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MT zum Hessenderby nach Hüttenberg

Hüttenberg/Melsungen. Nur vier Tage nach dem Gastspiel in Hamburg geht die MT Melsungen erneut auf Reisen. Zum vorgezogenen ersten Spiel der Rückrunde der TOYOTA Handball-Bundesliga werden die Nordhessen vom TV Hüttenberg erwartet. Gespielt wird am Mittwoch, 7. Dezember, 20.15 Uhr, in der Sporthalle Hüttenberg. Die wichtigste Frage aus heimischer Sicht lautet natürlich: Kann sich die MT nach sieben Spielen ohne Sieg endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis verschaffen? Gewiss, mit dem derzeitigen zehnten Tabellenplatz liegt das Roth-Team exakt auf dem Kurs, den man sich für diese Meisterschaftsrunde gewünscht hat. Wenn dieser Rang auch am Saisonende noch Bestand hat, wird man sich absolut zufrieden zeigen.

Doch weil es bis dahin noch ein sehr weiter Weg ist, auf dem viele Stolpersteine lauern, ist es wichtig, Punkte zu sammeln, wo immer es geht. Und da rechnet man sich natürlich bei einem Erstliga-Neuling, der bislang erst drei Zähler ergattern konnte und auf dem vorletzten Platz steht, etwas aus. Kurzum, die MT fährt zum Hessenderby mit der Parole im Gepäck: Ein Sieg soll her! Trainer Michael Roth formuliert es so: ”Wir wollen die derzeitige Abwärtsspirale anhalten. Das Spiel in Hüttenberg ist für uns – und übrigens auch für unseren Gegner – absolut richtungsweisend. Gelingt uns dort ein Erfolg, haben wir gute Chancen, unter den Top-Ten zu überwintern.”

Die Vorbereitung der MT auf den TV Hüttenberg begann eigentlich schon in Hamburg. Als die Rotweissen dort zur Halbzeit bereits mit 11:18 aussichtslos im Rückstand lagen und erkennbar war, dass man an diesem Tage dem Deutschen Meister kein Bein würde stellen können, schickte Michael Roth seine Schützlinge nach der Pause mit der Devise auf’s Feld: ”Wir spielen uns ein für Hüttenberg!” Zumal die Mittelhessen genau wie die Hanseaten desöfteren eine 3:2:1-Abwehrvariante praktizieren. Betrachtet man nun rein das Ergebnis der zweiten 30 Minuten in der o2 World, dann scheint die MT vieles richtig gemacht zu haben – diese Spielhälfte endete nämlich 17:17.

Was muss die MT nun in Hüttenberg besser machen, als in den letzten, weniger erfolgreichen Wochen? Es sind die vielzitierten ”einfachen Fehler”, die es abzustellen gilt. Und die liegen zunächst im Angriffsspiel. Hier mal ein schlechter Pass, der nicht ankommt, da ein unüberlegter Wurf, der mühelos pariert werden kann – solche Begebenheiten sind es, mit denen man den Gegnern geradezu in die Hände spielt. Denn in dieser starken Liga ist nahezu jeder Kontrahent in der Lage, solche Geschenke anzunehmen, in schnelle Konter umzuwandeln und zu sogenannten einfachen Treffern zu nutzen. Da sind dann auch erfahrene Keeper wie Per Sandström oder Mario Kelentric meist machtlos. Passiert dies in einem Spiel fünf, sechs mal, gerät man schnell in einen Rückstand, der kaum aufzuholen ist. Außer einem konzentrierteren Angriffsspiel muss die MT aber auch in der Abwehr zulegen. Verbesserung der Abstimmung und des Timings heißen hier die Teilziele, an deren Realisierung Michael Roth immer wieder im Training arbeiten lässt. Ob er für den Auftritt in Mittelhessen auf das Mitwirken von Grigorios Sanikis bauen kann, der gegen Hamburg kurzfristig wegen eines grippalen Infekts ausgefallen war, wird sich erst kurz vor dem Spiel zeigen. Nach wie vor nicht dabei sein können allerdings Christian Hildebrand, der eine Bandscheiben-Operation auskurieren muss, und Alin Sania, der noch an einer Handverletzung laboriert.

Für den TV Hüttenberg als Aufsteiger gilt als oberstes Saisonziel der Klassenerhalt. Doch davon ist die von Jan Gorr trainierte Mannschaft nach nunmehr 13 Spieltagen in der neuen Liga noch meilenweit entfernt. Mit einem Sieg gegen den Aufsteiger aus dem Norden, Eintracht Hildesheim, und einem Remis in Hannover errangen die Mittelhessen bislang erst drei Punkte. Allerdings beweist das Team um Kapitän Florian Laudt seit drei Spieltagen ansteigende Form. In Gummersbach war man beim 32:35 bis kurz vor Schluss dicht an einer Überraschung dran, danach gelang das bereits erwähnte Remis in Niedersachsen und zuletzt wurden der haushohe Favorit Flensburg/Handewitt in Hüttenberg beim 26:29 in arge Bedrängnis gebracht. Dabei zieht der Underdog sein Selbstbewusstsein in heimischer Umgebung aus der besonderen Atmosphäre seiner Spielstätte. Mit 1.500 Plätzen ist die Hüttenberger Sporthalle die kleinste ”Arena” der Liga. Gefüllt bis auf den letzten Platz mit enthusiastisch mitgehenden Zuschauern, die ganz nah am Spielfeldrand sitzen, wird  auch dem ausgebufftesten Bundesligisten Respekt eingeflößt. ”Das wird am Mittwoch wahrscheinlich ein Hexenkessel sein”, mutmaßt Michael Roth. Die MT weiß also, was sie außer einem formstarken Gegner noch erwartet. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Hüttenberg:
Robert Schulze (Magdeburg) / Tobias Tönnies (Dodendorf; Spielaufsicht: Peter Rauchfuß

Hinspiel:
MT Melsungen – TV Hüttenberg 28:21 (16:11)



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