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MT mit Start-Ziel-Sieg gegen Gummersbach

Kassel/Melsungen. Die MT Melsungen schlug am achten Spieltag der DKB Handball-Bundesliga souverän den VfL Gummersbach mit 32:27 (13:9). Dabei sahen die 2.063 Zuschauer in der Kasseler Rothenbach-Halle einen Start-Ziel-Siege des Heimteams, das die gesamte Dauer über geführt hat. Mehrere Male betrug der Vorsprung sogar bis zu sieben Tore. Gestützt auf eine glänzende Leistung von Keeper Per Sandström sowie den vom Siebenmeterpunkt makellosen Savas Karipidis (9/7 Tore) ließ sich die MT das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen. Bester Schütze bei den Gästen war der sieben Mal erfolgreiche Adrian Pfahl.

Beide Mannschaften fanden zunächst nur schwer ins Spiel. Hüben wie drüben stemmte sich ein jeweils gut funktionierendes 6:0-Bollwerk dem Gegner entgegen. Beim VfL etwas beweglicher und aggressiver, bei der MT dafür wesentlich aufgeräumter und vor allem besser abgestimmt mit dem dahinter stehenden Per Sandström im Tor. Der gleich zu Beginn dem ehemaligen Melsunger Goran Sprem einen Wurf abkaufte. Michael Allendorf machte seine Sache von Linksaußen besser und erhöhte nach Felix Danners Auftakttreffer auf 2:0 (3.).

Doch mit zunehmender Spieldauer kamen auch die Gäste besser in die Begegnung hinein. Sprems dritter Versuch führte zu erste Erfolg, dem Michal Kopco nach sechs Minuten den Ausgleich folgen ließ. Tore waren auf beiden Seiten nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren. Sobald sich die Deckungsreihen gefunden und positioniert hatten, begann das zähe Ringen um jede noch so kleine Lücke. Lief der Ball dagegen schnell nach vorn, gab es meist Zählbares. Mit Vorteilen bei den Hausherren, denen Per Sandström im Tor den Rücken im wahrsten Sinne des Wortes frei hielt. Vor allem gegen Vedran Zrnic, der zweimal aus der Nahdistanz am Schweden scheiterte.

Wie auch Adrian Pfahl, der beim Siebenmeter in Sandström seinen Meister fand. Da waren die Gäste allerdings nach zwischenzeitlicher drei-Tore-Führung der Melsunger durch einen Doppelschlag ihres Auffälligsten, Kentin Mahé, schon wieder auf 6:5 dran (17.). Und blieben bis zu Mahé’s Siebenmetertreffer zum 9:7 nach genau 26 Minuten auch erst einmal auf Tuchfühlung in einem kampfbetonten, aber an Toren armen Spiel. Die letzten vier Zeigerumdrehungen des ersten Durchganges boten dann allerdings Jubel im Halbminutentakt. Mit deutlichen Vorteilen für die Mannschaft in Rot-Weiß und eingeleitet vom starken Patrik Fahlgren. Ein Schlagwurf des Regisseurs über den Mittelblock hinweg sowie nur Sekunden später ein Tempogegenstoß, nachdem er beim Ballverlust der Gummersbacher in der Vorwärtsbewegung am schnellsten reagiert und den Konter selbst gelaufen hatte.

Als Daniel Kubes, der die MT-Abwehr nach drei Spielen Abwesenheit prima stabilisierte, für die verbleibenden 120 Sekunden vor der Halbzeit auf die Strafbank musste, hätte das die Chance für die Gäste auf eine Verkürzung sein können. Doch erst scheiterte Mahé vom Siebenmeterpunkt am eingewechselten Mikael Appelgren, dann wurden die Treffer durch Jörg Lützelberger und Kentin Mahé durch Patrik Fahlgren und Felix Danner jeweils umgehend beantwortet. Das deutliche 13:9 auf dem Anzeigewürfel zur Pause täuschte jedoch darüber hinweg, dass die Gäste aus dem Oberbergischen nicht unbedingt schlechter waren als die MT. Den Unterschied machte vor allem Per Sandström, der seinen Gegenpart Borko Ristovski deutlich ausstach.

War der erste Durchgang dominiert von zwei überragenden Deckungsreihen, so blieb von diesem Bild im zweiten Abschnitt nicht mehr viel übrig. Im Gegenteil waren die Torsteher überhaupt keine Faktoren mehr. Ausgenommen die ersten drei Minuten nach Wiederbeginn. Denn Sandströms Paraden zwölf und dreizehn waren die Grundlage dafür, dass Felix Danner, Patrik Fahlgren und Michael Allendorf schnell auf 16:9 stellen konnten –  wohl die Vorentscheidung in dieser Begegnung. Denn von diesem Nackenschlag erholten sich die Gäste letztlich nicht mehr. Auch wenn das Spiel nun deutlich offener wurde.

Was sicher der nachlassenden Konzentration der Melsunger, vor allem in der Deckungsarbeit, geschuldet war. Von der hauptsächlich Adrian Pfahl profitierte, der immer wieder mit flachen Bällen durchkam, die erst Per Sandström, später dann Mikael Appelgren überraschten. Eine Wurftaktik die schließlich auch Christoph Schindler erfolgreich übernahm. Überhaupt nicht ins Spiel kam dagegen Vedran Zrnic, der erstmals nach 47 Minuten zum 24:18 traf.

