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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Verstärkte Verkehrsüberwachung im Kreis

Schwalm-Eder. Mit Beginn des Monats Oktober hat im Bereich der Polizeidirektion Schwalm-Eder eine sogenannte mobile Kontrolleinheit ihre Arbeit aufgenommen. Die verstärkten Kontrolltätigkeiten waren durch die Medien vorankündigt worden. Die Vorankündigung war Teil des Gesamtkonzeptes. Allein das Ziel – die Reduzierung des Anteils der bei Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Menschen – steht bei dieser Maßnahme im Vordergrund. Überhöhte Geschwindigkeit und/oder Alkohol-/Drogenkonsum sind deutliche Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr.

Eine Auswertung der Verkehrsunfallstatistik für den Schwalm-Eder-Kreis für den Zeitraum August 2009 bis Juli 2010 macht dies deutlich. Im genannten Zeitraum kamen im Schwalm-Eder-Kreis 723 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen körperlich zu Schaden (10 Tote, 186 Schwerverletzte, 527 Leichtverletzte). 259 dieser 723 Menschen (5 Tote, 84 Schwerverletzte, 170 Leichtverletzte) waren in Unfälle verwickelt, die durch überhöhte Geschwindigkeit und/oder Alkohol-/Drogenkonsum verursacht worden waren. Insbesondere hier setzt das Konzept mit der mobilen Kontrolleinheit der Polizeidirektion Schwalm-Eder an.

In der mobilen Kontrolleinheit sind Beamte verschiedener Polizeidienststellen des Schwalm-Eder-Kreises eingesetzt. Die Einheit ist unter anderem mit Handlasergeräten zur Geschwindigkeitsmessung sowie mit Alkohol- und Drogentestgeräten ausgestattet. Das Einsatzgebiet und die Kontrollzeiten umfassen den gesamten Schwalm-Eder-Kreis und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Seit Beginn der Kontrollmaßnahmen wurden zum Kontrollschwerpunkt Geschwindigkeitsüberschreitung 77 Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstattet; 116 Kraftfahrzeugführer wurden mit einem Verwarnungsgeld belegt. Im Bereich Fahren unter Alkohol-/Drogenkonsum wurden 22 Ordnungswidrigkeits- und 62 Strafverfahren eingeleitet, wobei die Strafverfahren natürlich mit der Einziehung der Fahrerlaubnis einher gehen. 13 Pkw-Fahrer wurden festgestellt, die ihr Fahrzeug führten, obwohl sie keine Fahrerlaubnis besaßen. Ebenfalls ohne Fahrerlaubnis wurden im Kontrollzeitraum insgesamt 31 Führer von motorisierten Zweirädern angetroffen. Hier waren es vor allem die Folgen des „Frisierens“ der Fahrzeuge, was dazu führt, dass durch die höheren erreichten Geschwindigkeiten auch eine höhere Fahrerlaubnisklasse erforderlich ist. Trotz eindeutiger Schwerpunktsetzung wurden aber auch 34 „sonstige Verstöße“ festgestellt wie zum Beispiel Fahren ohne

angelegten Sicherheitsgurt, Telefonieren mit Handy während der Fahrt, Beleuchtungsmängel. Die Kontrollmaßnahmen, wie auch schon die Vorankündigung, hatten sich schnell herumgesprochen. In einer Diskothek zum Beispiel, so wurde bekannt, werden die Gäste auf die Kontrollmaßnahmen hingewiesen. Das ist gut so. Denn das Ziel der Kontrollen ist nicht, möglichst viele Fahrzeugführer zu schnell oder betrunken oder unter Drogen festzustellen, sondern möglichst immer weniger dieser Verstöße anzutreffen. Weniger Raser, weniger alkoholisierte oder unter Drogeneinfluss stehende Fahrer am Steuer = weniger Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr.

Das Maßnahmenkonzept ist auf mehrere Monate angelegt und wird anhand der Verkehrsunfallstatistik auf seine Wirksamkeit hin überprüft werden. Aussagen dazu sind jedoch erst zu Beginn des kommenden Jahres möglich. (ots)



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