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Ursulinen-Schülerinnen malen Plakate gegen Komasaufen

Fritzlar. Ihre Bilder sind cool, krass und provokant: Mehr als 12.000 Jungen und Mädchen haben sich im März und April am bundesweiten DAK-Wettbewerb „bunt statt blau“ gegen das Komasaufen beteiligt. Mit die besten Plakate hessenweit  kamen von den Schülerinnen Charlotte Kleff aus Naumburg auf Platz  zwei, Elvira Mann aus Gudensberg auf Platz fünf  und Maureen Henkel aus Niedenstein auf Platz sechs, alle drei Schülerinnen der Ursulinenschule in Fritzlar. Elvira Manns  Kunstwerk zeigt eine jugendliche Person in einer Flasche – „Finde den Weg aus deiner Sucht“ und Maureen Henkels Kunstwerk zeigt deutlich, dass man „nüchtern immer die richtigere Entscheidung trifft“. Als Gewinn überreichte Wilfried Knoll (DAK-Chef in Fritzlar) Sporttaschen, Rucksäcke und Schlüsselbänder an Elvira Mann und Maureen Henkel. Einen Geldpreis für den zweiten Platz erhielt Charlotte Kleff für ihr Kunstwerk.

„Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch sprechen die Bilder der Jugendlichen eine deutliche Sprache“, sagt DAK-Chef Wilfried  Knoll. „Wenn so ein buntes Schock-Plakat im Schulunterricht entsteht, bringt das mehr als viele Info-Flyer oder Vorträge.“

In den vergangenen Wochen haben mehr als 800 Schulen das Thema Alkohol auf den Stundenplan gesetzt. Hintergrund: 2009 landeten 26.400 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus, was einen neuen Höchststand bedeutet. Auch im Schwalm-Eder-Kreis ist die Zahl der Betroffenen seit dem Jahr 2003 deutlich gestiegen.

Schirmherrin für den Wettbewerb „bunt statt blau“ ist die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans : „Ich freue mich über die große Beteiligung. Der Wettbewerb ermöglichte nicht nur eine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema. Er ist auch ein sehr guter Anlass, im Schulunterricht über die Gefahren des Rauschtrinkens zu diskutieren.“

Während der regelmäßige Alkoholkonsum insgesamt zurückgeht, ist der Anteil derjenigen, die zu bestimmten Anlässen größere Mengen Alkohol konsumieren, immer noch besorgniserregend hoch. In einer aktuellen DAK-Studie erklärten 42,6 Prozent der zehn- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler, dass sie sich im vergangenen Monat am Rauschtrinken beteiligt haben, das heißt in kurzer Zeit mindestens fünf Gläser Bier, Wein oder Schnaps getrunken haben.

Auch die durch die aktuelle Echo-Nominierung bekannte Band „Luxuslärm“ unterstützt die Kampagne, bei der jetzt im Juni aus 16 Landessiegern die Bundessieger gekürt werden. Informationen über die Gewinner und die besten Plakate gibt es im Internet unter www.dak-buntstattblau.de. Die Initiative „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. (red)

 



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