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HSG Gensungen/Felsberg feiert vierten Sieg in Folge

Felsberg-Gensungen. Am Ende lagen sich Spieler und Fans in den Armen und feierten den vierten Sieg in Folge der HSG Gensungen/Felsberg. Doch dieser Jubelorgie gingen 60 Spielminuten voraus, die den Zuschauern alles abverlangten. Von Beginn an zeigte sich der Gegner, die SV Anhalt Bernburg, als zu erwartend starker Gegner. Die Gäste spielten strukturiert ihre Angriffe zu Ende und standen dann sicher in der eigenen Abwehr beziehungsweise hatten mit Artur Gawlik einen überragenden Rückhalt im Tor. So führten die Saalestädter nach sechs Minuten mit 3:0, so dass sich Dragos Negovan bereits früh gezwungen sah seine Auszeit zu nehmen, um die HSG wieder neu einzustellen. Der Auszeit folgte zwar durch Mario Schanze auch der erste Treffer, doch recht fruchten sollte diese Auszeit dennoch nicht. Denn im Angriff blieb die HSG enorm blass und beim Torhüter der Gäste war immer wieder Endstation.

Diese vielen Fehlversuche nutzen die Gäste aus und spielten konsequent ihre Angriffe aus beziehungsweise die HSG-Abwehr stellte die Abwehrarbeit fast komplett ein. So setzten sich die Bernburger nach 16 Minuten auf 11:3 ab. Als Martin Hoffmann in der 19. Spielminute gar das 13:4 erzielte, waren nicht wenige Zuschauer der Meinung, dass das Spiel bereits entschieden sei und die HSG nur noch Ergebniskosmetik betreiben könnte. Dies gelang den Negovan-Schützlingen und so konnte der Abstand auf fünf Tore (12:17) verkürzt werden. Ein Grund dafür, dass der Abstand etwas verkürzt wurde, waren die vielen Zeitstrafen der Saalestädter und die Rote Karte nach nur zehn Sekunden Einsatz für Frank Grohmann. Als die HSG noch mit sieben oder acht Toren zurücklag, stellte Wolfgang Viehmann, Vater des Kreisläufers Michael Viehmann, die These auf, dass bei einem Rückstand von fünf Toren zur Halbzeit die HSG noch gewinnen würde . Doch daran konnte kaum jemand glauben, denn der Torwart der Gäste kaufte dem einen oder anderen Gensunger Spieler den Schneid ab und kam bis zur Pause auf zwölf Paraden.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde die Aufholjagd auch gleich wieder im Keim erstickt, die Chance zur weiteren Abstandsverkürzung wurde vergeben und Bernburg erzielte das 18:12, dem danach gleich das 19:12 folgte. Es dauerte wieder fast vier Minuten ehe Steffen Ober den ersten Treffer für die Gastgeber in Hälfte Zwei erzielte. Dieser Treffer war enorm wichtig und wirkte wie ein Befreiungsschlag im Gensunger Angriffsspiel. Doch da die Gensunger Abwehr inklusive den Torleuten nicht ihren besten Tag erwischten konnte die HSG auch weiterhin den Abstand nicht verkürzen und so erzielte nach 37 Minuten Alexander Weber das 22:15 für die Gäste. Dieser Treffer blieb für den Verlauf des Spiels von enormer Bedeutung, denn es sollte für die nächsten 13 Minuten der Letzte sein, den die Gäste aus Bernburg erzielten. Die HSG Abwehr, mit Jens Wiegräfe im Zentrum, stand jetzt viel besser und auch Marc Lauterbach zeigte nun in Ansätzen sein Können. Das Selbstvertrauen kehrte zurück in das Gensunger Spiel und die erfahrenen Spieler Mario Schanze, Michael Viehmann, Steffen Ober und vor allem Stephan Untermann verkürzten nach und nach den Abstand. Stephan Untermann gelang nach 49 Minuten der nicht mehr zu glaubende Ausgleichstreffer zum 22:22. Nun übernahmen auch die Heimzuschauer das Kommando in ihrer Halle, nachdem vorher die Gäste Fans die Halle lautstark in Besitz nahmen. Dem Ausgleich folgte sogar die Führung durch Mario Schanze zum 23:22. Dieser Husarenritt hatte dann aber wieder ein Ende, denn die Gäste berappelten sich und übernahmen wieder das Spiel und führten mit 24:23 und 25:24. Doch der Wille bei den Gensunger Spielern riss nicht ab und so folgte durch Mario Schanze der erneute Ausgleich und durch Treffer von Michael Viehmann und Steffen Ober sogar die erste Zwei-Tore Führung. Aber die Gegenwehr der Anhalt Spieler war damit nicht gebrochen, mit der Folge des erneuten Ausgleichs 30 Sekunden vor Spielende. Aus neutraler Sicht hätte das Spiel zu diesem Zeitpunkt abgepfiffen werden können, denn beide Teams hatten sich mittlerweile einen Punkt verdient. Doch Gensungen inklusive der Zuschauer wollten nun natürlich den Sieg. Nach dem Anwurf verstrichen einige Sekunden und dann nahm Coach Negovan seine Auszeit. Es blieben dann noch fünf Sekunden auf der Uhr als die HSG auf Halblinks einen Freiwurf zugesprochen bekam. Der Freiwurf wurde von Michael Viehmann ausgeführt und auf Steffen Ober gespielt. Da dieser in der Liga als sehr wurfgewaltig bekannt ist, stürmten vier Bernburger Spieler auf ihn, um seinen möglichen Wurf zu Blocken. Doch Steffen Ober behielt einen kühlen Kopf und beförderte das Spielgerät in Zeitlupe an den einlaufenden und wild winkenden Philip Julius. Dieser hatte an diesem Tag bisher keine glückliche Figur abgegeben und hatte nun die Chance zum Sieg der HSG. Nach gespielten 59:58 Minuten erzielte er dann den umjubelten Siegtreffer für die HSG und die Halle stand Kopf.  Somit sollte Wolfgang Viehmann wieder einmal Recht behalten und seinem großem Handball-Wissen gerecht werden. (red)

HSG Gensungen/Felsberg:
Marc Lauterbach (1.-16.Minute 1 Parade und 37.-60. Minute 5 Paraden); Michael Stahl (16.-37. Minute 3 Paraden); Steffen Ober 8; Stephan Untermann 7/4; Mario Schanze 6; Jens Wiegräfe 3; Michael Viehmann 2; Jan-Hendrik Walther 2; Philip Julius 1, Alexander Bärthel; Hannes Bauer Christian Rohde.

SV Anhalt Bernburg:
Artur Gawlik (1.-60. 18 Paraden); Mantas Gudonis; Kilian Kraft 6; Martin Wartmann 6/3; Martin Hoffmann 4; Steffen Cieszynski 4; Alexander Weber 4/1; Tobias Rindert 2; Toni Pajung 1; Andreas Steinbrink 1; Frank Grohmann.



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