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Fischaufstiegstreppe und Flutmulden in Caßdorf gebaut

Homberg. Springende Lachse, die sich ihren Weg gegen den Strom eines Flusses zu den Laichplätzen suchen, dieses Bild könnte auch bald in Caßdorf wieder alltäglich werden. Neben Lachsen suchen auch heimische Fische ihren Weg zu den Laichplätzen, bisher jedoch noch vergeblich. Gerade in Caßdorf versperrt ein Wehr aus Beton mit einer unüberwindlichen Basaltsteinbarriere den Aufstieg in der Efze. Das Wehr gehört zur untersten und oberen Mühle von Caßdorf. Es leitet das Wasser in den künstlich angelegten Mühlgraben um, damit mit Wasserkraft vom Inhaber der wasserrechte Strom erzeugt werden kann. Nur eine geringe Menge verbleibt im Fluss. Das soll sich jetzt ändern. Damit die Fische ungehindert zu ihren Laichplätzen gelangen können und ausreichend Wasser für die Pflanzen- und Tierwelt im und am Fluß zur Verfügung steht, baute die Stadt Homberg eine Fischaufstiegstreppe und für den Hochwasserschutz Flutmulden.

Insgesamt werden 200.000 Euro in das Flurstück 27 der Gemarkung Homberg investiert, die jedoch zu 80 Prozent aus Landesmitteln bezahlt werden. Zehn Prozent trägt der Wasserverband Schwalm und zehn Prozent zahlt die Stadt Homberg.

Der Fischaufstieg verläuft fast parallel zum alten Flussbett. Die Flutmulden mit den Zuläufen folgen dahinter in Richtung Äckerflächen in einer S-Form, die den landwirtschaftlichen Weg kreuzen. Deshalb muss der Weg an zwei Stellen tiefer gelegt werden, damit das Wasser bei Hochwasser über den Weg in die dahinter liegenden Flutmulden einfließen kann. So entstehen mit der Zeit flutabhängige, wechselfeuchte Biotope, die die Heimat vieler Tierarten sein wird. Die Flutmulden können ein Stauvolumen von 5000 Kubikmeter Wasser aufnehmen. Das heißt, dass 5000 Kubikmeter Boden ausgehoben wurde. Dieser wertvolle Boden wird an anderer Stelle weiter verwendet.

Die Flutmulden bilden einen weiteren Baustein im Hochwasserschutzkonzept von Homberg. Sind doch schon Hochwasserschutzmaßnahmen in Holzhausen, Caßdorf Ortsmitte und Mühlhausen in Angriff genommen worden oder noch in Arbeit.

Die durch die Bautätigkeiten verdichteten Böden und Flächen werden wieder aufgelockert und mit naturnahen Grünlandsamen versehen. So entsteht naturnahes Grünland für eine extensive Nutzung.

„Die ausführende Baufima Beisheim hat alle Arbeiten zeitnah erledigt  und ich danke den Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit“, sagte Bürgermeister Martin Wagner bei der Ortsbegehung. Mit dabei waren Marcus Weber, Geschäftsführer der Firma Beisheim aus Bebra, Elmar Petrin, Leiter der Abteilung Wasser- und Bodenschutz im Schwalm-Eder-Kreis, Werner Barthel, Bauleiter der Firma Beisheim aus Bebra, Dr. Reiner Braun von Unger Ingenieure aus Homberg, die sich für die Planung verantwortlich zeichnen, Dr. Klaus Träbing von Unger Ingenieure, Gert Wenderoth, Beauftragter des Verbandes Hessischer Fischer für den Schwalm-Eder-Kreis und Heinz Ziegler, Verwaltungsleiter der Bauverwaltung Homberg und der technische Leiter des Bauamtes Nils Arndt.

Die Planung für diese Maßnahme stammt schon aus dem Jahre 2006. Damals wurde diese Renaturierungsmaßnahme im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen für den Bau des Hochregallagers der Bettenwelt GmbH gleich mitgeplant und konnte jetzt realisiert werden.  (di)



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