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MT reist nach Hamburg: Den HSV herausfordern

mt-melsungen140212Hamburg/Melsungen. Am 22. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga steht der MT Melsungen der erste Auswärtseinsatz des neuen Jahres bevor. Die Reise geht nach Hamburg, wo die Nordhessen den dortigen HSV herausfordern wollen. Für den Gastgeber ist es übrigens das erste Heimspiel nach der EM-bedingten Pause. Anwurf in der o2 World ist am Donnerstag, 13. Februar um 20.15 Uhr. Mit dem glücklichen, aber keineswegs unverdienten 33:32-Sieg gegen Lemgo sicherte die MT Melsungen ihren sechsten Tabellenplatz und reist mit gestärktem Rücken zum frischgebackenen Tabellenvierten HSV Handball. Der gewann am Wochenende in Wetzlar zwar “nur” mit 26:23, überzeugte damit aber trotzdem seinen Trainer, der bis zur 55. Minute von seinen Schützlingen ein “gutes Spiel” gesehen hatte. “Die 6-0 Abwehr war heute sehr stabil. Das war unser Ziel. Heute haben wir auch gesehen, dass wir eine große individuelle Klasse haben”, lobte Martin Schwalb in der anschließenden Pressekonferenz sein Schützlinge.

Sein Trainerkollege und Freund Michael Roth, der sich ob des knappen Sieges geegn Lemgo sehr für seine Mannschaft freute, hatte indes einigen Grund zur Kritik: “Vorne lief es bei uns schon ganz gut, wie die 33 geworfenen Tore zeigen, aber in der Defensive haben wir einfach zu viele Treffer kassiert. Hier mangelte es noch an der Abstimmung in der Abwehr, wie auch an der Effektivität bei den Torhütern”. Diese Mankos sprach Roth im Nachgang in der Analyse des Spiels offen an und verwies damit gleichzeitig auf den nächsten Gegner. Gegen Hamburg müsse die Abwehr besser organisiert werden, was in erster Linie die Aufgabe des erfahrenen Daniel Kubes sei. Zudem müsse auch das Zusammenspiel zwischen der Hintermannschaft und Torhütern besser funktionieren, wie auch die Keeper selbst sich merklich steigern müssten.

Roths Forderungen an seine Schützlinge sind unmissverständlich, aber nicht vorwurfsvoll. “Nach einer langen Wettkampfpause kann im ersten Spiel die Abstimmung noch nicht in allen Punkten da sein. Das wussten wir aber vorher. Das Spiel in Hamburg ist deshalb für uns eine gute Gelegenheit, gegen einen großen Gegner weiter an unserer Form zu feilen und den Rhythmus zu finden. Was dabei als Ergebnis herauskommt, wird sich zeigen”, so der MT-Coach.

Apropos Rhythmus: Ursprünglich sollte das Spiel der MT in Hamburg am Mittwoch stattfinden, wurde aber  wegen des DFB-Pokalspiels der HSV-Fußballer gegen Bayern München um einen Tag verschoben. Die beiden Arenen liegen in unmittelbarer Nachbarschaft und man befürchtete Parkprobleme. Die MT wird aber ihren Reiseplan beibehalten und wie vorgesehen am Mittwoch gen Norden aufbrechen. “Wir werden mit der Mannschaft das Fußballspiel besuchen und den nächsten Vormittag zur weiteren Teambildung nutzen”, verrät Roth. Statt eines Hallentrainings heißt es dann “ab an die frische Luft”.

Inwieweit die MT-Cracks davon dann noch am Abend zehren, wird man sehen. Auf jeden Fall wollen sie es den favorisierten Hausherren so schwer wie möglich machen. “Der HSV ist in der Tabelle zwar nicht so weit von uns entfernt, stellt aber in puncto Qualität ein ganz anderes Kaliber dar”, weiß Michael Roth. Das Team um den amtierenden Welthandballer Domagoj Duvnjak führt nach dem drittletzten Spiel in der Gruppe D der Championsleague die Tabelle vor der SG Flensburg-Handewitt an, und ist damit klar auf Achtelfinalkurs in der Königsklasse.

Neben Duvnjak lässt sich gleich eine ganze Armada von Spielern nennen, die als wichtige Leistungsträger fungieren und Trainer Schwalb bei der Aufstellung gar die Qual der Wahl aufbürden dürften: Johannes Bitter und Marcus Cleverly (beide TW), Blazenko Lackovic, Pascal Hens, Petar Djordjic (alle RL), Neuzugang Joan Canellas (RM), Hans Lindberg beide (RA und Top-Strafwurfschütze), Andreas Nilsson und Henrik Toft Hansen (KM), Zarko Markovic und Adrian Pfahl (beide RR), Torsten Jansen und Matthias Flohr (beide LA). Die und ihre Kollegen sind insgesamt mit einer internationalen Erfahrung von über 1.400 Länderspielen gesegnet. Kein Wunder, dass die Ansprüche des HSV andere sind, als zum Beispiel die der MT.

Allerdings hat diese Saison auch schon gezeigt, dass die Hanseaten nicht unverwundbar sind. So gelang dem Aufsteiger Bergischer HC gleich zum Auftakt im September ein 34:29-Sensationssieg. Im Oktober dann boxte Göppingen den HSV überraschend vor dessen eigenem Publikum mit 33:31 aus dem DHB-Pokal und im November entführte der TBV Lemgo beim 35:35 einen Zähler aus der o2 World.

“Warum sollte uns das nicht auch gelingen”, fragt Michel Allendorf selbstbewusst. Der MT-Linksaußen, mit 150 Treffern derzeit zweitbester Torschütze der Liga, gesteht natürlich auch, dass er und seine Mannschaftskamerden dem HSV mit großem Respekt begegnen, was aber nicht bedeute, dass man ihm das Feld kampflos überlassen wolle. Zweimal hat es schließlich auch die MT schon geschafft, den großen HSV in die Knie zu zwingen. Darüber hinaus verliefen die beiden Begegnungen im vergangenen Jahr äußerst knapp. Im Juni gab es in Kassel ein 30:30-Remis und im September verpasste die MT an gleicher Stelle beim 33:35 eine mögliche Überraschnung nur um Haaresbreite. (Bernd Kaiser)

Die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA) plant eine Live-Radioreportage vom Spiel in Hamburg unter radiohna.de.

Schiedsrichter in Hamburg: Holger Fleisch / Jürgen Rieber (Nellingen / Nürtingen); DHB-Spielaufsicht: Uwe Stemberg



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