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Bartosz Podbiol ließ mit 47,70 Metern aufhorchen

Athleten kritisieren Zeitplan

Felsberg. Der Glanz vergangener Jahre ist zwar erloschen, denn als Vierzehnjähriger war Bartosz Podbiol die bundesdeutsche Eins  im Diskuswerfen und im Speerwerfen mit 49,60 Meter die Nummer Vier. Das ist 13 Jahre her, aber bei den Kreismeisterschaften in Felsberg zeigte Bartosz Podbiol, dass er sein Handwerk noch versteht.  Mit 47,50 Meter siegte er im Speerwerfen der Männer und sorgte damit für eines der wenigen Glanzlichter in den Männerwettbewerben. Auch im Kugelstoßen trat der 27jährige an und war mit 10,94 Meter ebenfalls nicht zu bezwingen.  „Wenn ich ein wenig mit dem Speer trainieren würde, könnte ich auch über die 50 Meter und mehr werfen, aber mir fehlt augenblicklich Zeit und Motivation“, sagte der Familienvater, der mit Frau, Kind und Hund in das Felsburg-Stadion gekommen war.

Aber nicht nur Bartosz Podbiol sorgte für gute Leistungen in den Wurfwettbewerben.  Auch Lisa Arend, die erst in diesem Jahr mit dem Kugelstoßtraining begonnen hatte, überraschte und steigerte sich als Siegerin in der Frauenklasse auf  9,69 Meter. Sie gewann vor  Sarah Jannasek (TSV Remsfeld), die 9,13 Meter erreichte.  Der dritte Platz – und damit Bronze – ging wieder an eine Teilnehmerin der MT Melsungen, denn Sophia Köhler verbesserte ihren Hausrekord aus dem Vorjahr von 7,63 m auf 7,86 Meter. „Es ist nur eine Frage der Zeit bis Lisa zum ersten Mal über 10 Meter stößt“, sagte Alwin J. Wagner, der ihr zu ihrem ersten Kreismeistertitel lobend auf die Schulter klopfte. Im Diskuswerfen drehte Sarah Jannasek den Spieß um und verwies mit 27,10 Meter die beiden Melsunger Vertreterinnen Köhler (19,72 m) und Arend (17,68 m) auf die Plätze zwei und drei.

Im Sprint über 100 Meter belegte Lisa Arend bei einem Gegenwind von 1,8 m/sec mit 14,46 Sekunden den vierten Platz. Auf Rang sechs kam Sophia Köhler ins Ziel, die trotz des Gegenwindes mit 14,92 Sekunden noch unter 15 Sekunden blieb. Eine ganz schwache Beteiligung gab es in den Sprintwettbewerben der Männer.  Mit 12,98 Sekunden siegte der Spangenberger Philipp Hillmann vor Tilmann Schulz aus Melsungen, der für diese Strecke 13,10 Sekunden benötigte. Mit diesen Zeiten hätte man in der B-Jugendklasse nur die Plätze  sechs bzw. acht belegt.  Tillmann Schulz siegte in seinem ersten 200 Meterlauf in 27,14 Sekunden und sicherte damit einen weiteren Erfolg für die Melsunger Männer.

Bei den Senioren überzeugte einmal mehr Norbert Weinreich. Der mehrfache hessische Seniorenmeister schleuderte die Scheibe mit seinen vier gültigen Versuchen jedes Mal über die 35m-Marke und gewann in der Altersklasse der M40 mit 36,08 Meter. Die  nordhessischen Meisterschaften hatte er am 10. April im Kasseler Auestadion mit 35,91 Meter gewonnen. Jetzt können die Landesmeisterschaften kommen…

Bei den Seniorinnen war Hella Böker wieder einmal nicht zu bezwingen, aber zumindest im Kugelstoßen hatte sie eine bessere Leistung erwartet. Mit 8,87 Meter hatte die mehrfache deutsche Seniorenmeisterin vor ihrer Dauerkonkurrentin Irma Kirchhofs (Tuspo Borken) über zwei Meter Vorsprung „aber neun Meter sollten es schon sein“, sagte sie nach dem Wettkampf.

Im Diskuswerfen kam niemand weiter als die ehemalige weltklasse Diskuswerferin aus Fuldabrück. Selbst die Jugendlichen und Frauen, die 50 Jahre jünger sind, hatten ihren ersten Wurf von 27,14 Metern nichts entgegenzusetzen.

„Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, sagte Alwin J. Wagner und übertrug dieses geflügelte Wort auf ihre diesjährigen Diskuswettkämpfe. Bei den deutschen Winterwurf-Seniorenmeisterschaften in Erfurt belegte sie mit 25,59 Meter den zweiten Platz. Sechs Wochen später verbesserte sie sich beim Werfer-Mehrkampf in Borken auf 27,10 Meter und nun legte sie in Felsberg wieder vier Zentimeter zu. Damit steht der Kreisrekord in der W70 bei 27,14 Meter – es fehlen nur noch 38 Zentimeter zum Hessenrekord von Jutta Schäfer, die im Jahr 2002 in Weinstadt 27,42 Meter geworfen hatte.

„Ich hoffe, dass zum Jahreshöhepunkt die Scheibe über die 30 Metermarke fliegt“, sagte Hella Böker optimistisch, packte ihre Sachen und verzichtete auf das Speerwerfen, weil der Zeitplan nicht athletenfreundlich ausgearbeitet war. Auch Norbert Weinreich, der gerne im Kugelstoßen gestartet wäre, schimpfte auf den Zeitplan, denn zwischen dem Diskuswerfen um elf Uhr und dem Kugelstoßen sollte er über sechs Stunden warten. (ajw)



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