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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Inflationsrate steigt im April auf 2,1 Prozent

Hessen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen lag im April um 2,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Im März und im Februar hatte die Inflationsrate jeweils 1,8 Prozent betragen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, ist der Anstieg der Inflationsrate im April auf deutlich höhere Preise als vor einem Jahr für Pauschalreisen (plus 10,5 Prozent) zurückzuführen. Während 2011 die teurere Osterreisezeit vollständig in den April fiel, gehörte 2010 aufgrund des vergleichsweise frühen Osterfestes der Monat April schon zur billigeren Nebenreisesaison. Ohne diesen kalendarischen Effekt bei den Preisen für Pauschalreisen wäre die Inflationsrate im April wohl unverändert bei 1,8 Prozent geblieben.

Binnen Monatsfrist stieg der Verbraucherpreisindex im April um 0,3 Prozent. Ursächlich hierfür waren unter anderem steigende Preise für Kraftstoffe (plus 2,8 Prozent gegenüber März 2011), Flugtickets (plus 2,3 Prozent), alkoholfreie Getränke (plus 0,9 Prozent) und Mieterhöhungen für Wohnungen (plus 0,3 Prozent).

Das Verbraucherpreisniveau für Nahrungsmittel stieg in Hessen gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Teurer wurden binnen Monatsfrist Speisefette und -öle (plus 3,9 Prozent), Fisch (plus 1,5 Prozent), Brot- und Getreideerzeugnisse, Fleisch und Fleischwaren (jeweils plus 0,4 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (plus 0,2 Prozent). Dagegen zahlten die Verbraucher für Obst (minus 0,2 Prozent) und Gemüse (minus 1,0 Prozent) weniger als im Vormonat. Gegenüber April 2010 verteuerten sich Nahrungsmittel insgesamt um 0,7 Prozent.

Für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) zahlten die Verbraucher im April 1,1 Prozent höhere Preise als im Vormonat und 10,5 Prozent mehr als im April 2010. Die Preise der einzelnen Energieprodukte entwickelten sich unterschiedlich. Teurer gegenüber dem Vormonat wurden Superbenzin (plus 3,3 Prozent), Dieselkraftstoff (plus 1,2 Prozent), Heizöl (plus 0,3 Prozent) und Gas (plus 0,1 Prozent). Der Strompreis blieb unverändert. Binnen Jahresfrist stiegen die Preise für Heizöl um 27,3 Prozent, für Diesel um 17,3 Prozent, für Superbenzin um 10,6 Prozent, für Strom um 7,0 Prozent und für Gas um 4,7 Prozent. Wie schon in den Monaten zuvor sind die Energiepreise für den größten Teil der Inflationsrate verantwortlich. Ohne Energie betrug die Inflationsrate im April 1,0 Prozent.

Die Preise für Gebrauchsgüter sanken im April um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 0,3 Prozent gegenüber April 2010. Einen erheblichen Anteil hieran hatten Produkte der Unterhaltungselektronik mit Preissenkungen von durchschnittlich 4,2 Prozent binnen Jahresfrist. Besonders stark fielen die Preise für Fernsehgeräte (minus 19,8 Prozent), Notebooks (minus 13,2 Prozent) und Digitalkameras (minus 12,4 Prozent). Auch in anderen Bereichen gingen die Preise zurück, jedoch weniger stark. Haushaltsgeräte wurden binnen Jahresfrist 2,0 Prozent, Schuhe 1,7 Prozent sowie Möbel und Einrichtungsgegenstände 1,6 Prozent billiger. Höhere Preise als vor einem Jahr mussten die Konsumenten für Glaswaren und Geschirr (plus 1,3 Prozent), Werkzeuge (plus 0,8 Prozent) und Bekleidung (plus 0,5 Prozent) zahlen.

Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich binnen Jahresfrist durchschnittlich um 2,2 Prozent. Außer für Pauschalreisen (plus 10,5 Prozent) lagen auch für Flugtickets (plus 13,8 Prozent) die Preise aufgrund des oben beschriebenen kalendarischen Effekts deutlich über dem Niveau vom April 2010. Ebenfalls überdurchschnittlich stiegen die Preise für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 4,5 Prozent), Sport- und Erholungsdienstleistungen sowie Versicherungen (jeweils plus 2,7 Prozent). Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im April 1,3 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. (red)



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