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MT empfängt Großwallstadt: Ein Sieg muss her!

Kassel/Melsungen. Geschlagene vier Wochen lang absolvierte die MT Melsungen  eine ”Tour der Leiden”: Vier Auswärtsspiele (inklusive Pokal) brachten ihr vier Niederlagen ein. Deshalb gehen die abstiegsgefährdeten Nordhessen mit der Devise in das Heimspiel am Sonntag gegen den TV Großwallstadt: „Nur ein Sieg zählt!“. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 17.30 Uhr.

Kiel, Rhein-Neckar Löwen (DHB-Pokalviertelfinale), Göppingen und Flensburg, so lauteten die Stationen des MT-Programms  vom 19. Februar bis zum 15. März. Vier Gegner, die in der Liga zwischen Platz zwei und Platz sechs rangieren und allesamt in einem der europäischen Wettbewerbe vertreten. Gewiss, die Hoffnung war da, eventuell Überraschungen landen zu können. Aber die hat sich nicht erfüllt. Dennoch, die MT hat sich in dieser Phase recht wacker geschlagen, hat gekämpft, Moral bewiesen und kehrt nun erhobenen Hauptes in die heimische Rothenbach-Halle zurück. In Göppingen stand das Roth-Team gar vor einer Sensation, musste erst in der Schlusssequenz mit einem 21:23 vorlieb nehmen. Und auch zuletzt in Flensburg, wo mit Vasilakis, Sanikis und Danner gleich drei Stammkräfte fehlten, verkauften sich die Bartenwetzer nicht unbedingt billig.

”Die Mannschaft wird die Niederlagen gegen solche Top-Gegner richtig einordnen und verkraften können, ist sich Trainer Michael Roth sicher. Er baut darauf, dass seine Schützlinge am Sonntag erkennen, was die Stunde geschlagen hat. Großwallstadt, ein Kontrahent aus dem gesicherten Mittelfeld (24:24 Punkte, Platz 10) wird zwar als richtig harter Brocken eingestuft, aber Bange machen gilt nicht. Denn mit Siegen gegen solche Gegner könnte die MT die leichtfertig vergebenen Punkte aus den beiden ersten Spielen des Jahres gegen Lübbecke und Rheinland wieder wettmachen. Michael Roth hat seine Schützlinge deshalb auf die Partie gegen seinen ehemaligen Club gut vorbereitet und eingeschworen. ”Die immer noch guten Beziehungen nach Großwallstadt sind am Sonntag 60 Minuten lang kein Thema, wir wollen uns mit aller Kraft zwei Punkte holen”, macht der MT-Coach unmissverständlich das Melsunger Ansinnen klar.

Und das, obwohl er wahrscheinlich erst nach dem Aufwärmprogramm weiß, wen er ins Rennen schicken kann. Hat Alexandros Vasilakis seine Grippe überwunden? Wie belastbar ist Grigorios Sanikis bei immer noch nicht gänzlich ausgestandener Bauchmuskelzerrung? Kann eventuell sogar Felix Danner fünfeinhalb Wochen nach seinem Außenbandriss wieder mitmischen? – Fragen über Fragen, die dem MT-Trainer die Entwicklung einer geeigneten Strategie ungemein erschweren. ”Ich gehe davon aus, dass wir wieder improvisieren müssen, so wie wir das seit dem Ende der WM-Pause eigentlich ständig gemacht haben”, lässt sich Michael Roth aber nicht ins Bockshorn jagen.

Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig (Steuden/Landberg)

Vor dem wichtigen Heimspiel der MT Melsungen gegen Großwallstadt: Drei Fragen an Michael Roth:

Nochmal ein kurzer Rückblick nach Flensburg. Sie hatten sich vor dem Spiel gewünscht, dass sich die MT beim Favoriten ordentlich präsentiert, um unabhängig vom Ergebnis mit einem guten Gefühl nach Hause fahren zu können. Ist das so eingetreten?

Roth: Im Großen und Ganzen schon. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir in Flensburg mit Alexandros Vasilakis, Grigorios Sanikis und Felix Danner auf drei Spieler verzichten mussten, die zu den wichtigen Leistungsträgern in der für uns erfolgreichen Phase vor der WM-Pause gehörten. Sie waren praktisch Mitglieder der sogenannten Ersten Sechs. Hinzu kam, dass Nenad Vuckovic und Ivan Brovko noch die Strapazen ihrer Länderspieleinsätze in den Knochen steckten. Wir hätten bei etwas besserer Chancenauswertung das Spiel sicher knapper halten können. Allein in der zweiten Halbzeit haben wir sechs, sieben 100prozentige Torgelegenheiten vergeben. Aber das hätte an dem Leistungsunterschied nichts geändert. Flensburg ist eben eine der stärksten Mannschaften der Liga, noch dazu in ihrer berüchtigten ”Hölle Nord”. Wir haben die Differenz unter zehn Toren gehalten und das sehe ich unter den genannten Voraussetzungen schon als kleinen Erfolg an. Viel wichtiger war mir die Erkenntnis, dass die Mannschaft sich auch bei deutlichen Rückständen nie aufgegeben, sondern immer weiter gekämpft hat. Keine Frage, die Moral und die Einstellung in der Truppe sind intakt.

Das ändert nichts an der Tatsache, dass die MT – außer dem überraschenden Punktgewinn gegen Berlin – in diesem Jahr noch nichts gerissen hat. Das dürfte den Druck vor dem kommenden Spiel kaum kleiner werden lassen, oder ?

Roth: Der verschlafene Start ins neue Jahr mit den beiden Niederlagen gegen Lübbecke und Rheinland hängt uns natürlich noch nach. Das hätte uns nicht passieren dürfen. Aber wenn man gegen den Abstieg spielt, muss man mit solchen Aussetzern rechnen. Ich habe schon bei meinem Antritt in Melsungen gesagt, es wird ein langer, zäher Kampf, um die Klasse zu halten. Gleichzeitig bin ich der festen Überzeugung, dass diese Mannschaft das Potenzial dazu hat. Wir müssen uns in den kommenden Wochen vor allem sehr auf unsere Heimspiele konzentrieren. Schon am Sonntag gegen Großwallstadt heißt es alle Kräfte zu mobilisieren, um die beiden Punkte in Nordhessen zu behalten. Dass der Druck meine Spieler lähmen könnte, befürchte ich nicht. Wir haben derzeit zwar nicht den Erfolg, aber wenn man als Außenseiter Spiele gegen Topteams wie Kiel, Rhein-Neckar Löwen im Pokal, Göppingen und Flensburg verloren hat, braucht man nicht gleich in tiefe Depressionen zu verfallen.

Großwallstadt ist ein gutes Stichwort: Mit welchen Gefühlen gehen Sie in das Spiel gegen Ihren Ex-Klub?

Roth: Ich habe sechs Jahre dort gespielt war fünf Jahre Trainer und habe in dieser Zeit dort einiges mit aufgebaut, was jetzt noch Bestand hat. Da gibt es natürlich noch jede Menge positiver Erinnerungen. Zudem habe ich nach wie vor gute Kontakte dorthin und kehre immer gern an diesen Ort zurück. Diese Gefühle und Erinnerungen werde ich am Sonntag jedoch 60 Minuten lang ausblenden. Das ist ein rein sportlicher Wettkampf, in dem es für meine Mannschaft um viel geht. Als Trainer der MT will ich natürlich meinen Beitrag leisten, Großwallstadt zu schlagen. (Bernd Kaiser)



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