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Melsungen gegen Magdeburg – Das 50:50-Duell

mt-melsungen130312Kassel/Melsungen. Nach dem bewegenden Benefizspiel letzte Woche zugunsten der Methe-Familien vor ausverkauftem Haus gegen die Deutsche Nationalmannschaft hält mit der Partie am Mittwoch wieder der Ligaalltag Einzug in die Rothenbach-Halle. Das Duell des 24. Spieltages der DKB Handball-Bundesliga, MT Melsungen gegen SC Magdeburg, birgt ein hohes Spannungspotenzial und ist deshalb geradezu prädestiniert, das letzte Saisondrittel einzuläuten. Anwurf in Kassel ist um 20.15 Uhr, es gibt noch Tickets an der Abendkasse.

Beim Blick auf die Tabelle fällt auf, dass es außer dem Mittelfeldduell zwischen der MT und dem SC Magdeburg keine andere Partie an diesem Spieltag gibt, bei dem die Kontrahenten ähnlich dicht beeinander liegen.Während die Nordhessen und die Sachsen-Anhaltiner nur durch ein mickriges Pünktchen voneinander getrennt sind, herrschen bei den anderen acht Begegnungen jeweils zum Teil deutliche Abstände. Keine Frage also, das Match mit dem zu erwartenden höchsten Spannungsfaktor der Liga findet an kommenden Spieltag in Kassel statt!

Die MT will nach ihrem wechselhaften Start ins neue Jahr der Wunsch endlich mal ein komplettes Erfolgserlebnis verschaffen, also eines, bei dem sie nicht nur einen sondern beide Zähler in Nordhessen behält. Im letzten Liga-Heimspiel gegen Flensburg-Handewitt hat das Roth-Team mit dem unverhofften 26:26-Remis ja schon gezeigt, dass es so langsam wieder in die Spur zu kommen scheint. Dann aber mussten Vuckovic, Danner & Co. in Hannover einen 25:29-Rückschlag hinnehmen. Und zwar einen, den man aufgrund unterirdischer Chancenverwertung durchaus selbst heraufbeschworen hat.

Mit dem SC Magdeburg kommt nun ein Gegner, der aufgrund der Tabellenkonstellation für die MT mit ihrem Heimvorteil im Rücken eigentlich als “machbar” eingestuft werden darf. Was aber Michael Roth gar nicht gefällt, ist die zu vermutende besonders hohe Motivation der Gäste: “Die werden nach den bisherigen Enttäuschungen in der Liga und dem Europapokalergebnis vom Wochenende gegen uns alles geben, um ein weiteres Negativerlebnis zu verhindern. Ich sehe diese Paarung trotz unseres Heimvorteils eher als 50:50-Spiel”.

Die Zurückhaltung des MT-Trainers ist nachvollziehbar. So musste er seine Hoffnung, nach dem Ende der Grippewelle endlich mal mit dem kompletten Kader trainieren zu können, schon wieder ad acta legen. Mit Jonathan Stenbäcken, den jetzt ein Infekt erwischt hat und mit Grigorios Sanikis, der noch an seiner Bänderverletzung am Fuß laboriert, fallen mit hoher Wahrscheinlichkeit gleich zwei Halblinke aus. Das bedeutet, dass sich Patrik Fahlgren und Nenad Vuckovic, die eigentlich die Spielmacherposition bekleiden, dort abwechseln müssen.

Aber es gibt personell auch Lichtblicke im MT-Team: Abwehrchef Daniel Kubes ist nach überwundenem Virusinfekt und auskurierten Kniebeschwerden ebenso wieder an Bord wie Kreisläufer Felix Danner, der nach schneller “Schulterheilung” am Wochenende sogar schon im DHB-Team auflaufen konnte. Der, der sich besonders freut, wieder dabei zu sein, ist Christian Zufelde. Der Linksaußen hat nach seiner Schulter-OP im Herbst ein halbes Jahr lang auf Eis gelegen. Mit dem Benefizspiel letzte Woche bestritt er seinen ersten Wettkampf und zeigte dort mit zwei Toren schon wieder gute Ansätze. Seinem Comeback am Mittwoch in der Liga steht nun nichts mehr entgegen.

Die Magdeburger, als Tabellenzehnter zwei Plätze und einen Punkt hinter der MT postiert, sind mit ihrer bisherigen Ausbeute in der Liga alles andere als zufrieden. Das ursprünglich Saisonziel “Platz 5” habe die Mannschaft nur verunsichert, wird Trainer Frank Carstens in einer Pressemeldung zitiert. Der kürzlich von ihm beendete “Zweitjob ”als Co-Trainer der Nationalmannschaft lässt Carstens nun wieder mehr Zeit für seinen SCM. Wenn er auch in der Liga das Ziel nach unten korrigieren musste, so hat er mit seinem Team aber noch ein anderes heißes Eisen im Feuer. Im Europapokal (EHF-Cup) haben die Magdeburger die Gruppenphase auf Rang 1 abgeschlossen. Die Punkteteilung zuletzt im Heimspiel gegen Nantes hat den Gruppensieg nicht mehr gefährdet. Bereits am nächsten Wochenende kann der Traditionsclub mit einem Sieg in Istanbul das Tor zum Viertelfinale aufstoßen.

Vorher aber wartet die MT Melsungen auf den ehemaligen Championsleague-Gewinner. Und weil diese Bundesliga-Begegnung für beide Kontrahenten schon jetzt zu den Spielen zählt, in denen die Weichen für einen einstelligen Tabellenplatz am Saisonende gestellt werden, dürfen sich die Fans auf ein spannendes Kräftemessen mit offenem Ausgang freuen. Es ist eben ein 50:50-Duell. (Bernd Kaiser) 

Tickets:
Karten aller Kategorien, übrigens auch günstige Familienticktes, sind am Spieltag an der ab 18.45 Uhr geöffneten Kasse der Rothenbach-Halle erhältlich.

Schiedsrichter in Kassel:
Matthias Brauer (Hamburg) / Kay Holm (Hagen, Schleswig/Holstein);

DHB-Aufsicht:
Thorsten Zacharias



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