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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Henri Alter in einer Woche zweites Mal Jugendmeister

Frankfurt/Melsungen. Der vielseitige Henri Alter von der MT 1861 Melsungen war der große Triumphator bei den hessischen Meisterschaften der U18, denn der sechzehnjährige Geschwister-Scholl-Schüler gewann sowohl den Dreisprungwettbewerb in der Halle, als auch das Speerwerfen im Freien und gehörte mit diesen beiden Titeln zu den erfolgreichsten Nachwuchsathleten des Hessischen Leichtathletik-Verbandes bei den Landesmeisterschaften im Januar.

Bei den Winterwurfmeisterschaften des Hessischen Leichtathletik-Verbandes, die aus einem Wurfhaus in Frankfurt ausgetragen wurden, ließ sich Henri Alter von den winterlichen Temperaturen nicht beeindrucken. Der vielseitige Melsunger hatte in Frankfurt nicht nur die weitesten Würfe mit dem 700g-Speer, sondern auch die meisten gültigen, nämlich alle!  Er begann den Wettbewerb mit 47,53 Metern und setzte damit ein erstes Ausrufezeichen. Als sich im zweiten Durchgang Ruben Loew aus Weilmünster auf 48,92 Meter steigerte, blieb Henri Alter, der bereits im Vorjahr deutscher Jugendmeister im Steinstoßen werden konnte, cool und überzeugte mit starker Konzentrationsfähigkeit und hoher Motivation.  Als Antwort auf die 48,92 Meter von Loew schleuderte er in seinem zweiten Versuch das Gerät auf 49,66 Meter und holte sich sofort die Führung zurück. Loew konnte sich nicht mehr steigern und musste zum Schluss noch um seinen zweiten Platz bangen, denn Sven Bergfeld aus Salmünster ließ seinen Speer auf 48,40 Meter segeln.

Henri Alter verbesserte sich im dritten Durchgang auf 50,05 Meter und baute seinen Vorsprung mit seinen 50,43 Metern im vierten Versuch weiter aus. Auch im fünften Durchgang blieb er mit 49,94 Metern klar vor der Konkurrenz  und beendete seinen Wettkampf mit ansprechenden 48,38 Metern.

Mit Henri Alter hat die Melsunger Turngemeinde wieder einen Speerwerfer in den Reihen, der noch für manche positive Schlagzeilen sorgen wird.  Alter ist auch ein hervorragender Dreispringer, so dass er in der Altersklasse der U18 in diesem Sommer zweigleisig fahren wird.

Zur gleichen Zeit wurden in Frankfurt-Kalbach die Landeshallenmeisterschaften der U20 ausgetragen. Celine Kühnert, die hessische B-Jugendmeisterin des Jahres 2011, reiste als eine der drei Medaillenkandidatin an und wurde dieser Rolle auch gerecht. Bereits eine Woche zuvor hatte sie bei der Dreisprungentscheidung der Frauen mit 10,72 Metern einen undankbaren vierten Platz belegt. In Frankfurt sollte zum zweiten Mal in ihrer noch kurzen Laufbahn die begehrte Elf-Meter-Marke geknackt werden, denn die Siebzehnjährige hatte sich zwei Wochen vorher im Weitsprung auf genau 5,00 Meter verbessert.

Die Jugendliche aus Melsungen begann mit 10,56 Meter und lag nach dem ersten Durchgang hinter Malin Brietzke  aus Vellmar (10,75 m), aber vor Sarah Gwosdek aus Fulda (10,48 m) auf Rang zwei. Während Brietzke sich im zweiten Durchgang nicht steigern konnte, verbesserte sich die Jugendliche aus Fulda auf 10,79 Meter und setzte sich damit an die Spitze des  zehnköpfigen Feldes.  Auch Celine Kühnert steigerte sich auf 10,70 Meter, so dass die drei Medaillenanwärterinnen nur neun Zentimeter auseinander lagen. Im letzten Versuch des Vorkampfes eroberte sich Brietzke mit 10,91 Meter die Führung zurück.  Celine Kühnerts dritter Sprung – vor dem Absprungbalken – wurde mit 10,54 Meter gemessen. Immer noch war ein Sprung von elf Meter und mehr möglich. Aber im Finale versuchte sie es mit Gewalt, so dass drei ungültige Sprünge das Ergebnis waren.

Im vorletzten Durchgang wurde es noch einmal spannend: Sarah Gwosdek verbesserte sich auf 11,02 Meter und Malin Brietzke landete bei 11,29 Metern. „Schade, dass mein fünfter Versuch ungültig gegeben wurde; der war bestimmt elf Meter und mehr“, sagte eine nicht ganz zufriedene Celine Kühnert.  Aber das Dreisprungtalent aus Melsungen sicherte sich mit 10,70 Metern souverän vor Jennifer Maedicke aus Langgöns (10,44 m) die Bronzemedaille.

Marie Wagner sorgte im 800-Meter-Finale für die große Überraschung. Um Julia Merbach aus Kirchhain, die im Vorjahr die 800 Meter bereits unter 2:15 Minuten lief, war es in der letzten Zeit ziemlich still geworden. Die Experten hatten dennoch Zutrauen zu ihr, und sie sahen sich bestätigt, als sie in Frankfurt die 800 Meter der U20 in 2:18,28 Minuten gewinnen konnte. Kerstin Kauer von der SG Egelsbach, die in der Hallensaison nur über 400 Meter an den Start gegangen war, belegte überraschend den zweiten Platz.  Rang drei war nach den Ergebnissen der bisherigen Saison eigentlich für Karolin Siebert reserviert, denn die Fünfzehnjährige hatte eine Woche zuvor in der Altersklasse der U18 mit 2:20 Minuten bereits die Silbermedaille gewonnen.  Das MT-Mittelstrecken-Ass trainierte aber nicht für diese Meisterschaften, sondern legte ihren Schwerpunkt auf die eine Woche später in Sindelfingen stattfindenden süddeutschen Hallenmeisterschaften. Dort versucht sie die vier Hallenrunden zum ersten Mal unter 2:20 Minuten zurücklegen.

So war in Frankfurt die Zeit für ihre Trainingspartnerin Marie Wagner gekommen, die ihre Reserven im Kampf um die Bronzemedaille gekonnt einsetzte.  Die fünfzehnjährige Schülerin aus Gensungen, eine Läuferin mit Können, Köpfchen und Nervenkraft, sprintete auf den letzten Metern und hatte noch genügend Kraft, um die höher eingeschätzte und zwei Jahre ältere Janine Wampula aus Gelnhausen noch kurz vor  den Ziel zu überholen. Mit 2:23,27 Minuten gewann Marie Wagner die Bronzemedaille und war im Ziel überglücklich. Karolin Siebert kämpfte verbissen mit Janine Wampula, die sich mit dem Mute der Verzweiflung wehrte und dies mit unwahrscheinlicher Energie auch schaffte, um Rang vier. Die Jugendliche aus Gelnhausen belegte mit 2:24,25 Minuten einen Platz vor Karolin Siebert (2:24.40 Min.) den vierten Rang.  Auf Rang sechs platzierte sich Leonie Gieser von der LG Ried mit 2:25,86 Minuten.

Mit einer Gold- und zwei Bronzemedaillen schnitten die MT-Athleten auch bei diesen Landes-meisterschaften hervorragend ab und steigerten die Medaillenausbeute im ersten Monat des Jahres 2012 auf  zwei Siege, zwei Vizemeisterschaften und drei dritten Plätzen. (ajw)



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