Knapp 50 Minuten waren vorbei, als Savas Karipidis für zwei Minuten vom Feld musste. Die MT lag mit 26:19 vorn, das Spiel schien gelaufen. Doch mit einem Mal war die Dominanz dahin. Mikael Appelgren, der unter der Woche als Lohn für seine bisher tadellosen Leistungen die Einladung in Schwedens Nationalteam bekommen hatte, fand keinen Einstieg ins Spiel. So nutzte Gummersbach die Überzahl zu zwei Treffern durch Goran Sprem und Jörg Lützelberger. Melsungens Trainer Michael Roth versuchte per Auszeit gegenzusteuern, aber Zrnic und Pfahl verkürzten unbeeindruckt weiter. Sieben Minuten vor dem Abpfiff schienen die Westdeutschen beim 26:23 wieder zurück im Spiel.

Doch der vorangegangene Schlagabtausch hatte auch bei ihnen Kraft gekostet. Abzulesen war das an vielen unsauberen Abwehraktionen in der Schlussphase. Colin Hartmann und Stefan Schneider, die als Schiedsrichter nie die Übersicht verloren, hatten noch alle Hände voll zu tun, die Partie nicht aus dem Griff zu verlieren. Zeitstrafen wie auch Siebenmeterentscheidungen gegen den VfL häuften sich, und dank der eisernen Nerven von Savas Karipidis brannte letztlich auch nichts mehr an. Dreimal der treffsichere Grieche vom Punkt, dazu noch je zweimal Kapitän Nenad Vuckovic und Michael Allendorf waren die Melsunger Vollstrecker zum Ende hin. Christoph Schindler tat es Pfahl nach und erwischte den zwischen die Pfosten zurückgekehrten Per Sandström dreimal mit verdeckten Flachwürfen. Am Gesamtbild und dem letztlich verdienten Erfolg der Bartenwetzer änderte das jedoch nichts mehr. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel
Michael Roth: Ich bin glücklich und zufrieden nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Art und Weise, wie es zustande gekommen ist. Wir hatten aus Magdeburg einige angeschlagene Spieler mitgebracht und konnten nicht so in Kleingruppen trainieren, wie wir eigentlich wollten. Es bestand aber auch Gesprächsbedarf über unsere Effektivität. Und sieht man da unsere Leistung über 60 Minuten, ist eine eindeutige Steigerung doch zu erkennen. Dieser Sieg war das richtige Zeichen für die kommenden Partien. Schade dass nun wieder zwei Wochen Pause sind, aber dann können sich die Verletzten auskurieren. Von Spiel zu Spiel müssen wir jetzt so konzentriert bleiben und uns langsam hocharbeiten.

Emir Kurtagic: Ich möchte der MT Melsungen zum verdienten Sieg gratulieren. Sie hat über 60 Minuten eine gute Leistung abrufen können und konnte mehr einfache Tore erzielt. Meine Mannschaft hat vor allem in der ersten Hälfte zu viele 100%ige Chancen ausgelassen. Normalerweise hatten wir das Spiel nach 30 Minuten schon verloren. In die zweite Hälfte sind wir trotzdem mit Hoffnung gestartet, aber die MT ging nach drei technischen Fehlern von uns mit sieben Toren weg. Das war die Vorentscheidung, nach der meine Spieler den Glauben verloren haben. Zudem ging das Duell der Torhüter eindeutig an Melsungen. Insgesamt kann man mit so vielen Fehlern einfach kein Spiel gewinnen.

Statistik
MT Melsungen: Appelgren (1 Parade / 5 Gegentore), Sandström (15 P. / 22 G.); Stenbäcken, Mansson, Kubes, Fahlgren (6), Vasilakis (5), Hildebrand, Danner (3), Sanikis, Karipidis (9/7), Allendorf (5), Vuckovic (4)

VfL Gummersbach: Ristovski (4 P. / 13 G.), Rezar (3 P. / 18 G.); Mladenovic, Schindler (5), Kopco (2), Krause (2), Putics, Lützelberger (2), Teppich, Mahé (5/1), Pfahl (7), Gaubatz, Sprem (2), Zrnic (2)

SR: Colin Hartmann (Magdeburg) / Stefan Schneider (Barleben)

Zeitstrafen: 6 – 10 (Kubes 27:48, Karipidis 49:32 56:26 – Krause 21:01, Kopco 41:46 54:29, Zrnic 53:02, Schindler 56:03)

Strafwürfe: 7/7 – 3/1 (Pfahl scheitert an Sandström, 16:35 Min.; Mahé scheitert an Appelgren, 27:52 Min.)

Zuschauer: 2.063 in der Rothenbach-Halle, Kassel

Spielfilm: 1:0 (1.), 2:0 (3.), 2:2 (6.), 3:3 (8.), 4:3 (10.), 5:3 (12.), 6:3 (13.), 6:5 (15.), 7:5 (18.), 8:5 (22.), 8:6 (24.), 9:7 (26.), 11:7 (28.), 13:9 (HZ), 16:9 (33.), 16:11 (35.), 18:12 (38.), 20:13 (40.), 21:15 (42.), 22:16 (44.), 24:17 (46.), 25:19 (48.), 26:20 (50.), 26:22 (51.), 26:23 (52.), 28:23 (55.), 29:25 (57.), 30:26 (58.), 32:27 (EN)



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