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MT-Bemühungen in Magdeburg ohne Erfolg

Magdeburg/Melsungen. Die MT musste am Sonntagnachmittag beim 30:34 beide Punkte in Magdeburg lassen. Zur Halbzeit lag das Roth-Team nur knapp zurück (17:19). Lediglich drei Mal im gesamten Spiel konnten die Nordhessen mit je einem Treffer in Führung gehen (1., 2. und 43. Minute). Ansonsten diktierte der SCM das Geschehen und gewann am Ende aufgrund der größeren Reserven nicht unverdient, wenngleich der Vier-Tore-Abstand den knappen Spielverlauf bis etwa zur 45. Minute nicht widerspiegelt. Beste MT-Schützen vor 5.416 Zuschauern in der Magdeburger GETEC-Arena waren Danner und Karipidis mit jeweils 7 Treffern. Für den Gastgeber traf Grafenhorst (8) am häufigsten.

Das Spiel begann mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Jahrhundert-Handballer Erhard Wunderlich, die die Ligaleitung zu allen Spielen dieses Wochenendes empfohlen hatte. Bei der MT durfte Abwehrchef Kubes nach seiner abgelaufenen Sperre wieder mitwirken. Dafür musste Trainer Roth auf Malte Schröder verzichten, der sich im Abschlusstraining vor der Partie einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Das sonst übliche taktische Abtasten fiel heute gänzlich aus, beide Mannschaften gaben indes von Anfang an Vollgas. So fielen in den ersten 60 Sekunden gleich drei Tore – Karipidis, van Olphen und Danner sorgten für das 1:2. Auch wenn es in diesem Wahnsinnstempo nicht weiterging, lieferten sich die beiden Kontrahenten in der ersten Viertelstunde einen offenen Schlagabtausch. Dabei erwirkte Grafenhorst mit dem 3:2 in der 4. Minute erstmalig einen kleinen Vorteil für die Hausherren.

Fortan blieb ihnen die MT mit einem, bzw. mit zwei Toren Abstand auf den Fersen. Bis zur 15. Minute, als Allendorf beim Stand von 10:8 mit einem Strafwurf an Eijlers scheiterte und danach Rojewski und Grafenhorst per Doppelschlag ihre Farben mit 12:8 nach vorn brachten. Michael Roth bremste deren Tordrang dann geschickt durch ein Team-Timeout. Und tatsächlich gelang seiner Mannschaft postwendend nach Wiederanpfiff durch ein Danner-Doppelpack der Anschluss zum 12:10 (17.). Leider kassierte in dieser Phase Abwehrchef Daniel Kubes, der bis dahin zusammen mit seinen Nebenleuten den eigenen Sechser gut verteidigt hatte, eine Zweiminutenstrafe. Die Überzahl nutzte Pajovic wiederum zur Drei-Tore-Führung für den SCM (13:10, 20.). Die Bördeländer waren nun emsig bestrebt, den Vorsprung weiter auszubauen. Das schien bis zum 18:14 auch zu glücken. Jedoch ließ die MT nicht locker und kämpfte sich bis zum Pausenpfiff – nicht zuletzt dank zweier Vuckovic-Treffer – auf 19:17 heran. Eventuell hätte es bis dahin sogar für mehr gereicht, aber nachdem Kubes verletzt ausgeschieden war, ging die Effektivität in der Defensive etwas verloren.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden hochengagiert zu Werke gehenden Kontrahenten ging zur Freude der spannungssuchenden Zuschauer auch im zweiten Durchgang unvermindert weiter. Zumindest bis etwa zur 47. Minute, als das Spiel nach den beiden Zwischen-Remis‘ 22:22 (43.) und 23:23 (45.) beim 24:24 auf des Messers Schneide stand. Gerade hatte Landsberg nach seiner dritte Zeitstrafe die Disqualifikation hinnehmen müssen und Vasilakis mit seinem zweiten Tor den Ausgleich hergestellt, als Wiegert den noch in Unterzahl befindlichen SCM wieder in Führung brachte (25:24). Michael Roth nahm zwar prompt ein weiteres Team-Timeout, aber Grafenhorst, van Olphen und Schäpsmeier – lediglich unterbrochen vom starken Danner – warfen eine Drei-Tore-Führung heraus (28:25, 51.). Das hätte aus MT-Sicht nicht sein müssen. Wenn, ja wenn im Angriff die sich bietenden Gelegenheiten in Torerfolge umgemünzt worden wären. Stattdessen fanden die Melsunger Angreifer allzuoft im Magdeburger Keeper Eijlers ihren Meister.

