Startseite


Ihre Werbung hier!

Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Inflationsrate steigt im Mai auf 1,4 Prozent

Hessen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen lag im Mai 2013 um 1,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Der deutliche Anstieg der Inflationsrate gegenüber April 2013 (0,9 Prozent) ist u. a. durch steigende Preise für das Lotto spielen, für Pauschalreisen und für Nahrungsmittel verursacht. Die Preiserhöhung für Lotto ließ die Jahresteuerungsrate für Glücksspiele von 0,0 Prozent im April auf 21,1 Prozent im Mai steigen. Bei Pauschalreisen hatten im April außerordentlich kräftig sinkende Preise (minus 20,5 Prozent gegenüber Vormonat) die Jahresteuerungsrate auf minus 3,3 Prozent fallen lassen. Steigende Preise im Mai (plus 8,0 Prozent gegenüber Vormonat) hoben die Jahresteuerung für Pauschalreisen auf ein Plus von 1,0 Prozent. Die Jahresteuerungsrate für Nahrungsmittel stieg von 4,2 Prozent im April auf 5,4 Prozent im Mai.

Ebenfalls bedeutsam für den Anstieg der Inflationsrate im Mai war, dass sich die dämpfende Wirkung von im Vorjahresvergleich niedrigeren Preisen für Mineralölprodukte (Heizöl und Kraftstoffe) halbierte: Im April waren Mineralölprodukte 7,0 Prozent billiger als vor einem Jahr im Mai nur 3,5 Prozent. Ein stärkerer Anstieg der Inflationsrate wurde durch weiterhin sinkende Preise für langlebige Gebrauchsgüter (minus 1,7 Prozent gegenüber Mai 2012) verhindert.

Binnen Monatsfrist stieg das mit dem Verbraucherpreisindex gemessene Preisniveau um insgesamt 0,5 Prozent. Gründe für diesen Anstieg sind – wie schon bei der Jahresteuerungsrate – Preiserhöhungen für Glücksspiele (plus 21,1 Prozent gegenüber April 2013), Pauschalreisen (plus 8,0 Prozent) und Nahrungsmittel (plus 1,1 Prozent).

Das Preisniveau für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) sank im Mai um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und lag 1,4 Prozent über dem Niveau von Mai 2012. Die Preise der einzelnen Energieprodukte änderten sich wie folgt: Autogas (minus 2,2 Prozent gegenüber April 2013), Benzin und Gas (jeweils minus 0,3 Prozent) sowie Diesel (minus 0,1 Prozent). Strom kostete im Mai so viel wie im Vormonat, Heizöl wurde 0,6 Prozent teurer.

Binnen Jahresfrist stiegen die Preise für Strom aufgrund der drastischen Preiserhöhungen zu Beginn dieses Jahres mit einem Plus von 11,5 Prozent deutlich. Billiger wurden Autogas (minus 5,4 Prozent gegenüber Mai 2012), Heizöl (minus 5,3 Prozent), Diesel (minus 3,6 Prozent), Benzin (minus 2,7 Prozent), und Erdgas als Haushaltsenergie (minus 1,8 Prozent). Ohne Energie gerechnet lag die Inflationsrate im Mai bei 1,4 Prozent (April 2013: plus 1,1 Prozent).

Der Anstieg des Preisniveaus für Nahrungsmittel (plus 1,1 Prozent gegenüber April 2013) ist durch höhere Preise für Obst (plus 3,2 Prozent), Speisefette und -öle (plus 3,0 Prozent), Gemüse (plus 2,6 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (plus 1,3 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (plus 0,4 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (plus 0,3 Prozent) verursacht. Weniger als im Vormonat zahlten die Verbraucher für Fisch (minus 0,8 Prozent).

Gegenüber Mai 2012 verteuerten sich Nahrungsmittel insgesamt um 5,4 Prozent. Besonders deutlich stiegen binnen Jahresfrist die Preise für Gemüse (plus 10,4 Prozent), Speisefette und -öle (plus 7,9 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 7,2 Prozent), Obst (plus 6,2 Prozent) sowie Fisch (plus 5,6 Prozent). Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich um 4,2 Prozent sowie Brot und Getreideerzeugnisse um 1,8 Prozent.

Die Preise langlebiger Gebrauchsgüter lagen im Mai 2013 um 1,7 Prozent unter dem Niveau von Mai 2012. Deutlich billiger wurden insbesondere Produkte der Unterhaltungselektronik (minus 8,6 Prozent), darunter Fernsehgeräte (minus 19,1 Prozent), PCs (minus 14,2 Prozent) und Digitalkameras (minus 10,6 Prozent). Auch bei Haushaltsgeräten setzte sich der Trend sinkender Preise (minus 2,4 Prozent) fort. Ebenfalls billiger wurden Möbel und Einrichtungsgegenstände (minus 0,8 Prozent) sowie Heimtextilien (minus 0,6 Prozent).

Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich im Mai binnen Jahresfrist durchschnittlich um 1,3 Prozent. Deutlich höhere Preise zahlten die Verbraucher nicht nur für Glücksspiele (plus 21,1 Prozent), sondern auch für Verbundfahrkarten (plus 4,2 Prozent) und Leistungen sozialer Einrichtungen (plus 3,1 Prozent). Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im Mai 1,3 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. (red)



Tags: , , ,


Ähnliche Beiträge

Bisher keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

© 2006-2017 SEK-News • Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS)Impressum + DatenschutzAGB





Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com

Um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern, verwendet diese Seite Cookies. Details

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen