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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

DGB-Jugend: Qualität freier Ausbildungsplätze verbessern

Schwalm-Eder. Die DGB-Jugend Nordhessen fordert die Arbeitgeberverbände auf, beim Klagen über freie Ausbildungsstellen ehrlich zu sein. „Wer über noch unbesetzte Ausbildungsplätze redet, muss auch etwas zu ihrer Qualität sagen“, so DGB-Jugendbildungsreferent André Schönewolf. Die DGB-Jugend Nordhessen hatte den aktuellen „Ausbildungsreport 2011“ der DGB-Jugend mit den noch freien        Ausbildungsstellen in der Region verglichen. Der Vergleich ergab, dass vor allem die qualitativ mäßigen bis schlechten Ausbildungsberufe unbesetzt blieben. „Ausbildungsberufe, mit denen die Auszubildenden zufrieden sind, haben eine starke Nachfrage“, sagt Schönewolf. „Mit einer hohen Ausbildungsqualität werden Berufe und Unternehmen also attraktiv für Bewerberinnen und Bewerber“, appellierte Schönewolf an die heimischen Betriebe. „Wer Fachkräfte in den Schwalm-Eder-Kreis holen und hier halten will, muss sich bei der Ausbildungsqualität anstrengen.“

Bei den, für den Schwalm-Eder-Kreis zuständigen Arbeitsagenturen Kassel und Marburg seien nur in wenigen Berufen noch viele Stellen zu besetzen, meint Schönewolf zur Diskussion um freie Ausbildungsplätze. In beiden Agenturen werden zum Beispiel noch 147 Azubis im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im Lebensmittelhandwerk gesucht. Weitere 153 Ausbildungsplätze im Einzelhandel blieben unbesetzt. Der neue Ausbildungsreport der DGB-Jugend zeige, dass aber genau diese Berufe von Auszubildenden als schlecht und unattraktiv beurteilt wurden: Zahlreiche Überstunden, schlechte Vermittlung der Ausbildungsinhalte, geringe Perspektiven nach der Ausbildung und eine viel zu geringe Ausbildungsvergütung kämen hier zusammen.

Der Gewerkschafter fordert die Unternehmen auf, die Mängel in der Berufsausbildung zu beseitigen und so attraktiver zu werden für die Bewerberinnen und Bewerber: „Wenn die Kammern ihre Verantwortung für die regionale Wirtschaft nachkommen wollen, müssen sie ihre Überwachungspflicht in der Berufsausbildung endlich konsequent ausüben“, so Schönewolf.

Für den Ausbildungsreport der DGB-Jugend wurden in diesem Jahr bundesweit über 9.300 Auszubildende in den 25 häufigsten Ausbildungsberufen befragt. Bei der Zufriedenheit der Auszubildenden mit ihrer Ausbildung gibt es demnach sehr große Unterschiede. Beliebtester Beruf war Bankkaufmann oder -frau. Mehrere Jahre hintereinander belegten Berufe aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe und dem Lebensmittelhandwerk die letzten Plätze. (red)



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