Nichtsdestotrotz – wer nun gedacht hatte, dass dies der Ausgangspunkt für die Vorentscheidung gewesen wäre, hatte sich geirrt. Denn Melsungen konterte. Binnen exakt 70 Sekunden hatten Sanikis und Mansson ihrem Team wieder zum Anschluss verholfen (28:27, 52.). Fast alles war wieder offen. Aber nun tauchten auf einmal Kneer, Jurecki und Rojewski förmlich aus der Versenkung auf. Die drei waren bis dahin kaum in Erscheinung getreten, markierten aber in dieser Phase drei Treffer in Folge. Diese Attacke zum 31:27, gut fünf Minuten vor dem Ende, kam dann tatsächlich einer Vorentscheidung gleich. MT-Trainer Roth versuchte dann mit der dritten Zeitstrafe, die Wogen in der jetzt von der Fanstimmung dominierten GETEC-Arena noch einmal zu glätten – die erhoffte Wirkung indes blieb aus. Denn vor allem Jurecki, dem noch weitere drei Treffer gelingen sollten, hatten es die Hausherren zu verdanken, dass sie am Ende mit 34:30 die Oberhand behielten. Gut gefightet, vieles richtig gemacht, aber leider verloren – so könnte das Fazit aus Sicht der MT lauten. (Bernd Kaiser)

Statement Michael Roth:
Gegenüber dem letzten Spiel gegen Hannover-Burgdorf war zwar eine leichte Verbesserung erkennbar und wir haben auch vieles richtig gemacht. Leider nicht im Angriff. Die einzigen, die in puncto Chancenverwertung heute hier Normalform zeigten, waren Felix Danner und Savas Karipidis. Ansonsten haben unsere Leistungsträger viel zu viele hundertprozentige Gelegenheiten ausgelassen. Das Spiel haben wir eindeutig vorne, nicht hinten, vergeigt. Man ist dennoch geneigt zu sagen, dass wir von der Anlage her die bessere Mannschaft waren. Doch wenn man soviele Fahrkarten produziert wie wir, kann man einen Gegner wie Magdeburg nicht schlagen. Das kämpferische Moment stimmt, die Abwehrarbeit ist in Ordnung, das Spiel nach vorne auch, aber es hapert derzeit einfach an der Konzentration im Abschluss. Wir hatten heute eine Riesenchance hier, aber haben sie nicht genutzt. Unsere Enttäuschung ist dementprechend groß.

Statistik:

SC Magdeburg – MT Melsungen 34:30 (19:17)

SCM: Eijlers, Hammerschmidt – Wiegert 1, Kneer 1, Rojewski 2, Landsberg 2, Pajovic 1, van Olphen 3, Grafenhorst 6, Tönnesen 1, Schäpsmeier 5, Weber 8/5, Jurecki 4.

MT: Appelgren, Sandström – Stenbäcken, Mansson 1, Kubes, Fahlgren 2, Vasilakis 3, Hildebrand, Danner 7, Sanikis 3, Karipidis 7/3, Allendorf 2, Vuckovic 5.

Strafwürfe: 5/5 – 4/3  (Allendorf scheitert an Eijlers, 15. Min.)

Zeitstrafen: 4 – 1 (Landsberg, 15., 34., 46, Disqualifikation – Kubes, 18. Min.)

Schiedsrichter: Ralf Damian / Frank Wenz (Bingen / Mainz)

Zuschauer: 5.416, GETEC-Arena Magdeburg

Spielfilm:
1:1 (1.), 2:2 (3.), 4:3 (5.), 5:4 (8.), 6:5 (10.), 8:6 (12.), 9:8 (14.), 12:8 (16.), 12:10 (18.), 13:11 (22.), 16:12 (25.), 18:13 (27.), 18:16 (29.), 19:17 (HZ), 19:18 (31.), 20:18 (33.), 20:19 (37.), 21:20 (40.), 22:21 (42.), 22:23 (43.), 24:23 (46.), 25:24 (48.), 27:25 (50.), 28:27 (52.), 30:27 (54.), 32:27 (56.), 32:28 (58.), 34:30 (EN)



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