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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Es glitzerte in der Abendsonne

Evangelische Stadtkirche erhielt ihr vergoldetes Turmkreuz

Borken. Viele Menschen, gut hundert an der Zahl, trafen sich am vergangenen Freitag an der evangelischen Stadtkirche. Ein 80-Tonnen-Kran der Firma Regel war aufgebaut und ausgefahren. Frauen des Förderkreises servierten geistige Getränke. Der Borkener Bläserchor hatte seine Notenständer ausgepackt. Lebhaftes Gemurmel herrschte unter den Menschen. Pfarrer Matthias Kämpfer hatte die Regie und vor den Treppen der Kirche stand ein gut 20 Kilo schweres Turmkreuz. Und das hatte natürlich alles seinen Grund: Das restaurierte Turmkreuz, vergoldet dank der Kostenübernahme durch die Stadtsparkasse, wurde unter großer Aufmerksamkeit und ganz vorsichtig auf den Turm der Kirche gesetzt. Nach dem 16 Uhr Glockenschlag des Historischen Rathauses leitete der Bläserchor mit einem alten Volkslied musikalisch die Zeremonie ein.

Besonderer Moment
Pfarrer Matthias Kämpfer hieß die zahlreichen Zuschauer zur Wiedererrichtung des nun goldenen Turmkreuzes herzlich willkommen. „Dies ist für uns alle ein besonderer Moment!“ Er dankte den vielen Spendern zur Renovierung der Kirche, die auf einer Urkunde verewigt wurden. Seine kurze Predigt würdigte die Bedeutung des Kreuzes im evangelischen Glauben. „Ich wünsche uns allen, dass das Kreuz Trost, Hoffnung und Mut gibt.“ Die bisherigen Renovierungsmaßnahmen, für die er die Verantwortung trug, erläuterte Architekt Volker Elsasser. 160.000 Euro waren nötig, um zum Teil gravierende Schäden im Dachstuhl des Turms zu beseitigen.

Zum 165. Geburtstag

„Wir haben die Restaurierungsarbeiten an der Kirche stets mit Sympathie begleitet“, betonte Sparkassendirektor Reinhold Albers. Gern habe man sich bereit erklärt, die Vergoldung des Turmkreuzes zu finanzieren. So sei es eine besondere Ehre, dass das Turmkreuz zum Weltspartag wieder aufgesetzt werde. Bürgermeister Bernd Heßler zitierte in seinen Worten aus einem Artikel aus 1995 zum 150-jährigen Jubiläum der evangelischen Stadtkirche. „Damit erfolgt das Aufsetzen des Turmkreuzes zum 165. Geburtstag der Kirche.“ Er bat um weitere Unterstützung für die noch ausstehenden Arbeiten und lobte hierbei das Engagement des Förderkreises. „Das Turmkreuz verdeutlicht, dass hier unsere christliche Heimat ist“, bekräftige Bürgermeister Bernd Heßler zum Abschluss.

Kupferhülse mit Inhalt

Bevor der Kranführer seine Arbeit verrichtete, verwies Pfarrer Matthias Kämpfer auf die versiegelte Hülse im Turmkreuz. Sie enthalte die Tageszeitung der HNA, den aktuellen Borkener Anzeiger, die Urkunde der Spender und der an der Restaurierung beteiligten Firmen sowie 38,88 Euro – Münzen und Scheine bis zu 20 Euro. Dann war Kranführer Joachim Lauterbach gefragt. Ganz sanft und sachte schwebte das Turmkreuz nach oben. Verfolgt von vielen Augenpaaren. Die letzten Strahlen der langsam versinkenden Sonne ließen das goldene Turmkreuz glitzern und funkeln. Um 16.43 Uhr hatte es seinen Platz auf der Spitze des Kirchturms erreicht. Bis weit ins Land kann man es sehen. Kaum war das Turmkreuz gesetzt, bot der Himmel ein besonderes Schauspiel. In Dutzenden von Schwärmen zogen weit über tausend Kraniche über Borken und der evangelischen Stadtkirche hinweg. (sb)



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