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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Dr. Edgar Franke besuchte Hardtwaldklinik

Bad Zwesten. Die Hardtwaldklinik in Bad Zwesten hat eine überragende Bedeutung für die medizinische Rehabilitation in der Region und darüber hinaus. Im Gespräch mit der Geschäftsleitung, der Verwaltungsleitung, der Ärztlichen Direktoren und leitenden Ärzten ging es beim Besuch von Dr. Edgar Franke um das aktuelle Thema der Krankenhausfinanzierung sowie der Mitarbeitergewinnung und Sicherung der Arbeit. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke fordert von der Bundesregierung, die Fehlentwicklungen bei der Krankenhausfinanzierung umfassend zu korrigieren. Franke: “Akutkliniken als auch die Häuser der medizinischen Rehabilitation müssen ordentlich finanziert werden. Darüber hinaus braucht es strukturelle Reformen, wie sie eigentlich 2009 schon beschlossene Sache waren.”

Der Verwaltungsleiter erklärte, dass die geringen Pflegesatzerhöhungen in keinem Verhältnis zu den Kostensteigerungen stünden und kaum ermöglichten, die benötigte qualitativ hervorragende Arbeit der Ärzte und des Personals zu sichern. Außerdem drohe eine Angleichung der Pflegesätze nach unten. “Letztlich führt diese Form des Wettbewerbs zwar zu Einsparungen aber auch zu Qualitätseinschränkungen und gefährde die wirtschaftliche Existenz vieler Kliniken”, so Dr. Karl-Heinz Vornholt. Besonders problematisch seien aber die unterschiedlichen Pflegesätze der Rentenversicherung und der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), so Vornholt weiter.

Ein zentraler Aspekt der Reform der Krankenhausfinanzierung 2009 war die Aufhebung der Bindung der Krankenhausausgaben an die beitragspflichtigen Einnahmen der Krankenkassen und vielmehr einen anderen Orientierungswert zu schaffen. Dieser Orientierungswert würde nun benötigt, um die Deckelung ihrer Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Kosten aufzuheben, so der Geschäftsführer der Wicker-Gruppe Dr. Karl-Heinz Vornholt.

Vornholt bedauerte die Streiks im Rahmen der Tarifauseinandersetzung. Bei Pflegesatzsteigerungen von unter einem Prozent je Jahre, sei es schlicht nicht möglich, mehrprozentige Lohnforderungen zu erfüllen. Diese seien aber mehr als berechtigt und notwendig, um weiteres Fachpersonal, gerade im Pflegebereich, gewinnen zu können.

Der ärztliche Direktor, Dr. med Christoph Berwanger stärkte diese Sicht. Die zunehmende Nachfrage gerade in der Psychotherapie bei gleichzeitiger Deckelung der Budgets könne kaum bewältigt werden. Dieser Trend verstärke sich durch die unzureichende ambulante Versorgung im Bereich der Psychotherapie. ”Leider werden aus kranken Patienten dann immer öfter Reha-Patienten”, wenn die ambulante Versorgung eingeschränkt würde, so der leitende Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. Niklas Schmitt.

Franke versprach, sich nicht nur gegenüber dem GKV-Spitzenverband sondern sich auch  im Gesundheitsausschuss für eine qualtitätssichernde und patientenorientierte Krankenhausfinanzierung einzusetzen. (red)



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