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Leserbrief: Siegfried Richter zu Kinderlärm

Zu den Äußerungen des Vorsitzenden der Senioren-Union Nord-Rhein-Westfalens Leonhard Kuckart, „Kinderlärm ist unzumutbar“,  sagt der Vorsitzende der SPD-Seniorenorganisation 60 plus des Schwalm-Eder-Kreises Siegfried Richter:

Es kommt einem Skandal gleich, wenn der Vorsitzende einer politischen Organisation Kinderlärm mit den Geräuschen von Presslufthämmern vergleicht und sich gegen die Zulassung von Kitas und Kinderspielplätzen in reinen Wohngebieten ausspricht. Die AG SPD 60 plus lehnt derartige Äußerungen als Diskriminierend und kinderfeindlich ab. Zu der positiven Entwicklung von Kindern gehört nun einmal, dass sie ungezwungen spielen und auch mal etwas lauter sein dürfen. Gerade wir als Großelterngeneration sollten uns über jedes Kinderlachen freuen. Dabei kann es auch mal etwas lauter zugehen. Kitas und Kinderspielplätze werden keine 24 Stunden am Tag genutzt, sodass durchaus genügend Ruhezeiten bleiben. Außerdem werden die Erzieherinnen und Erzieher in den Einrichtungen schon aus Eigeninteresse für hinnehmbare Geräuschentwicklungen sorge. Zur Vermeidung von Generationenkonflikten sind derartige Äußerungen wenig hilfreich. Bundesminister Röttgern sollte sich nicht von der Seniorenorganisation seiner Parte beirren lassen, sondern seinen Gesetzesentwurf bezüglich der Zulassung von Kitas in reinen Wohngebieten auch innerhalb der eigenen Partei durchsetzen. Wie weit ist unsere Gesellschaft nur gekommen, dass angeblich Behinderteneinrichtungen und jetzt auch Kitas in Wohngebieten eine Wertminderung darstellen und sogar Behinderte in Hotels durch Gerichtsentscheid eine Verringerung der Urlaubsfreuden für Nichtbehinderte darstellen.



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4 Kommentare zu “Leserbrief: Siegfried Richter zu Kinderlärm”

  1. Mia Lomer

    Im Nachbarhaus hat eine Familie mit drei Kindern gewohnt. – „Man“ mag ja Kinder – alle Nachbarn, auch ich, waren auch immer nett, na, wie geht es euch, macht die Schule / der Kindergarten Spaß? usw. Auch nette Grüße mit den Eltern – ABER was für ein Gebrülle immer, was für ein Geschrei, was für ein lautes Rumgehämmere – ja, Presslufthammer trifft eine solche Geräuschkulisse sehr gut.
    Ich bin Gott dankbar, dass diese Familie ausgezogen ist!
    Erst jetzt ist es wieder lebenswert hier. Ständig eine solche Geräuschkulisse ist unzumutbar – auch wenn man Kinder liebt.
    „Früher“ haben Kinder nicht ständig so rumgebrüllt, einen solchen Terror gemacht. Irgendwas hat sich da ganz und gar geändert. Und nicht alle Kinder machen einen derartigen Lärm. Und nicht alle Eltern brüllen die ganze Zeit.
    Gott sei es gedankt, dass diese Nachbarn ausgezogen sind – alle anderen würden sonst über kurz oder lang nervenkrank.

  2. Träumer

    Das passt noch immer ! Leider !

    http://www.youtube.com/watch?v=iZO1AgURC58

    Dazu kommen noch Kommentare wie diese:
    „Um den Text zu verstehen muss man schon die 70er erlebt haben. Ekel Alfred ist die andere große Parodie auf das Spießbürgertum der Zeit.

    Viel ist aber nicht besser geworden.

    Waren es damals die Paare ohne Trauschein, muss man nur Rassazin zuhören, um zu wissen, wer heute u.a. nicht in diese ehrenwerte Haus passt.

    Ein „Hurra“ aus das Deutsche Spießbürgertum !!! Etwas was damals zutreffen war,trifft auch heute noch.Jeder Straße seinen „Straßenbürgermeister“,der für Recht und Ordnung sorgt…

    Ein klasse Lied, das eben Zeitlos ist.

  3. Loreley

    Noch schlimmer sind aber
    Unternehmer, Mitarbeiter von Behörden die Asbestfasern als “ gesundheitlich unbedenklich“ einstufen und ihr eigenes Versagen vertuschen wollen !
    Und Journalisten der Printmedien oder Internetzeitungen Nordhessens die fleißig dabei helfen.

    Bis hin zum Versuch, über falsche Erklärungen an Eides statt und schriftliche Lügen, Bürger und Blogbetreiber mundtot zu machen !

    Kirchen und politische Mandatsträger schweigen. Gesundheitsamt, Gewerbeaufsicht, Kreisbauamt, kommunale Dienstaufsicht bis hin zum RP schweigen.
    Der Bürgerbeauftragte !! ist ein Vorstandsmitglied und handelt als solches !

    Schwalm-Eder Kreis und Nordhessen – wie bist du verkommen.

    Denn sie geben sich ja auch alle als „ehrenwerte Bürger“ aus!

    Da fällt mir nur der Anfang des Liedes von der Loreley ein:

    Ich weiß nicht was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin,
    ein Fleckchen Erde war meine Heimat – doch nun ist es hin.
    ……

  4. Franco

    Kinderlärm ist gesundheitsschädingend. Wissenschaftliche Studien belegen es. Da Recht auf Gesundheit ein Menschenrecht ist, wird dieses gesetzliche Vorhaben scheitern. Warum regelt es man in Deutschland nicht wie es in Italien gehandhabt wird? Dort kann der Bürger seine ihm gesetzlich garantierte Ruhezeit, polizeilich durchsetzen. Hier ist es aber so, dass Kinder und ihre Eltern praktisch alles dürfen. Alte Menschen, auf dessen Arbeit und Entbehrungen, unser aller Wohlstand basiert, derart zu bestrafen, ist nicht nur respektlos, sondern erzeugt erst Kinderfeindlichkeit. Eine angebl. christl. Partei (CDU), die sich von christl. Werte derart weit entfernt, erhält wie gerade in Hamburg geschehen, eine safftige Wahlschlappe. Lärm bleibt Lärm, ganz gleich wer diesen verursacht. Ich frage mich auch, was daran so schlimm sein soll, Kindern Rücksicht und Respekt vor anderen Menschen zu vermitteln.

    Recht auf gesundheit

    „Das Recht auf Gesundheit ist festgeschrieben in der „Universellen Deklaration der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen von 1949 und dem für die Staaten bindenden „Internationalen Pakt über die Wirtschaftlichen, Sozialen und Kulturellen Rechte“ (WSK oder Sozialpakt) von 1966. Der Artikel 12 des Sozialpakts definiert das „Recht eines jeden auf das für ihn erreichbare Höchstmaß an körperlicher und geistiger Gesundheit“

    WHO-Studie: Lärm macht krank

    Nicht nur Straßenverkehrslärm, sondern auch Fluglärm sowie Schienen-, Gewerbe- und Nachbarschaftslärm wirken heute auf den Menschen ein, so dass er nahezu „rund um die Uhr“ beschallt wird. Wir haben uns zu einer „lauten Gesellschaft“ entwickelt, insbesondere in Ballungsräumen. ….
    Als Hauptquellen für nächtliche Belästigung in der Studie wurde Straßenverkehrslärm und Nachbarschaftslärm genannt. Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass Lärm im Wohnumfeld ein Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen ist.


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