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Neue Konzepte der Friedhofsgestaltung vorgestellt

friedhofgestaltung130627aMorschen. Neue Konzepte der Friedhofsgestaltung wurden in Morschen auf einer Veranstaltung des Evangelischen Forums Schwalm-Eder in Zusammenarbeit mit den Kirchen- und der politischen Gemeinde sowie der Steinmetz- und Bildhauer-Innung Hessen-Nord im Bürgersaal des Rathauses vorgestellt. Der Blick der Referentin, der Landschaftsarchitektin Sabrina Regener aus Frankfurt, richtete sich dabei vor allem auf sogenannte „Memoriam-Gärten“, die zusätzlich zum normalen Reihengrab in besonderer Weise die Erinnerung an Verstorbene auf den Mörscher Friedhöfen ermöglichen könnten. „Die Gräber, die wir haben, heißen zwar ‚Wahlgräber‘, aber bisher haben wir keine Wahlfreiheit auf unseren Friedhöfen. Es wird der Reihe nach belegt“, sagte der Bürgermeister aus Morschen, Herbert Wohlgemuth.

Kleine oder größere umgestaltete Flächen, die jeweils etwa 30 Gräber zu einer zusammenhängend gestalteten Einheit verbinden, könnten – eingebettet in ein Gesamtkonzept – dem Friedhof ein neues Gesicht geben. Begonnen werden soll mit dem Friedhof in Altmorschen. Eine Friedhofskommission arbeitet zu diesem Zweck schon seit über einem Jahr. Zum Beispiel wurde eine Befragung der Bevölkerung organisiert.

sabrina-regener130627„In Südhessen haben wir gute Erfolge mit dem Konzept der Memoriam-Gärten“, so  Sabrina Regener, die bei der Treuhandstelle für Dauergrabpflege in Hessen-Thüringen für die Projekte zuständig ist. Derzeit betreut die Treuhandstelle 16.000 Grabstätten auf 1.000 Friedhöfen. Dazu arbeitet sie mit 450 Fachbetrieben, vor allem örtlichen Gärtner- und der Steinmetzbetrieben, zusammen.

Für Morschen zeigte Regener einige Handskizzen zur Umgestaltung des Friedhofs, die für die Arbeit in den kommunalen Gremien noch ausgearbeitet werden könnten, wenn sich die Kommune sich für diese Alternative entscheidet. Zur Finanzierung der neuen Flächen mit geschwungenen Wegen, aufeinander abgestimmten Steinstelen und einer geschmackvollen gemeinschaftlichen Staudenbepflanzung würde dann eine Kooperation entstehen, in der Betriebe, die Treuhandstelle Grabmalpflege und die Gemeinde zusammenarbeiten. Dies habe den Vorteil der Kostenverteilung und könnte schnell zu sichtbaren Ergebnissen führen. Einzelpersonen könnten dadurch verschiedene Varianten vor Ort sehen, und wenn gewünscht, eine frühzeitige Entscheidung für einen Grabplatz treffen. Das neue Konzept verbinde eine ansprechende Gestaltung mit einer verlässlichen Grabpflege und überschaubaren Kosten. Es wäre das erste Konzept dieser Art in Nordhessen. „Wir wollen vor allem das Problem der anonymen Bestattungen angehen“, so Bürgermeister Wohlgemuth. Denn die wünsche sich aus der Bevölkerung fast niemand, sobald es Alternativen gebe. Diese zügig zu schaffen sei nun die Aufgabe für die sieben Friedhöfe in der Großgemeinde Morschen. (Dierk Glitzenhirn)

 



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