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MT: 24:32-Heimniederlage gegen Göppingen

Kassel/Melsungen. Die Männer der MT Melsungen hatten sich viel vorgenommen für das Spiel gegen Frisch Auf Göppingen. Mit einem Sieg wollten Sie einerseits den Tabellennachbarn wieder vom achten Platz verdrängen, zum anderen ihre bisherige Erstliga-Bestmarke von 30 Punkten übertreffen. Doch trotz dieser Anreize gelang ihnen an diesem Abend vor 2.338 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle kaum etwas. Die Folge war eine klare 24:32-Niederlage nach einem bereits ebenso klaren 9:14-Halbzeitrückstand.

Schon früh an diesem Abend mussten die nordhessischen Fans erkennen, dass ihr Team weit von der Form der letzten erfolgreichen Wochen entfernt war. Geschlagene knapp vier Minuten verstrichen, ehe Felix Danner nach drei Fehlversuchen seiner Mannschaftskameraden den Bann brach und zum 1:0 einlochte. Bis dahin hatten zweimal Karipidis (davon einmal von der Siebenmeterlinie aus) und Fahlgren gute Chancen vergeben. Aber auch Göppingen war in dieser Phase (noch) glücklos. Außer den von Schweikardt und Rnic vergebenen Strafwürfen gab es bis zum 5:5 (12. Min.) kaum nennenswerte Ereignisse auf dem Spielfeld.

In der Folge war das Spiel  auf beiden Seiten von Fehlern durchsetzt. Dabei hatten die Göppinger allerdings den Vorteil, in Sebastian Rutschmann einen Keeper zwischen den Pfosten zu haben, der den MT-Schützen ein ums andere Mal den Schneid abkaufte. Egal ob von außen, zum Teil vom Kreis oder auch aus dem Rückraum – Rutschmann avancierte zum Phantom und zog die Melsunger Bälle geradezu magisch an. Er sollte im Verlauf dieser ersten Halbzeit auf satte 13 Paraden kommen, und damit die Melsunger Angriffsschwächen schonungslos aufdecken. Währenddessen brachte sein Pendant auf Melsunger Seite, Per Sandström, nur vier Mal die Hand an den Ball.

Horaks Treffer zum 6:7 folgten weitere: Kneule und Mrvaljevic (per Siebenmeter) und abermals Horak sorgten für die erste „kleine“ Führung (6:10, 21.). Und die gaben die Grünweißen nicht mehr her. Auch wenn Karipidis per Strafwurf zum 7:10 verkürzen konnte. Und weil Göppingen durch Treffer von Thiede und Kneule davon zu ziehen drohte (7:12, 24.), legte MT-Trainer Roth die Grüne Karte. Leider änderte sich nach dem Timeout auf MT-Seite nicht wirklich etwas zum Positiven. Vuckovic’s Fehlwurf ließ Späth vom Kreis das 7:13 folgen. Auch der Torwartwechsel – für Sandström kam Kelentric – zeigte kaum Wirkung. Bezeichnend für die schwache Tagesform bei der MT war zum Beispiel, dass selbst Goalgetter Vasilakis bis zur 30. Minute warten musste, ehe er seinen ersten Treffer erzielte. Es war das 9:14, mit dem es dann kurz darauf auch in die Kabinen ging.

Wer nun in Halbzeit zwei auf Besserung des bis dato insgesamt eher mauen Spiels gehofft hatte, wurde schnell enttäuscht. Analog zur ersten Hälfte spulten beide Teams ihr Pensum herunter, wobei es aber nur Göppingen gelang, eigene Fehler geschickt mit Toren zu kaschieren. Die MT hingegen schien mehr und mehr in sich gefangen und vergeblich auf der Suche nach der Wende. Da konnte einem Torwart Kelentric schon beinahe leid tun, wie oft er von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde. Vor allem die beiden Göppinger Rückraumspieler Thiede und Rnic tauten immer mehr auf und bauten ihre Torebilanz Wurf um Wurf aus. Dazu gesellte sich Rechtsaußen Markez, der dreimal einlochte. Schon beim 15:22 (47.) war die Messe praktisch gelesen – spätestens aber drei Minuten später, bei der ersten Zehn-Tore-Führung der Schwaben (16:26).

