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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Biologische Vielfalt: Grüne stellen Kreistagsantrag

Schwalm-Eder. „Eine intakte Natur und Landschaft ist unsere Lebensgrundlage. Wir sind auf ihre Nutzung angewiesen. Sie ist die Wurzel regionaler Identität. Sie ist das Grundkapital von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus. Sie ist das Fundament für Verkehr, Gewerbe und Wohnen. Sie liefert uns die Ressourcen, die wir zum Leben und Arbeiten benötigen. Sie liefert Leistungen, die technisch kaum oder nur mit sehr hohen Kosten zu meistern wären: Selbstreinigungskräfte der Böden und Gewässer, natürliche Bodenfruchtbarkeit, Wasserspeicher und Luftfilter der Wälder“, so Dr. Bettina Hoffmann, Vorstandssprecherin der Grünen Schwalm-Eder.

„Die Biologische Vielfalt unserer Erde ist weltweit massiv bedroht. Als Antwort haben die Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 die UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Konkretere Ziele und Maßnahmen beschreibt die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt. Doch nationale und internationale Bekundungen müssen weitgehend auf lokaler Ebene umgesetzt werden. Den Kommunen kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Die Grünen Schwalm-Eder wollen daher schnell handeln. Der Schwalm-Eder-Kreis hat eine besondere Verantwortung für die Biologische Vielfalt naturnaher Buchenwälder in Habichtswald, Kellerwald und Knüll, für die Fluss-Auesysteme von Schwalm, Eder und Fulda sowie für eine einzigartige Basalt-Kuppenlandschaft. Wir müssen Schutz und nachhaltige Nutzung unserer natürlichen Lebensgrundlagen vereinen, um sie für uns und unsere Kinder nachhaltig zu sichern. Mit dem Antrag zur Unterzeichnung der Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ wollen wir ein Signal an die Öffentlichkeit senden und die Politik auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen einschwören“, so Hoffmann weiter.

Die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ wurde bisher von über 200 Kommunen unterzeichnet. Sie alle wollen ihrer besonderen Verantwortung nachkommen. Sie ergreifen Maßnahmen bei der Gestaltung von Grünflächen, für den Schutz von Arten und Lebensräumen. Sie fördern nachhaltige Nutzungen, verringern Versiegelung und Zerschneidung von Naturräumen. Sie stärken das öffentliche Bewusstsein, suchen Partner in Tourismus und Bildung und schließen sich zu einem „Bündnis für biologische Vielfalt“ zusammen. (red)



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