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MT Melsungen landet Kantersieg gegen Aufsteiger

Kassel/Melsungen. Die MT Melsungen hat ihr Heimspiel gegen den TV Neuhausen vor 2.108 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle mit 35:24 (17:12) gewonnen. Nur zu Beginn konnte der Aufsteiger mithalten und lag nach 18 Minuten sogar mit 8:7 vorn. Dann setzten sich die favorisierten Nordhessen durch und legten bereits vor der Pause den Grundstein zum souveränen Sieg. Einer der Garanten dafür war der eingewechselte Schwedische Neu-Nationalspieler Mikael Appelgren, der wieder zwei Strafwürfe parierte und auch sonst eine hervorragende Leistung bot. Als Torschützen konnten für die MT Melsungen Savas Karipidis (11/5), sowie auf Seiten des TV Neuhausen Andreas Schröder (6) überzeugen.

Von der Zielsetzung her könnte die Saison für die MT Melsungen jetzt zu Ende sein. Denn nach dem überzeugenden 35:24 (17:12) vor 2.108 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle rangieren die Nordhessen nach dem durchwachsenen Saisonstart nun wieder auf dem neunten, und damit dem angestrebten einstelligen Tabellenplatz. Möglich gemacht hat das eine konzentrierte Leistung gegen die Süddeutschen, die am Ende in den höchsten Heimsieg seit fast auf den Tag dreieinhalb Jahren mündete. Damals, am 25. April 2009, gab es sogar ein 38:26 gegen den TUSEM Essen.

Nach 18 Minuten hatte darauf noch niemand in der Halle auch nur einen Gedanken verschwendet. Denn da führten die Gäste noch etwas überraschend, aber nicht unverdient mit 8:7. Was einer etwas fahrigen MT-Leistung geschuldet war, die sich nach einer schnellen 4:2-Führung wohl zu schnell auf der sicheren Siegerstraße wähnte. Es sah auch leicht aus, wie die Neuhausener Abwehr ein ums andere Mal ausgehebelt wurde. Vornehmlich über die Nahwurfzone, wo allerdings nicht Felix Danner die Akzente setzte, sondern Michael Allendorf. Der Außen schlich sich zweimal zentral an den Kreis und verwandelte die sehenswerten Zuspiele von Alexandros Vasilakis und Patrik Fahlgren sicher. Den dritten Versuch nach diesem Muster konnte Gästetorhüter Thomas Bauer abwehren, wie auch zwei Würfe von Fahlgren und einen von Vasilakis. Dann schlug zweimal Savas Karipidis zu, dessen alter Torinstinkt wieder erwacht ist. Es schien also alles nach Plan zu laufen, der Aufsteiger war mit dem 4:2 noch gut bedient.

Dass sich das Blatt dennoch schnell wendete, lag an der aufkommenden Lässigkeit der Melsunger. Lange Pässe kamen zu ungenau, und kurze gegen die aufmerksame 3:2:1-Deckung der Gäste ohne den nötigen Druck. Daniel Kubes spielte einen Pass zu Gegenstoß genau zwischen den gestarteten Nenad Vuckvic und Michael Allendorf hindurch ins Seitenaus. Das bescherte den Schwaben mehrere Ballgewinne, die konsequent in Tore umgesetzt wurden. Vor allem von Marcel Schiller und Andreas Schröder. Die linke Angriffsseite des TVN zeichnete für sieben der ersten acht Tore verantwortlich und gab dem griechischen Duo Karipidis und Vasilakis ein ums andere Mal das Nachsehen. Was Karipidis mit vier eigenen Treffern beantwortete, Vasilakis mit einem und zwei Vorlagen. Und was der Partie damit das Prädikat „einseitig“ in einer ganz anderen Bedeutung bescherte, denn auf der Spielfeldhälfte vor den Mannschaftsbänken spielte sich kaum Nennenswertes ab.

Patrik Fahlgren gab den Zündfunken zur Wende. Seine Tore zum 8:8 (19.) und 11:9 (23.) sowie dazwischen die Ablage auf Vasilakis zu dessen 10:8 waren klare Wirkungstreffer gegen die bis dahin starke Abwehr der Gäste. Die nun, da ein Mittel gegen sie gefunden war, zusehends auseinander fiel. Und als Vasilakis mit ganz viel Ballgefühl einen Dreher gegen die eigene Laufrichtung um den konsternierten Thomas Bauer herum fast artistisch zum 12:9 einlochte, war der Widerstand des wackeren Außenseiters endgültig gebrochen. Über 14:10 (Allendorf, 26.) bauten die Nordhessen ihren Vorsprung bis zur Pause auf fünf Tore aus.

Nach der Pause legten beide Angriffsreihen los wie die Feuerwehr. Fast jeder Wurf war ein Treffer, so dass einem die jeweils eingewechselten Torhüter Mikael Appelgren und Magnus Becker (kam schon kurz vor dem Seitenwechsel und machte später wieder Bauer Platz) fast leidtun konnten. Zehn Tore in den ersten sechseinhalb Minuten waren die Ausbeute. Mit Vorteilen auf Melsunger Seite, die bis auf 23:16 enteilten. Und weiter für die herausragenden Szenen zuständig waren: Spielmacher Fahlgren traf vom Kreis, Rechtsaußen Karipidis per Sprungwurf aus dem Rückraum. Handball verkehrt in Kassel, aber dafür unterhaltsam und ganz nach dem Geschmack der Zuschauer.

