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Elterninitiative Alheim für G9

Alheim. Am Mittwoch, 5. März, trafen sich Vertreter der Elterninitiative Alheim, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Die Elterninitiative hatte sich im Herbst 2013 spontan gegründet, als die Eltern kommender Gymnasialschüler feststellten, dass sie für die weitere schulische Laufbahn ihrer Kinder alle lieber die neunjährige Gymnasialzeit hätten. Selbst bei den Nachbargymnsasien in Eschwege und Homberg, denen die Wahlfreiheit bis vor einigen Monaten verwehrt war, haben sich Eltern, Schüler, Lehrer und Schulleitungen sehr schnell darauf geeinigt zu G9 zurückzukehren. In Homberg hatte die Schulleitung sogar die Eltern ihrer künftigen Schüler (der abgebenden Grundschulen) mit in den Entscheidungsprozess eingebunden. Dieses erwarten die Alheimer Eltern auch von künftigen Gesprächen mit der Schulleitung der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg.

„ Wir haben in den letzten Monaten mit sehr vielen Eltern künftiger als auch aktueller Gymnasialschüler gesprochen. Die überwältigende Mehrheit wünscht einen Rückgang zu G9. Auch in Rotenburg muss es möglich sein, mehrheitlichen Elternwillen auch umzusetzen“, so der Sprecher der Initiative H. Kiwitt.

Bei dem Treffen berichteten betroffene Eltern, was es bedeutet, ein Kind in der G8-Mittelstufe zu haben: Um die 34 Stunden Unterricht pro Woche, an mehreren Tagen Nachmittagsunterricht, an zahlreichen Wochen werden bis zu drei Klassenarbeiten geschrieben, so dass in der knappen verbleibenden Zeit Lernen angesagt ist. Sich mit Freunden treffen, im Sportverein aktiv sein, musischen Interessen nachgehen, soziales Engagement zum Beispiel bei Feuerwehren oder dem DLRG sei für G8-Gymnasiasten kaum oder nur mit Abstrichen möglich.

„Was mich am meisten nervt“, so eine betroffene Mutter, „ist, dass das Familienleben so darunter leidet. Alles muss sich den voll gestopften Lehr- und Prüfungsplänen unterordnen.“

Genau dieses Extrem wollen die Alheimer Eltern nicht. „Wir wollen eine gute und auch fordernde gymnasiale Schulausbildung für unser Kinder“, so eine Vertreterin der Initiative, „die aber Raum für außerschulische Interessen und Persönlichkeitsentwicklung ermöglichen muss. Dies ist bei G9 einfach eher der Fall.“  Mittlerweile haben sich auch betroffene Eltern aus Bebra und Rotenburg der Initiative angeschlossen.

Unmittelbares Ziel der  Elterninitiative ist es, in Gesprächen mit der Rotenburger Schulleitung den Elternwillen zu verdeutlichen und anschließend hoffentlich gemeinsam Handlungsalternativen aufzuzeigen.

„Sollte sich in Rotenburg nichts bewegen“, so der Sprecher H. Kiwitt, „überlegen sich viele betroffene Alheimer Eltern, ob sie ihre Kinder nicht über die Kreisgrenze nach Spangenberg an die Gesamtschule schicken, da diese schon zu G9 zurückgekehrt ist. Schon jetzt besuchen Alheimer Schüler mit Erfolg den Spangenberger Gymnasialzweig. Diese könnten in Zukunft viel mehr werden.“ „Sollten sich Alheimer Eltern künftig so entscheiden, dann oft auch gleichzeitig mit Wehmut, da viele Eltern positive Erinnerungen an ihre eigene Gymnsasialzeit an der Jakob-Grimm-Schule haben, allerdings aus G9-Zeiten!“ (red)



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