Wie gut aus Melsunger Sicht, dass dann der von der Bank für Vasilakis gekommene Schöngarth noch für einige sehenswerte Szenen sorgte. Der Rückraum-Hüne kam nach längerer Abstinenz erstmalig wieder zu einem Einsatz und erzielte prompt aus fünf Versuchen vier Treffer. Außer ihm gelang es zeitweise noch Vasilakis, die Zuschauer mit kunstvollen Kreis- und Außenanspielen zu begeistern. Ansonsten lief die MT ihrer guten Form der letzten Wochen vergeblich hinterher. Und so gab es bei der am Ende zu Buche stehenden 24:32-Niederlage nichts zu beschönigen. (Bernd Kaiser)

Trainerstimmen zum Spiel:

Michael Roth: Wir haben heute eine herbe Enttäuschung erlitten. Ich denke, dass man von einem kollektiven Versagen sprechen kann. Wir haben zu wenig Spannung ins Spiel gebracht und haben in den ersten 15 Minuten fahrlässig hundertprozentige Chancen liegen lassen. Da muss man sich nicht wundern, dass eine Mannschaft wie Göppingen das irgendwann ausnutzt. Wir haben klarste Möglichkeiten von den Außenpositionen ausgelassen und dazu zwei Siebenmeter. Dafür sind wir bestraft worden. Als sich Göppingen abgesetzt hat haben wir versucht noch mal etwas umzustellen. Aber die Mannschaft war heute mental nicht auf der Höhe, so ein Spiel vielleicht noch einmal zu drehen. Wir waren sehr gute Gastgeber, haben Freundschaftsspiel-Charakter gezeigt und letztendlich Göppingen geschont für das Wochenende. Was nicht unsere Absicht war. Es war wirklich dieses kollektive Versagen. Es ist jetzt wichtig, dass wir uns für die letzten zwei Wochen noch einmal formieren. Wir haben die nächste Chance in Nettelstedt, und ich denke, dass die Mannschaft da eine Reaktion zeigen wird. Ich will keinen Stab über die Mannschaft brechen, aber das war heute schon ein großer Rückschritt, eine große Enttäuschung. Und das haben wir nur uns selbst zuzuschreiben, obwohl Velimir Petkovic seine Mannschaft gut eingestellt hat. Sie haben heute mehr als verdient, auch in dieser Höhe, gewonnen.

Velimir Petkovic: Ich bin richtig zufrieden mit allem, was wir heute gezeigt haben. Wir sind mit gemischten Gefühlen gekommen weil viele gefragt haben, wie wir heute spielen werden. In drei Tagen haben wir ein wichtiges Europapokal-Endspiel in Frankreich. Wir haben das Spiel heute nicht leicht genommen, sondern als letzte Probe. Ich habe von der Mannschaft nur die richtige Einstellung verlangt und versprochen, dass ich viel wechseln werde. Dass jeder seine Chance bekommt uns sein Bestes geben kann. In der ersten Halbzeit hat das auch gut geklappt. Ich muss auch unseren Torwart loben, der in der ersten Hälfte 13 Bälle gehalten hat. In der Halbzeit habe ich der Mannschaft gesagt, dass ich bei dieser Torwartleistung mit plus fünf nicht zufrieden bin. Aber sie sind dann in der zweiten Halbzeit ja noch einen Schritt weiter gegangen, haben besser in der Deckung gestanden. Dazu kamen neun Tore aus zweiter Welle und Gegenstoß, so dass der deutliche Sieg in Ordnung geht. Das war heute die richtige Vorbereitung, dass wir mit breiter Brust nach Frankreich fahren.

Statistik:

MT Melsungen – Frisch Auf! Göppingen 24:32 (9:14)

MT Melsungen: Sandström (5 P.), Kelentric (8 P.); Schöngarth 4, Mansson 1, Schweikardt 3, Fahlgren 3, Vasilakis 4, Hildebrandt 1, Danner 2, Sanikis, Karipidis 3/3, Zufelde, Vuckovic 5/2, Dacevic (n.e.), Sania (n.e.).

Frisch Auf! Göppingen: Tahirovic (1 P.), Rutschmann (23 P.); Kneule 5, Thiede 6, Schöne 2, Späth 2, Mrvaljevic 5/1, Lobedank, Markez 4, Anusic, Rnic 6, Schubert, Markicevic, Horak 2.

SR: Matthias Brauer (Hamburg) / Kay Holm (Hagen/Schl.-H.)

Zeitstrafen: 6 – 8 (Mansson 19:51, Sanikis 35:46, Hildebrand 42:26 – Anusic 8:58 38:14, Thiede 27:04, Markez 58:59)

Strafwürfe: 8/5 – 3/1 (Karipidis scheitert an Rutschmann, 2:32 und 34:28 Min.; Schweikardt scheitert an Tahirovic, 4:43; Rnic scheitert an Sandström, 8:58; Mrvaljevic an die Latte, 35:50).

Zuschauer: 2.238 in der Rothenbach-Halle, Kassel

Spielfilm: 0:0 (1.), 0:0 (3.), 1:1 (6.), 2:2 (9.), 5:4 (12.), 5:6 (15.), 6:7 (18.), 6:9 (21.), 7:12 (24.), 8:14 (27.), 9:14 (HZ), 9:14 (31.), 9:15 (33.), 10:16 (33.), 10:16 (36.), 11:17 (39.), 14:19 (42.), 14:21 (45.), 15:23 (48.), 17:26 (51.), 19:28 (54.), 21:31 (57.), 24:32 (EN)



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