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MT Melsungen zu Gast beim VfL Gummersbach

Gummersbach/Melsungen. Die Saison der TOYOTA Handball-Bundesliga tritt in ihre heiße Phase ein – für die MT Melsungen beginnt der Endspurt spätestens am Samstag mit dem Gastspiel beim VfL Gummersbach. Anwurf in der Eugen-Haas-Sporthalle ist um 19 Uhr. Für die Melsunger heißt es, noch sechs Mal antreten, danach ist die Meisterschaftsrunde 2010/2011 bereits Geschichte. Bis dahin wollen, ja müssen die Roth-Schützlinge aber noch einige Pünktchen sammeln.

Derzeit beträgt der Abstand zum Relegationsplatz 16 nur magere vier Zähler – genausoviel übrigens, wie zur TSG Friesenheim, die derzeit auf einem Abstiegsrang liegt. Das ist nicht gerade beruhigend, zumal man, außer in Gummersbach, auch noch in Lemgo und in Wetzlar antreten muss. Hinzu kommt, dass die 28:37-Niederlage zuletzt in heimischer Umgebung gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht gerade das Selbstvertrauen gestärkt hat. Danach hatte  Michael Roth fast eine Woche Zeit, um seine Schützlinge auf den kommenden Gegner vorzubereiten. Mit dem VfL Gummersbach wartet am Samstag nun erneut ein Europapokalteilnehmer auf die Nordhessen.

”Ich hoffe, wir können in Gummersbach wieder komplett antreten. Denn das dortige Spiel ist vom Schwierigkeitsgrad her ähnlich einzustufen, wie das letzte gegen die Rhein-Neckar Löwen”, macht der MT-Trainer deutlich, was seine Mannschaft im Oberbergischen erwartet. Er baut darauf, dass Spielmacher Vuckovic, der zuletzt nur mit angezogener Handbremse spielen konnte, wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist, und dass auch Kreisläufer Klimovets nach seiner Halswirbelverstauchung wieder mitwirken kann. ”Im Hinspiel war die MT ja schon mal ganz dicht an einer Überraschung dran. Das haben wir uns bei der Einstimmung auf das Rückspiel natürlich wieder in Erinnerung gerufen. Aber man muss bedenken, dass sich der VfL aktuell durch den Einzug ins Europapokal-Halbfinale einen weiteren Motivationsschub geholt hat, und sich gegen uns am Samstag garantiert keine Blöße geben will”, mutmaßt Michael Roth.

Dabei muss der Gastgeber wahrscheinlich auf Torhüter Stojanovic verzichten, der sich mit hartnäckigen Rückenproblemen plagt. Dafür aber höchstwahrscheinlich wieder nach überstandener Grippe am Start ist Top-Shooter Adrian Pfahl. Mit 161 Toren, davon nur 19 Strafwürfe, ist der 28-jährige derzeit zweitbester Feldtorschütze der Bundesliga. Die Scorerliste in dieser Rubrik führt ausgerechnet ein Spieler vom Gegner MT Melsungen an. Und der heißt Nenad Vuckovic (144 Feldtore)! – Apropos Goalgetter: Hier vertraut der VfL neben Pfahl natürlich auch noch auf torgefährliche Akteure wie Vukovic und Schindler (beide Rückraum) sowie auf Wagner und Zrnic (beide Außen).

In der altehrwürdigen Eugen-Haas-Halle (Fassungsvermögen 2.100 Zuschauer), in der der VfL schon so manchem Europapokalgegner das Fürchten gelehrt hat, mussten die Blauweißen in dieser Saison vier Bundesliganiederlagen einstecken. Mit Ausnahme von Lemgo handelte es sich dabei aber jeweils um Spitzenteams und zwar aus Berlin, Flensburg und Hamburg. So steht die Mannschaft von Trainer Hasanefendic auf Platz acht, also ”jenseits von Gut und Böse”. Für entscheidende Sprünge weiter nach oben wird es wohl nicht reichen. Der Abstand zu Platz sechs zum Beispiel beträgt immerhin schon fünf Punkte.

Ob hingegen Tabellenvierzehnter Melsungen Boden gut machen kann, indem er ausgerechnet beim VfL Gummersbach Zählbares ergattert, wird nicht zuletzt von zwei Faktoren abhängen: Gelingt es dem Roth-Team gegenüber dem letzten Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen die Fehlerquote im Angriff deutlich zu reduzieren und kann sich die Abwehr, einschließlich der Torhüter, spürbar steigern? Wenn ja, dürfte das Spiel in Gummersbach ähnlich knapp verlaufen, wie dies Mitte November beim 24:25 in Kassel der Fall war. Das war übrigens die letzte Niederlage, bevor die MT eine Erfolgsserie startete und sieben Mal in Folge ungeschlagen blieb. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Gummersbach: Stefan Schneider / Colin Hartmann (Barleben / Magdeburg); DHB-Aufsicht: Jutta Ehrmann-Wolf

Bisherige Vergleiche: Von den 11 Bundesligaspielen konnte die MT nur eins gewinnen (34:31, 14.03.2009)



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