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MT zum Klassenduell nach Eppelheim

Melsungen. In dieser Woche stehen die Viertelfinalbegegnungen im DHB-Pokal auf dem Programm. Die MT Melsungen muss am Mittwoch gegen Klassenkamerad Rhein-Neckar-Löwen antreten. Die Partie steigt in der Rhein-Neckar-Halle in Eppelheim. Anwurf ist um 19 Uhr. Das Spiel ist live im Free-TV auf Sport1 zu sehen.

So langsam wird es langweilig. Jedes Jahr die gleiche Prozedur. Schon zum dritten Mal in Folge muss die MT Melsungen im DHB-Pokal bei den Rhein-Neckar Löwen antreten. In der Saison 08/09 unterlagen die Nordhessen in der dritten Runde mit 30:32. In der Saison 09/10 war für sie beim 31:36 im Achtelfinale Endstation. Und in der aktuellen Saison treffen die beiden Kontrahenten im Viertelfinale aufeinander. „Aller guten Dinge sind Drei“, werden sich die Badener nun sagen, und mit der festen Absicht zu Werke gehen, über die MT Melsungen im sechsten Jahr in Folge den Weg zum Final Four nach Hamburg einzuschlagen.

Das hat die MT Melsungen in ihrer bisherigen Vereinsgeschichte erst ein Mal geschafft. Das war im Jahr 1996, nachdem sie – seinerzeit noch Zweitligist – sensationell drei Erstligisten hintereinander aus dem Rennen geworfen hatte. Lang, lang ist’s her. Und es sieht in Anbetracht des starken Gegners nicht so aus, als könnten die Nordhessen diesen Coup genau 15 Jahre später wiederholen. Zum einen spricht die Statistik – nicht nur im Pokal – für die Löwen. Die beiden einzigen Siege in Pflichtspielen errang die MT 2006 und 2007. Ansonsten setzte es 11 Niederlagen, die letzte am 3. November mit 25:40 in der SAP-Arena. Zum anderen spricht die aktuelle Formkurve für das auf Platz vier rangierende Team von Trainer Gudmundsson.  Zuletzt errangen seine Schützlinge in der Liga klare Siege gegen Magdeburg (38:30) und Hannover/ Burgdorf (36:25) und am Sonntag in der Championsleague einen hart erkämpften Erfolg gegen den polnischen Meister Kielce (29:27). Dass es aber auch mal unerwartet anders ausgehen kann, zeigte die Begegnung gegen die HSG Wetzlar vor gut zwei Wochen, als sich die Löwen in ihrem eigenem Revier überraschend einen Punkt abknöpfen ließen.

Dieses Ergebnis wiederum könnte auch der MT Melsungen für die bevorstehende Pokalauseinandersetzung etwas Mut machen. Wie auch die hohe Wahrscheinlichkeit, dass der zuletzt verletzungsbedingt nicht voll einsatzfähige Grigorios Sanikis wieder mit von der Partie sein kann. Mit dem Rückraumspieler also, der vor seinem Engagement bei der MT bis 2005 beim Vorgängerclub der Löwen, dem TSV Kronau/Östringen spielte. Und zwar Seite an Seite mit dem inzwischen zum Nationalmannschafts-Linksaußen gereiften Uwe Gensheimer. Neben Grigorios Sanikis hat auch MT-Trainer Michael Roth bereits eigene Erfahrungen mit den Badenern gesammelt. Den TSV Östringen trainierte er von 1994 bis 2004 und schaffte 2003 mit der dann schon bestehenden Spielgemeinschaft Kronau/Östringen den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

„Natürlich hat der Pokal seinen ganz eigenen Reiz“, gibt der MT-Coach zu, „vor allem, wenn man nur noch eine Runde vom Final Four entfernt ist. Aber man muss realistischerweise auch sagen, dass wir als klarer Außenseiter nach Eppelheim fahren und nur dann eine Chance haben, wenn bei uns alles und beim Gegner möglichst wenig läuft“, so Roth. Dabei hofft er u.a., dass seine Schützlinge eine bessere Trefferausbeute erzielen, als vor einer Woche in Kiel. Gelegenheiten, zu Toren zu kommen, gab es dort in der Anfangsphase gleich mehrfach. Statt diese aber zu nutzen, wurde der Torhüter regelrecht „warm geschossen“. Ansonsten hätte die MT die Niederlage gegen den amtierenden Meister durchaus etwas in Grenzen halten können. Und was gegen die Rhein-Neckar Löwen auch besser als zuletzt gegen Kiel klappen muss, ist die Abwehrarbeit. Beweglicher, wacher, aggressiver, so lauten die wünschenswerten Attribute. So, wie im letzten Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Berlin, dem man auf diese Weise ein hochverdientes Remis abtrotzte.

Dass auf die Melsunger Defensivabteilung in Eppelheim jede Menge Arbeit wartet, lässt sich schon erahnen, wenn man bloß die Besetzungsliste der Badener anschaut. Die vermeintliche „erste Sieben“scheint dem Who is Who des europäischen Top-Handballs entsprungen: Im Tor der deutsche Weltmeister von 2007, Henning Fritz, im Rückraum die beiden polnischen Vizeweltmeister gleichen Jahrgangs, Karol Bielecki und Grzegorz Tkaczyk und der isländische Dauerbrenner (311 Länderspiele) Olafur Stefansson, die Flügelzange Ivan Cupic, kroatischer Vizweltmeister 2009, und Uwe Gensheimer, mittlerweile feste Größe in der deutschen Nationalmannschaft, und in der Nahwurfzone der wohl stärkste Kreisläufer der letzten WM in Schweden, Norwegens Bjarte Myrhol. Mit diesen sechs Feldspielern sind gleichzeitig die besten Torschützen des Löwenrudels genannt. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Eppelheim:
Robert Schulze / Tobias Tönnies (Magdeburg);  DHB-Aufsicht: Thorsten Zacharias

Alle Viertelfinalpaarungen des DHB-Pokals auf einen Blick:
Di., 01.03.11, 20:15 Uhr: Frisch Auf Göppingen – SC Magdeburg, EWS Arena Göppingen
Mi., 02.03.11, 19:00 Uhr: Rhein-Neckar Löwen – MT Melsungen, Rhein-Neckar-Halle Eppelheim
Mi., 02.03.11, 20:15 Uhr: Füchse Berlin – THW Kiel, Max-Schmeling-Halle Berlin
So., 06.03.11, 15:00 Uhr: VfL Bad Schwartau – SG Flensburg-Handewitt, Hansehalle Lübeck



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