Die wurden auch nach der von Markus Gaugisch genommenen Auszeit weiter mit ssehenswerten Aktionen verwöhnt. Aus der Schar der Darsteller tat sich vor allem Mikael Appelgren mehr und mehr hervor. Seine Glanzparade gegen Alexander Becker war nur der Auftakt für eine ganze Reihe spektakulärer Szenen des Schweden. Der in der Folge Garant dafür war, dass die Schere zwischen Melsungen und Neuhausen immer weiter aufging. Nur kurz hatten Alexander Becker und Philipp Keinath, der nach seiner Hereinnahme auf dem rechten Flügel sichtbar für Belebung sorgte, mit ihren Toren zum 24:18 (40.) noch einmal für leise Hoffnung beim Gast gesorgt. Dann zog die MT das Tempo wieder an und sorgte endgültig für klare Verhältnisse.

Gerade als Siebenmeterkiller Appelgren seinem Ruf gegen Marcel Schiller vom Punkt wieder einmal gerecht geworden war (47.) und Anton Mansson mit dem 29:19 für den ersten zweistelligen Vorsprung des Abends gesorgt hatte, kam Leben ganz anderer Art ins Spiel. Erst musste der gerade noch als Torschütze gefeierte Schwede auf die Strafbank, dann nur zwölf Sekunden später auch Daniel Kubes, dem ein Ball auf den Fuß gesprungen war. Doch auch in doppelter Unterzahl ließen die Melsunger nichts anbrennen. Jonathan Stenbäcken überlistete die Neuhausener Deckung mit seinem Ausflug auf die linke Außenposition sogar und landete einen Treffer.

Für den nächsten Höhepunkt war wieder Appelgren zuständig, der beim Tempogegenstoß von Keinath endlos lange mit einer Reaktion wartete und schließlich mit einem Reflex einmal mehr als Sieger aus dem Duell Mann gegen Mann herausging. Michael Allendorf verlängerte die Jubelszenen auf den Zuschauerrängen, als er ein Kempa-Anspiel von Stenbäcken zum 32:22 (53.) im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Gefolgt dann wieder von Appelgren, der achtzig Sekunden vor dem Spielende seinen zweiten Siebenmeter des Tages, diesmal geworfen von Keinath, abwehrte. Für den Schlusspunkt aus Melsunger Sicht sorgte wieder ein Schwede. Als ein Wurf von Vasilakis von der Latte abprallte, reagierte Mansson schneller als alle anderen, sicherte sich das Leder und vollstreckte zum 36:24. Nur noch gefolgt vom letzten Treffer der Partie durch Philipp Seitle. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel

Michael Roth: Wir können heute mit Ergebnis wie auch Spiel zufrieden sein. Das war eins dieser schwierigen Spiele, in denen jeder einen Sieg erwartet. Das hat meine Mannschaft gut gelöst. Wir haben umgesetzt, was wir uns erarbeitet und vorbereitet haben: mit Geduld agieren und das Spiel notfalls erst in der zweiten Halbzeit entscheiden. Nach den ersten 20 Minuten war ich froh, dass wir uns dann noch vor der Pause absetzen konnten. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass wir wechseln konnten, ohne dass es zu einem Einbruch kam. Es war schön, dass auch Spieler wie Hildebrand, Stenbäcken und Mansson, die sonst nicht so viele Anteile erhalten, ihren Einsatz bekommen haben und gute Leistung zeigten. Jetzt kommt wieder eine längere Pause, die unserem Rhythmus nicht förderlich ist. Dafür haben wir im Dezember dann gleich acht Spiele.

Markus Gaugisch: Zuerst einmal Gratulation an die MT Melsungen und an Michael Roth zum deutlichen Sieg gegen uns, der so auch in Ordnung geht. Wir konnten nur etwa bis zur 20. Minute sehr gut mithalten. Da haben wir aggressiv gespielt und sind zu vielen Ballgewinnen gekommen. Leider konnten wir dieses Niveau nicht bis zur Pause halten. In der zweiten Hälfte ist die Niederlage dann etwas hoch ausgefallen. Wir haben in der Verteidigung einfach zu viele Räume geöffnet, in die Melsungen mit Wucht hineingestoßen ist.

Statistik

MT Melsungen: Appelgren (12 Paraden / 14 Gegentore), Sandström (5 P. / 11 G.); Stenbäcken (2), Mansson (3), Kubes, Fahlgren (4), Vasilakis (7), Hildebrand, Danner, Sanikis, Karipidis (11/5), Allendorf (7), Vuckovic (2)

TV Neuhausen: Bauer (7 P. / 28 G.), M. Becker (1 P. / 7 G.); Theilinger (2), A. Becker (1), Schuldt, Keinath (4), Trost (2), Reusch, Schiller (4/2), Michalik (2), Büdel (1), Seitle (1), Schröder (6), Bader (2)

SR: Peter Behrens (Düsseldorf) / Marc Fasthoff (Düsseldorf)

Zeitstrafen: 8 – 6 (Danner 27:55, Mansson 47:18, Kubes 47:30 52:58 – Büdel 25:00 50:50, Schröder 54:52)

Strafwürfe: 5/5 – 4/2 (Schiller scheitert an Appelgren, 46:02 Min.; Keinath scheitert an Appelgren, 58:38 Min.)

Zuschauer: 2.108 in der Rothenbach-Halle, Kassel.

Spielfilm: 2:2 (4.), 3:2 (7.), 5:3 (10.), 5:6 (15.), 7:6 (17.), 8:8 (20.), 11:9 (24.), 14:10 (27.), 16:12 (30.), 17:12 (HZ), 19:15 (33.), 22:16 (36.), 26:18 (42.), 27:19 (45.), 29:19 (48.), 31:21 (51.), 32:22 (54.), 34:23 (57.), 36:25 (EN)



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