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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

362 Jugendliche haben noch keinen Ausbildungsplatz

Schwalm-Eder. „Zum Beginn des Ausbildungsjahres sind noch längst nicht alle Bewerberinnen und Bewerber in einem Ausbildungsverhältnis“, kommentiert der nordhessische DGB-Jugendbildungsreferent André Schönewolf die am heutigen Tag veröffentlichte Statistik der Bundesagentur für Arbeit zum Ausbildungsmarkt im Schwalm-Eder-Kreis. Schönewolf hofft, dass die Unternehmen auf die laut Arbeitsagentur 362 unversorgten Bewerberinnen und Bewerber im Landkreis zugehen, um ihre freien Stellen zu besetzen. „Leider gibt es für die vielen Jugendlichen im Schwalm-Eder-Kreis nur noch 219 Ausbildungsplätze. Wir sind von den Unternehmen und Kammern enttäuscht, die nach wie vor behaupten, dass jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz findet. Dies ist schlichtweg falsch“, so der Gewerkschafter. Ebenfalls sollten die Betriebe sich nicht durch die verbreiteten Vorurteile, dass Bewerberinnen und Bewerber Defizite hätten, von einer Ausbildung abbringen lassen.

Die DGB-Jugend freut sich zusammen mit vielen tausend nordhessischen Auszubildenden über ihren Start ins Berufsleben und wünscht ihnen viel Erfolg. „Wenn Auszubildende Fragen zu Bezahlung, Arbeitszeiten oder Urlaub haben, sind wir von der Gewerkschaftsjugend die kompetenten Ansprechpartnerinnen“, erläutert Schönewolf die Angebote der DGB-Jugend und der DGB-Gewerkschaften. Auszubildende können sich nicht nur an ihre Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie ihren Betriebs- oder Personalrat wenden, sondern auch das nächste Gewerkschaftsbüro kontaktieren. Als besonderen Service gibt es die anonyme Internetberatung auf www.dr-azubi.de. „Die Gewerkschaftsjugend lebt jedoch vom Mitmachen“, lädt Schönewolf die Auszubildenden ein. Nur über eigenes Engagement in einer Gewerkschaft könnten diese beispielsweise auf ihre Ausbildungsvergütung oder die Übernahme nach der Ausbildung Einfluss nehmen und ihre Arbeitsbedingungen mitgestalten. (red)



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