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MT Melsungen empfängt Rhein-Neckar Löwen

michael-roth141114Kassel/Melsungen. Auch wenn die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen derzeit eine leichte Talsohle durchschreiten, wollen sie das Top-Team der Rhein-Neckar Löwen in heimischer Umgebung erhobenen Hauptes empfangen. Das Spiel wird am Samstag, 15. November 2014, um 19 Uhr  in der Kasseler Rothenbach-Halle angepfiffen. Es gibt noch Karten im Vorverkauf und an der ab 17.30 Uhr geöffneten Hallenkasse. Die nach Minuspunkten gleichauf mit Tabellenführer Kiel liegenden Gäste aus dem Kraichgau sind zwar der eindeutige Favorit an diesem 14. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga, aber die gastgebende MT, derzeit Platz 10, will sich keinesfalls verstecken. Irgendwann muss der Knoten auch gegen einen Hochkaräter wieder platzen, sagt man sich im Lager der Nordhessen, warum nicht am Samstag gegen die Löwen?

Zuletzt in Magdeburg waren Vuckovic, Allendorf & Co. ja gar nicht so weit von einem Coup entfernt. Bis zur 50. Minute lagen sie mit den Bördeländern auf Augenhöhe, dann liess sich der Ausfall des Abwehrmittelblocks nicht länger kompensieren. Nachdem der gesperrte Philipp Müller erst gar nicht  im Aufgebot stand, wurde kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit Felix Danner mit Rot auf die Tribüne geschickt. Während der Halblinke aufgrund eines Fouls im Spiel zuvor gegen Friesenheim eine Denkpause von letztlich vier Meisterschaftsspielen auferlegt bekommen hat, bedeutete die Disqualifikation des Kreisläufers nur eine Matchstrafe. Felix Danner ist also am Samstag gegen die Rhein-Neckar Löwen wieder an Bord.

“In Magdeburg zu verlieren, ist grundsätzlich keine Schande, zumal dort Einsatz und Kampfeswille absolut gestimmt haben. Leider klemmte es immer mal wieder an einzelnen Stellen, teilweise auch im individuellen Bereich”, blickt Michael Roth zurück. “Aber”, so der  MT-Coach, “gegen die Rhein-Neckar Löwen werden wir uns auf keinen Fall verstecken, sondern aus der Außenseiterrolle heraus ohne Angst diesen schweren Gegner annehmen”.

Der Trainer weiter: “Auch wenn es mal ein Phase gibt wie jetzt, in der es nicht hundertprozentig läuft, darf man nicht gleich alles schlecht reden oder in Frage stellen. Vielmehr kommt es darauf an, der Mannschaft – die ohnehin jetzt enger zusammen rückt – auch von außen die nötige Unterstützung zu geben. Das fängt beim Trainerteam an und geht hin bis zu den Zuschauern auf der Tribüne. Gerade in dem Spiel gegen ein wirkliches Topteam, ist es wichtig, der Mannschaft zu vermitteln, dass alle voll hinter ihr stehen. Ich bin mir sicher, dass sie dies positiv beeinflussen wird”.

Unabhängig von irgendwelchen Tabellenkonstellationen bietet die Paarung am Samstag in Kassel für den Handballfreund eine Reihe reizvoller Duelle. An erster Stelle natürlich das der beiden Flügelzangen Gensheimer / Groetzki und Allendorf / Sellin, die auch in der Nationalmannschaft die Außenbahnen besetzen. Und dann natürlich die Frage, welches Team verfügt an diesem Tage über den besseren Keeper: Die Löwen, mit dem dänischen Ausnahmetorwart Niklas Landin, oder die Bartenwetzer mit dem in den einschlägigen Statistiken vorne liegenden Mikael Appelgren? Oder welche Regisseure setzen die größeren Akzente: Die Playmaker der Gäste, Andy Schmid, bzw. Mads Larsen, oder die der Hausherren, Patrik Fahlgren, bzw. Nenad Vuckovic?

Diese Gedankenspiele ließen sich weiter fortsetzen, wobei schon bis hierher deutlich geworden sein dürfte, dass sich die Zuschauer auf einen absoluten Leckerbissen freuen dürfen. – Zumal die MT doch nicht so chancenlos ist, wie es die acht Tabellenplätze Abstand auf den ersten Blick erscheinen lassen. Denn letzte Woche hat sogar der abstiegsgefährdete TBV Lemgo gezeigt, dass die Gelbhemden nicht unverwundbar sind. Die Ostwestfalen hatten die Löwen beim 34:35 ganz dicht am Rande einer Niederlage. Ein Ergebnis, dass auch den Nordhessen Mut machen dürfte.

Und auch im Championsleague-Gruppenspiel am Donnerstag gegen Celje hat sich die Mannschaft des zu Saiosnbeginn gekommenen Trainers Nikolaj Jacobsen nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Hätte Landin seinen Kasten nicht so eindrucksvoll vernagelt oder wäre Linkshänder Petersson nicht ein so effektiver Schütze gewesen, wer weiß wie die Partie ausgegangen wäre. So aber durfte man sich als Gastgeber aufgrund einer Leistungssteigerung in den letzten 20 Minuten über einen 31:27-Sieg freuen – gegen einen Kontrahenten, der bis dahin stetig vorne gelegen hatte.

Die bisherige Bilanz der Vergleiche zwischen der MT und den Rhein-Neckar-Löwen fällt eindeutig zugunsten von Gensheimer & Co. aus: Sie entschieden 15 von den 18 ausgetragenen Liga-Duellen zu ihren Gunsten, die MT siegte zwei Mal, einmal trennte man sich unentschieden. Darüber hinaus gingen auch vier DHB-Pokalspiele an die Löwen. Die grobe Rückschau zeigt: Entweder gab es sehr knappe Ergebnisse oder richtig deutliche mit großer Tordifferenz. Beispielhaft dafür steht die letzte Saison, als die MT beim 27:30 im Heimspiel drauf und dran war, den Favoriten zu Fall zu bringen, aber dann in Mannheim mit 28:41 ein böse Schlappe einstecken musste.

Um es am Samstag in Kassel zumindest wieder spannend zu machen, will sich die MT einiges einfallen lassen. Das betrifft nicht so sehr die Abwehr, wo aufgrund der Sperre von Philipp Müller der Innenblock – wie schon in Magdeburg – wieder von Nenad Vuckovic und Felix Danner gebildet wird. Das hatte übrigens auch gut geklappt, ehe das Duo dann nach der Roten Karte gegen Danner gesprengt wurde. Überraschende Akzente will Michael Roth eher im Angriff setzen, was er aber nicht zuletzt von seiner Analyse des in Augenschein genommenen Championsleague-Spiels der Löwen gegen Celje abhängig machen wird. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Kassel: Holger Fleisch / Jürgen Rieber (Nellingen / Nürtingen); DHB-Spielaufsicht: Peter Rauchfuß



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