderung von Handballtalenten aus der Region und mit der Weiterbildung von Trainern sowie interessierten Übungsleitern ehrgeizige Ziele gesetzt. Von der breiteren Positionierung des Handballsports in der Region und einem Imagegewinn des nunmehr in Kassel ansässigen Spitzensports sollte auch der Nachwuchs durch die HAK profitieren und professionell gefördert werden. Die von der HAK initiierten Traningscamps wurden vom Nachwuchs sehr gut angenommen. Nach einem äußerst erfolgreichen Start im Jahr 2008 und vielen erfolgreichen Lehrgängen und Sichtungscamps im vergangenen Jahr seien trotz bester finanzieller Ausstattung durch die Mitglieder und Sponsoren die Aktivitäten der HAK immer seltener geworden. (red)



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